Schulgebäudesanierung

modellhaft und energieeffizient

2010 wurde eines der Schulgebäude der Angelaschule, der ungefähr 50 Jahre alte und äußerst renovierungsbedürftige so genannte „Klassentrakt“ (er beinhaltet 18 Klassenräume!) saniert. Dies geschah nicht auf herkömmliche Weise – das ehrgeizige Ziel war es, diesem Gebäude Passivhausstandard zu verleihen und den CO2-Verbrauch um mehr als 70% zu senken. Dieses Vorhaben wurde unter anderem vom „Bundesministerium für Umwelt und Reaktorsicherheit“ als Modellvorhaben gefördert. Damit wollte der Schulträger einerseits das intensive Engagement der Schulgemeinschaft der Angelaschule für Ökologie, Nachhaltigkeit und Umweltbildung unterstützen, andererseits war es für das Bistum Osnabrück zusätzlich von Interesse, am Klassentrakt neue Möglichkeiten der Innendämmung umzusetzen, um Erfahrungswerte für die zahlreichen Gebäude in Kirchenbesitz, die unter Denkmalschutz stehen, zu sammeln. Daher wurde das Gebäude äußerlich kaum verändert, allerdings bzgl. der Energieeffizienz und der Lichttechnik auf den neuesten Stand gebracht: Die Beleuchtung wird über Sensoren abhängig vom einfallenden Tageslicht geregelt. Geheizt wird mit einer Wärmepumpe, die dem Grundwasser einen Teil der Wärme entzieht. Diese Heizleistung wird aber nur an sehr kalten Tagen benötigt, ansonsten erzeugen die Schülerinnen und Schüler „ihre“ Wärme selbst, weil deren eigene Körpertemperatur bei optimaler Dämmung des Gebäudes durch die Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlage für eine angenehme Temperatur sorgt. Die ständige Überwachung der Raumluftqualität sorgt darüber hinaus dafür, dass der für das Lernen und Arbeiten in „normalen“ Räumen problematische Anstieg des CO2-Gehalts in der Luft verhindert wird. All diese technischen Neuerungen können im Physik-Unterricht ausgewertet, untersucht und mit herkömmlich sanierten Räumen verglichen werden, weil die installierte Messtechnik dies zulässt.