In der Heilig-Kreuz-Kirche in Würzburg wurde heute gemeinsam mit den Gruppen der BBS im Marienheim Osnabrück und der Johannisschule Bremen ein Gottesdienst mit Bischof Dominicus gefeiert, wobei besonders erwähnt werden sollte, dass Simon, Simon, Vincent und Johannes ihre Aufgabe als Messdiener dabei ganz hervorragend erfüllt haben. 😉 Profis unter sich …
Bischof Dominicus betonte, dass es nun statt der zunächst geplanten großen Gruppe zwar eine kleine, aber feine sei, die sich in der Kirche versammelt habe, um nach dem Trubel der vergangenen Tage ein wenig zur Ruhe zu finden.
Das Banner zeigt die Handabdrücke einiger Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Großes abendliches Konzert auf dem Residenzplatz, erst „Alte Bekannte“, dann „Knallblech“ – von lyrisch bis laut, gute Stimmung und laute Beats auf einem vollen Residenzplatz.
Leise Töne aber zum Abschluss mit dem Lied „Engel“:
„Ein Engel, der dir freundlich zuwinkt, mit dir Kaffee trinkt, dich zu deinem Glück zwingt, und der manchmal mit dir Klartext spricht. Du sagst, diesen Engel gibt es nicht. Doch dieser Engel ist da, um dich zu schützen und zu halten. Dieser Engel ist da, jeden Tag, in verschiedenen Gestalten. Er lässt dich nie im Regen stehen. Er lässt dich nie allein, doch er ist leicht zu übersehn, denn er kann überall sein. Du hast ihn heute schon gesehn. Ich glaub, du kennst ihn längst. Und wenn du nicht mehr so viel denkst, dann wirst du es irgendwann verstehen.“
Fragt man ChatGpt, wie man Zukunft gestaltet, erhält man als Antwort: „Zukunft gestaltet man, indem man zuerst ein klares Bild davon entwickelt, was man erreichen oder verändern möchte und dann konsequent Entscheidungen trifft, die diesem Ziel näherkommen. Gleichzeitig entsteht Zukunft nie allein durch Planung, sondern auch durch die Fähigkeit, auf neue Entwicklungen flexibel zu reagieren und aus Erfahrungen zu lernen.“ Spannender Ansatz, um zu hinterfragen: Welchen Beitrag bringe ich, bringen wir ein? Wieviel Aktivität oder Passivität können wir uns leisten in Anbetracht der Herausforderungen, die unsere Zeit bietet?
„Gemeinsam Zukunft gestalten“ war auch der thematische Rahmen, unter dem sich Bundeskanzler Friedrich Merz in einer Podiumsdiskussion den Fragen junger Menschen gestellt hat. Er zeigte sich dabei selbstkritisch und betonte, er müsse an seiner Kommunikation arbeiten. Mit ihm diskutierten Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz, und Lisa Quarch, TikTokerin und Geistliche Leiterin des BDKJ. Die Moderation übernahm Prof. Manuel Hartung.
Spotlights der Diskussion:
„Soziale Medien müssen als demokratischer Raum zurückgeholt werden.“ (Kirchhoff)
“Desinformation ist eine der größten Gefahren für unsere Demokratie.“ (Hartung)
„Je mehr Menschen gute Arbeit auf Social-Media-Kanälen machen, desto wehrhafter wird die Demokratie.“ (Quarch)
“Regulation ja, aber ein Verbot von Social Media ist undenkbar. Jedem sollte klar sein, dass das, was in der analogen Welt rechtswidrig war, in Social Media nicht einfach erlaubt ist.“ (Merz)
… „Hab Mut, steht auf!“ hat einfach auch noch einmal eine ganz andere Dimension. 😉 Die Qualität der Veranstaltung versöhnt in jedem Fall, dennoch hört man durchaus: „Wir werden unsere Betten in der nächsten Woche so feiern.“
Nichtsdestotrotz sind wir natürlich heute extra motiviert von den Isomatten gesprungen, denn es ist „Tag der Special Guests“ – einen sehen wir bei einer Veranstaltung und einer wird unsere Gruppe ergänzen. Vermutlich ist er schon auf dem Weg zu uns …
Ein paar Glanzstücke aus verschiedenen Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen, unkommentiert als Denkanstöße wiedergegeben …
“Wir leben in einer Zeit, in der es immer leichter wird, Fake News zu generieren. Welche Verantwortung haben haben dann Kirche und Politik? Und was machen Desinformation und Vertrauensverlust mit der Demokratie?“ (Eric Mayer, ZDF-Moderator, u.a. „Pur+“)
“Die physikalische Realität gilt für alle. Wenn Fakten nicht mehr ernstgenommen werden, hat die Demokratie ein Problem.“ (Özden Terli, ZDF-Meteorologe)
“Dieses Bewusstsein muss gestärkt werden: Ich stehe ein mit meiner Person für das, was ich sage und schreibe, und zwar mit bestem Wissen und Gewissen.“ (Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz)
“Kinder sind nicht ganz anders als Erwachsene. Sie brauchen besonderen Schutz, sollten aber nicht auf pädagogischen Inseln leben.“ (Willi Weitzel, Fernsehmoderator, „Willi wills wissen“)
„Wir waren erst beim Theater auf dem Residenzplatz und dann in der Residenz und haben uns die historischen Prunkräume angesehen, zuletzt waren wir in der Hofkirche. Am besten gefallen haben uns das Spiegelzimmer, die Hofkirche und das Deckenfresco in der Residenz, weil diese am eindrucksvollsten waren. Es ist bemerkenswert, wie aufwändig und lange diese Kunst hergestellt wurde und was für ein Reichtum dahintersteckt.“ (von Simon, Simon, Vincent und Johannes)
Das Motto „Hab Mut, steht auf!“ bildete auch den Rahmen für den zentralen Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt, der auf dem Residenzplatz stattfand. Würzburgs Bischof Franz Jung zelebrierte ihn gemeinsam mit Vertretern der Partnerbistümer aus Tansania und Brasilien; rund 11.000 Gläubige waren vor Ort. Der Gottesdienst setzte einen besonderen Impuls im Rahmen des Kirchentages. Auf berührende Weise musikalisch gestaltet von der Jungen Domkantorei und Camerata Würzburg erzeugten meditative Impulse, die biblischen Texte und durchaus kritische Worte des Bischofs eine Einheit, die verkündete: Lassen wir uns von der Botschaft des Evangeliums berühren und mutig den Themen und Aufgaben unserer Zeit stellen. Das Wetter fügte der Veranstaltung noch eine ganz spezielle Dramaturgie hinzu: Während es zunächst in Strömen regnete, riss pünktlich zum Sanctus der Himmel auf und erfreute mit strahlendem Blau und Sonnenschein.
… du bist gerufen. Die Welt braucht deine Arme, deine Hände und dein Herz. Hab Mut, steht auf, du bist gerufen!“ –
So heißt es in einem Lied, das auf der Eröffnung des Katholikentages gesungen wurde. Aber Mut, was heißt das? Wann bist du zuletzt etwas gewesen, das du als mutig bezeichnet hättest? Als du deine Grenzen überdacht und ein kleines Stück weitergegangen bist, als du dich sonst getraut hättest? Als du, wenn auch vielleicht zähneknirschend und zögerlich, deine Komfortzone verlassen hast? Als du um Hilfe gebeten hast, wo du allein nicht weitergekommen bist? Als du verstanden hast, dass Mut nicht immer Abwesenheit von Angst bedeutet und du es TROTZDEM versucht hast?
Und aufstehen, wofür? Für dich selbst, dein Leben und deine Ideen, wenn du merkst, dass es im alten Trott nicht weitergeht. Für andere, wenn du realisierst, dass sie deine Stimme brauchen. Für Klimaschutz, Menschenwürde und Demokratie – und wenn der Mut allein nicht reicht: Gemeinsam!
Wir wünschen euch einen gesegneten Himmelfahrtstag!
… wenn abends um 22 Uhr ein ganzer Platz voller Menschen, wo Wein getrunken, geredet, fröhlich gefeiert wurde, still wird und gemeinsam im Schein hunderter Kerzen das Vaterunser spricht.
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