
Der Rosettennebel, eine gewaltige Gaswolke im Sternbild Einhorn, rund 5.000 Lichtjahre von der Erde entfernt, ist ein bekanntes Motiv der Astrofotografie.
Aufgenommen wurde das Bild mit dem DWARF 3, einem modernen Smart-Teleskop, das im Seminarfach Astronomie eingesetzt wird. Trotz seiner handlichen Größe von rund 1,3 kg liefert es erstaunliche Ergebnisse:
Der DWARF richtet sich automatisch auf gewählte Himmelsobjekte aus, verfolgt deren Bewegung und stapelt Hunderte von Einzelaufnahmen übereinander. Durch dieses Verfahren wird das Rauschen reduziert und feine Details werden sichtbar gemacht.
Die Rohdaten des DWARF wurden nun in die freie Software Siril importiert und dort mit einem speziellen Skript zu einer Pseudo-Hubble-Palette verarbeitet. Dabei werden die beiden Lichtsignale des Nebels, das rötliche Wasserstoffleuchten und das bläuliche Sauerstoffleuchten, getrennt und den richtigen Farbkanälen zugewiesen. Durch diese Bearbeitung kann man noch mehr Details erkennen: Der innere Nebel hebt sich bläulich vom äußeren ab, die Dunkelwolken wirken kontrastreicher, und die Struktur des Rosettennebels wird in einer Tiefe sichtbar, die ohne solche Bildverarbeitung nicht erreichbar gewesen wäre.
Dieses Bild ist ein Ergebnis des Seminarfachs Astronomie bei Herrn Geisler.