Gottesdienst der Stiftungsschulen

In der Heilig-Kreuz-Kirche in Würzburg wurde heute gemeinsam mit den Gruppen der BBS im Marienheim Osnabrück und der Johannisschule Bremen ein Gottesdienst mit Bischof Dominicus gefeiert, wobei besonders erwähnt werden sollte, dass Simon, Simon, Vincent und Johannes ihre Aufgabe als Messdiener dabei ganz hervorragend erfüllt haben. 😉 Profis unter sich …

Bischof Dominicus betonte, dass es nun statt der zunächst geplanten großen Gruppe zwar eine kleine, aber feine sei, die sich in der Kirche versammelt habe, um nach dem Trubel der vergangenen Tage ein wenig zur Ruhe zu finden.

Das Banner zeigt die Handabdrücke einiger Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Einblicke in investigativen Journalismus

Freie Journalistin zu Gast an der Angelaschule

Anlässlich des Internationalen Tags der Pressefreiheit am 3. Mai besuchte die freie Journalistin Frau Dr. März im Rahmen der bundesweiten Initiative „Journalismus macht Schule“ die Klasse 11A und gab den Schüler:innen spannende Einblicke in ihre Arbeit.

Als investigative Journalistin mit Schwerpunkt auf medizinischen Themen berichtete sie aus ihrem Berufsalltag und erklärte, wie aufwendig gründliche Recherche und Quellenprüfung sein können. Besonders deutlich wurde dabei, welche Verantwortung Journalist:innen im Umgang mit sensiblen Informationen tragen.

Ein wichtiger Schwerpunkt ihres Vortrags war die Bedeutung des Grundgesetzes und der Pressefreiheit für eine demokratische Gesellschaft. Gleichzeitig betonte Frau Dr. März zentrale journalistische Grundsätze wie Wahrhaftigkeit, sorgfältige Recherche und die Achtung der Menschenwürde.

Auch der Einfluss Künstlicher Intelligenz auf den Journalismus wurde thematisiert. Gemeinsam diskutierten die Schüler:innen Chancen und Herausforderungen von KI – etwa bei Recherche, Informationsverarbeitung und der Glaubwürdigkeit von Medieninhalten in Zukunft.

Zum Abschluss ging Frau Dr. März auf die weltweite Entwicklung der Pressefreiheit ein und machte deutlich, dass unabhängiger Journalismus keine Selbstverständlichkeit ist. Der Besuch bot den Schüler:innen eine wertvolle Gelegenheit, Journalismus aus erster Hand kennenzulernen und über die Bedeutung freier Medien nachzudenken. Wir bedanken uns herzlich bei Frau Dr. März für ihren Besuch.

Musik, Musik …

Großes abendliches Konzert auf dem Residenzplatz, erst „Alte Bekannte“, dann „Knallblech“ – von lyrisch bis laut, gute Stimmung und laute Beats auf einem vollen Residenzplatz.

Leise Töne aber zum Abschluss mit dem Lied „Engel“:

„Ein Engel, der dir freundlich zuwinkt, mit dir Kaffee trinkt, dich zu deinem Glück zwingt, und der manchmal mit dir Klartext spricht. Du sagst, diesen Engel gibt es nicht. Doch dieser Engel ist da, um dich zu schützen und zu halten. Dieser Engel ist da, jeden Tag, in verschiedenen Gestalten. Er lässt dich nie im Regen stehen. Er lässt dich nie allein, doch er ist leicht zu übersehn, denn er kann überall sein. Du hast ihn heute schon gesehn. Ich glaub, du kennst ihn längst. Und wenn du nicht mehr so viel denkst, dann wirst du es irgendwann verstehen.“

Zukunft gestalten?!

Fragt man ChatGpt, wie man Zukunft gestaltet, erhält man als Antwort: „Zukunft gestaltet man, indem man zuerst ein klares Bild davon entwickelt, was man erreichen oder verändern möchte und dann konsequent Entscheidungen trifft, die diesem Ziel näherkommen. Gleichzeitig entsteht Zukunft nie allein durch Planung, sondern auch durch die Fähigkeit, auf neue Entwicklungen flexibel zu reagieren und aus Erfahrungen zu lernen.“ Spannender Ansatz, um zu hinterfragen: Welchen Beitrag bringe ich, bringen wir ein? Wieviel Aktivität oder Passivität können wir uns leisten in Anbetracht der Herausforderungen, die unsere Zeit bietet?

„Gemeinsam Zukunft gestalten“ war auch der thematische Rahmen, unter dem sich Bundeskanzler Friedrich Merz in einer Podiumsdiskussion den Fragen junger Menschen gestellt hat. Er zeigte sich dabei selbstkritisch und betonte, er müsse an seiner Kommunikation arbeiten. Mit ihm diskutierten Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz, und Lisa Quarch, TikTokerin und Geistliche Leiterin des BDKJ. Die Moderation übernahm Prof. Manuel Hartung.

Spotlights der Diskussion:

„Soziale Medien müssen als demokratischer Raum zurückgeholt werden.“ (Kirchhoff)

“Desinformation ist eine der größten Gefahren für unsere Demokratie.“ (Hartung)

„Je mehr Menschen gute Arbeit auf Social-Media-Kanälen machen, desto wehrhafter wird die Demokratie.“ (Quarch)

“Regulation ja, aber ein Verbot von Social Media ist undenkbar. Jedem sollte klar sein, dass das, was in der analogen Welt rechtswidrig war, in Social Media nicht einfach erlaubt ist.“ (Merz)

Europatag an der Angelaschule

Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering im Gespräch mit dem 10. Jahrgang

Anlässlich des Europatages durfte die Angelaschule Hans Gert Pöttering begrüßen. Der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments sprach mit den Schüler:innen des 10. Jahrgangs über Europa, Demokratie und aktuelle politische Herausforderungen.

Pöttering, der von 1979 bis 2014 Mitglied des Europäischen Parlaments war und von 2007 bis 2009 dessen Präsident, berichtete aus seiner politischen Laufbahn. Besonders prägend für seinen Eintritt in die CDU sei die Politik Konrad Adenauer gewesen. Dessen Einsatz für Frieden, europäische Zusammenarbeit und die Orientierung an christlich-demokratischen Werten habe ihn nachhaltig beeinflusst. Dabei hob Pöttering besonders einen zentralen Satz des Grundgesetzes hervor: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Die Schüler:innen stellten zahlreiche Fragen zu aktuellen politischen Themen. Diskutiert wurden unter anderem die Wiedereinführung der Wehrpflicht, die Erweiterung der Europäischen Union sowie der Krieg in der Ukraine und dessen Folgen für Europa. Pöttering betonte, dass der Schutz von Frieden, Freiheit und Demokratie zu den größten Herausforderungen der Europäischen Union gehöre.

Auch das schwindende Vertrauen vieler Menschen in demokratische Institutionen wurde thematisiert. Pöttering warb dafür, sich aktiv für die Demokratie einzusetzen und den Dialog miteinander zu suchen. Auf Fragen zur politischen Entwicklung in Ungarn und zu Viktor Orbán äußerte er sich mit Blick auf demokratische Grundwerte innerhalb Europas.

Zum Abschluss schenkte Herr Pöttering der Schulbibliothek sein Buch „Europa, bleibe wachsam und werde stark!“ und ermutigte die Schüler:innen, Europa als gemeinsames Friedens- und Demokratieprojekt aktiv mitzugestalten.

Der Besuch bot den Jugendlichen die besondere Gelegenheit, europäische Politik aus erster Hand zu erleben und mit einem erfahrenen Politiker über die Zukunft Europas ins Gespräch zu kommen.

Tosca aus Jahrgang 10 fasst ihre Eindrücke über das Gespräch mit Herrn Pöttering so zusammen:

„Besonders interessant war, dass er uns viele seiner persönlichen Erfahrungen mitteilte, aktuelle politische Themen ansprach und sich die Zeit nahm, unsere Fragen ausführlich zu beantworten. Insgesamt fand ich die Veranstaltung sehr informativ und interessant für uns Schüler, da wir Politik so hautnah erleben konnten, um sie besser zu verstehen.“

Auch das OS-Radio war zu Gast und hat über den Besuch Hans Gert Pötterings berichtet: KLICK

Das Motto …

… „Hab Mut, steht auf!“ hat einfach auch noch einmal eine ganz andere Dimension. 😉 Die Qualität der Veranstaltung versöhnt in jedem Fall, dennoch hört man durchaus: „Wir werden unsere Betten in der nächsten Woche so feiern.“

Nichtsdestotrotz sind wir natürlich heute extra motiviert von den Isomatten gesprungen, denn es ist „Tag der Special Guests“ – einen sehen wir bei einer Veranstaltung und einer wird unsere Gruppe ergänzen. Vermutlich ist er schon auf dem Weg zu uns …

Nachdenkliches und Inspirierendes …

Ein paar Glanzstücke aus verschiedenen Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen, unkommentiert als Denkanstöße wiedergegeben …

“Wir leben in einer Zeit, in der es immer leichter wird, Fake News zu generieren. Welche Verantwortung haben haben dann Kirche und Politik? Und was machen Desinformation und Vertrauensverlust mit der Demokratie?“ (Eric Mayer, ZDF-Moderator, u.a. „Pur+“)

“Die physikalische Realität gilt für alle. Wenn Fakten nicht mehr ernstgenommen werden, hat die Demokratie ein Problem.“ (Özden Terli, ZDF-Meteorologe)

“Dieses Bewusstsein muss gestärkt werden: Ich stehe ein mit meiner Person für das, was ich sage und schreibe, und zwar mit bestem Wissen und Gewissen.“ (Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz)

“Kinder sind nicht ganz anders als Erwachsene. Sie brauchen besonderen Schutz, sollten aber nicht auf pädagogischen Inseln leben.“ (Willi Weitzel, Fernsehmoderator, „Willi wills wissen“)

Sightseeing gehört auch dazu!

„Wir waren erst beim Theater auf dem Residenzplatz und dann in der Residenz und haben uns die historischen Prunkräume angesehen, zuletzt waren wir in der Hofkirche. Am besten gefallen haben uns das Spiegelzimmer, die Hofkirche und das Deckenfresco in der Residenz, weil diese am eindrucksvollsten waren. Es ist bemerkenswert, wie aufwändig und lange diese Kunst hergestellt wurde und was für ein Reichtum dahintersteckt.“ (von Simon, Simon, Vincent und Johannes)

Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt

Das Motto „Hab Mut, steht auf!“ bildete auch den Rahmen für den zentralen Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt, der auf dem Residenzplatz stattfand. Würzburgs Bischof Franz Jung zelebrierte ihn gemeinsam mit Vertretern der Partnerbistümer aus Tansania und Brasilien; rund 11.000 Gläubige waren vor Ort. Der Gottesdienst setzte einen besonderen Impuls im Rahmen des Kirchentages. Auf berührende Weise musikalisch gestaltet von der Jungen Domkantorei und Camerata Würzburg erzeugten meditative Impulse, die biblischen Texte und durchaus kritische Worte des Bischofs eine Einheit, die verkündete: Lassen wir uns von der Botschaft des Evangeliums berühren und mutig den Themen und Aufgaben unserer Zeit stellen. Das Wetter fügte der Veranstaltung noch eine ganz spezielle Dramaturgie hinzu: Während es zunächst in Strömen regnete, riss pünktlich zum Sanctus der Himmel auf und erfreute mit strahlendem Blau und Sonnenschein.