Ein Stück Holz… und noch viel mehr

Wie gerufen erwies sich für den Kunstleistungskurs die Initiative der Schulstiftung sowie des Künstlers Volker-Johannes Trieb zur partizipativen Kunstaktion „Ein Stück Holz“. Schließlich wurde im Unterricht gerade das Thema Soziale Plastik und im Besonderen das Kunstwerk „7000 Eichen“ von Joseph Beuys bearbeitet.

So ging es mit Elan ans praktische Werk: sammeln, sägen, bohren, magnetisieren und installieren.

Über 70 Holzstücke sind auf diesem Weg entstanden, die im Aktionszeitraum vom 01.09. bis 04.10.2026 für optische Irritationen im öffentlichen Raum bzw. rund um das Schulgelände sorgen. Die Hölzer dürfen versetzt und an anderen geeigneten Stellen wieder angebracht werden. Friedlich und bescheiden tauchen sie dort auf, wo Natur fehlt. Wer darüber nachdenkt, nähert sich der franziskanischen Botschaft (Schöpfung, Frieden, Bescheidenheit). So steht die im großen Rahmen stattfindende Aktion ganz im Zeichen des Franz von Assisi, an dessen 800. Todestag erinnert werden soll.

Eine feierliche Eröffnung mit dem Aktionskünstler Volker-Johannes Trieb, der Oberbürgermeisterin Katharina Pötter sowie dem EU-Ratspräsidenten a.D. Dr. Hans-Gert Pöttering findet am 04.09.2026 um 11:00 Uhr auf dem Rathausplatz statt. Natürlich ist der Kunst-LK auch dabei.

Ein Tag voller Kunst in Bremen

Kurz vor den Sommerferien ging es morgens noch vor regulärem Öffnungsbeginn mit den beiden Kunst-Leistungskursen direkt ins Paula Modersohn-Becker Museum, wo wir zu einer Führung mit Workshop begrüßt wurden. So ergab sich nicht nur die Gelegenheit, ganz ungestört die ausdrucksstarken Werke einer Künstlerin kennenzulernen, die ihrer Zeit weit voraus war, sondern auch erste Impulse zu sammeln, die uns das Thema „Mutter und Kind“ näherbrachten, welches uns im neuen Kurshalbjahr noch intensiver beschäftigen wird.

Nach einer ausgiebigen Pause, die in Kleingruppen individuell im Schnorr-Viertel, an der Schlachte oder beim legendären Pizzabäcker verbracht wurde, ging es dann gleich weiter zum nächsten Ziel.

Im Museum Weserburg hat uns eine sympathisch-fachkundige Workshopleiterin die Ausstellung „So wie wir sind“ mit vielfältigen Perspektiven auf die Gegenwart nähergebracht und wir haben uns im praktisch-dialogischen Workshop mit spannenden Fragen unserer Zeit auseinandergesetzt.

Ein toller Tag, ganz im Zeich(n)en der Kunst, der von Frau Hicke und Frau Riesenbeck begleitet wurde.

Kreativität an allen Wänden

Es ist fast schon Tradition: Unsere Kunst-Leistungskurse setzen zum Abschluss ihrer Schulzeit besondere Akzente – sichtbar, lebendig und voller Ideen. Der aktuelle Abiturjahrgang hat, abgestimmt auf Orte und Fachbereiche, die Schule in eine kleine Entdeckungsreise verwandelt: Ein Basketballer in stilechten „Abiletten“ begrüßt alle auf dem Weg zu den Sportumkleiden, kleine Echsen und Kolibris beleben die Naturwissenschaften, und Vögelchen, Mäuschen sowie Schmetterlinge weisen den Weg zu den Kunsträumen. Unterwegs streifen sie eine ganze Bildergalerie, um dann am neuen „Elfenbogen“ in Richtung der Erdkunderäume zu entschweben.

Neben den tollen Ergebnissen ist besonders das hohe Engagement der Künstlerinnen und Künstler hervorzuheben: Selbst an den Mottotagen – teils als Farben oder als „lebende van Goghs“ verkleidet – und noch nach den Abiturprüfungen arbeiteten sie in ihrer Freizeit unermüdlich an ihren Wandprojekten.

Das ist großartig und schafft bleibende Erinnerungen an einen tollen Jahrgang!

Von den Kleinsten für die Größten

115 Marienkäfer schmücken unsere Pausenhalle.

Entstanden sind die Tierchen im Kunstunterricht von Frau Witte und Frau Hicke.

Jede:r Fünftklässler:in sagt je einer Abiturientin/ einem Abiturienten damit: Du schaffst das! Ich denk‘ an dich!

Diesen Wünschen schließt sich der Rest der Schulgemeinschaft an: Viel Erfolg, lieber Jahrgang 13, für das Abi 2026!

Filmteam der Angelaschule steht im Finale

Direkt vor den Osterferien wurde es für den Wahlpflichtkurs „Kunst am iPad“ noch mal richtig spannend. Der gesamte Kurs folgte der Einladung zur Filmgala nach Hannover. Anlass war die Preisverleihung zum niedersächsischen Kurzfilmwettbewerb „ganz schön anders“. Die Gruppe der Angelaschule gehört mit zu den besten zwölf Teams im Land, die zum diesjährigen Motto „ganz schön un(fair)“ Filme einreichten.

Der von den Achtklässlerinnen über ein halbes Schuljahr produzierte Animationsfilm „Das Einhornrennen“ überzeugte die Profi-Filmjury nicht nur durch die aufwendige Gestaltung und das durchdachte Sounddesign, sondern besonders auch durch die inhaltliche Aussage, mit der ein Zeichen für echten Zusammenhalt gesetzt wird.

Auf ganz besondere Weise galoppierten dann die Einhörner vor circa 500 Zuschauern über die XXL-Leinwand des Astor Grand Cinema. Ein fulminanter Augenblick, an dem sich ein kurzes Interview auf der Bühne anschloss. So waren sich am Ende alle Angelanerinnen einig, auch wenn der Hauptpreis zum Filmpark Babelsberg in Berlin an eine andere Filmcrew ging, doch ein Teil eines großartigen Events gewesen zu sein.

https://cloudfiles.angelaschule-osnabrueck.net/s/fTkQTPKML5RgDeb

https://www.youtube.com/kurzfilmwettbewerb

Erster Atelierabend: Ein gelungener Auftakt

Was macht man an einem Freitagabend? Klare Antwort: Kunstbegeisterte Oberstufenschüler:innen gehen in die Angelaschule.

„Das ist ja wie im Paradies!“, schwärmte eine Teilnehmerin, die den Weg in die Kunsträume im zweiten Stock gefunden hatte und mit leuchtenden Augen die bereitgestellten Materialien erblickte.

Um die 20 Teilnehmer:innen, davon viele Kreative aus dem 13. Jahrgang, nutzten den Abend, um an ihren Abschlusswandgestaltungen oder an Kostümen für die anstehende Mottowoche zu arbeiten. Zudem konnte in den bestens ausgestatteten Räumen frei nach eigenen Ideen gearbeitet werden – oder inspiriert durch die geballte Kompetenz der Kunstfachschaft.

Auch unser Schulleiter, Herr Dr. Stich, ließ es sich bei einem Besuch nicht nehmen, selbst ein wenig kreativ zu werden: Sein mutiger, spontaner Griff zu einem riesigen Tonklumpen führte zu einer sehr erfolgreichen „Umformung“.

Der tolle Abend, geprägt von viel Spaß, Freude und sehenswerten Ergebnissen, endete gegen 22:00 Uhr mit einem gemeinsamen Aufräumen.

Fazit: „Das muss unbedingt wiederholt werden. Selbst wenn ich nach dem Abi nicht mehr an der Schule bin – ich will dabei sein!“ (Teilnehmerin, Jg. 13)

Wenn der Winter kreativ macht…

Unerwartete und lange Winterfreuden sorgten dafür, dass es die meisten Schüler:innen in den Pausen nicht in den Klassenräumen oder Pausenhallen hielt. Stattdessen wurde der Schulhof ebenso wie der Angelapark zum Treffpunkt für kleine und große Baumeister:innen. Mit viel Kreativität und Gemeinschaftssinn entstanden dort Schneemänner in unterschiedlichsten Größen – Freude pur!

Als die Schule schließlich ausfiel, wurden einige Schüler:innen besonders kreativ. Sowohl im Jahrgang 6 als auch im Jahrgang 12 wurde das reichlich vorhandene eiskalte „Bau- und Kunstmaterial“ im Rahmen des Homeschoolings fantasievoll in neue Formen gebracht.

Architektur vor Ort

Im Rahmen des Kunstunterrichts unternahm die Klasse 10d mit Frau Hicke einen Unterrichtsgang in die Altstadt Osnabrücks, um verschiedene Architekturstile direkt an historischen Gebäuden zu untersuchen. Der Rundgang führte die Schüler:innen zu zentralen Bauwerken der Osnabrücker Altstadt. Am Dom St. Peter standen romanische und gotische Bauelemente im Fokus. Anschließend wurden am Historischen Rathaus Osnabrück unterschiedliche stilistische Einflüsse untersucht, wobei neben spätgotischen Grundformen auch später hinzugefügte Renaissance-Elemente erkannt und eingeordnet wurden. An der Marienkirche setzten sich die Schüler:innen mit typischen Merkmalen der Gotik auseinander. Der dortige Vortrag wurde allerdings für ganze sieben Minuten unfreiwillig unterbrochen, da die Kirchenglocken der Altstadt zeitgleich besonders laut zu läuten begannen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bischöflichen Kanzlei, an der der Klassizismus thematisiert wurde. Besonders aufmerksam stellten die Schüler:innen fest, dass die pflanzlichen Ornamente des Geländers nicht zu den klaren, strengen Formen dieses Stils passen. Den Abschluss bildete ein Vortrag am Theater Osnabrück, bei dem der Jugendstil mit seinen organischen Formen und dekorativen Elementen vorgestellt wurde. Damit endete zugleich die Unterrichtseinheit „Architektur“ sowie der epochal erteilte Kunstunterricht des Halbjahres.

Große Kunst im Original

Im Dezember besuchten alle vier Kunstleistungskurse das Sprengel Museum Hannover. Dort galt es, in kreativen Workshops vor allem das Werk des britischen Künstlers Richard Deacon in Augenschein zu nehmen, welches unter anderem auch auf der aktuellen Liste des Kultusministeriums mit den abiturrelevanten Kunstwerken steht. Deacons raumfüllende Plastik What Could Make Me Feel This Way konnte im Museum aus allen Richtungen betrachtet und in selbst gewählten Ausschnitten abgezeichnet werden. Dabei wurde das zentrale Konzept des „Dazwischens“ – des Wechselspiels zwischen Innen und Außen – praktisch erfahrbar. Das Kunstwerk schwebt zwischen Organischem und Artifiziellem und löste vielfältige Assoziationen aus.

Als weiteres künstlerisches Highlight des Sprengel Museums schauten wir uns die Sonderausstellung „Niki. Kusama. Murakami. Love You for Infinity“ an. Besonders beeindruckend war der begehbare Infitity Room der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama. Der Raum erzeugt den Eindruck unendlicher Wiederholung und lud zu ungewöhnlichen Fotos und Selfies ein.

Nach den musealen Eindrücken war noch etwas Zeit für die Erkundung der festlich geschmückten Weihnachtsmärkte Hannovers. So bot der Ausflug nicht nur die Möglichkeit, abiturrelevante Kunstwerke intensiv zu studieren, sondern auch, Kunst als erlebbaren, räumlichen Dialog zu erfahren. Die Kombination aus analytischem Zeichnen, interaktiven Installationen und festlicher Stadtkulisse hinterließ bleibende Eindrücke bei allen Teilnehmenden.