Europatag an der Angelaschule

Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering im Gespräch mit dem 10. Jahrgang

Anlässlich des Europatages durfte die Angelaschule Hans Gert Pöttering begrüßen. Der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments sprach mit den Schüler:innen des 10. Jahrgangs über Europa, Demokratie und aktuelle politische Herausforderungen.

Pöttering, der von 1979 bis 2014 Mitglied des Europäischen Parlaments war und von 2007 bis 2009 dessen Präsident, berichtete aus seiner politischen Laufbahn. Besonders prägend für seinen Eintritt in die CDU sei die Politik Konrad Adenauer gewesen. Dessen Einsatz für Frieden, europäische Zusammenarbeit und die Orientierung an christlich-demokratischen Werten habe ihn nachhaltig beeinflusst. Dabei hob Pöttering besonders einen zentralen Satz des Grundgesetzes hervor: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Die Schüler:innen stellten zahlreiche Fragen zu aktuellen politischen Themen. Diskutiert wurden unter anderem die Wiedereinführung der Wehrpflicht, die Erweiterung der Europäischen Union sowie der Krieg in der Ukraine und dessen Folgen für Europa. Pöttering betonte, dass der Schutz von Frieden, Freiheit und Demokratie zu den größten Herausforderungen der Europäischen Union gehöre.

Auch das schwindende Vertrauen vieler Menschen in demokratische Institutionen wurde thematisiert. Pöttering warb dafür, sich aktiv für die Demokratie einzusetzen und den Dialog miteinander zu suchen. Auf Fragen zur politischen Entwicklung in Ungarn und zu Viktor Orbán äußerte er sich mit Blick auf demokratische Grundwerte innerhalb Europas.

Zum Abschluss schenkte Herr Pöttering der Schulbibliothek sein Buch „Europa, bleibe wachsam und werde stark!“ und ermutigte die Schüler:innen, Europa als gemeinsames Friedens- und Demokratieprojekt aktiv mitzugestalten.

Der Besuch bot den Jugendlichen die besondere Gelegenheit, europäische Politik aus erster Hand zu erleben und mit einem erfahrenen Politiker über die Zukunft Europas ins Gespräch zu kommen.

Tosca aus Jahrgang 10 fasst ihre Eindrücke über das Gespräch mit Herrn Pöttering so zusammen:

„Besonders interessant war, dass er uns viele seiner persönlichen Erfahrungen mitteilte, aktuelle politische Themen ansprach und sich die Zeit nahm, unsere Fragen ausführlich zu beantworten. Insgesamt fand ich die Veranstaltung sehr informativ und interessant für uns Schüler, da wir Politik so hautnah erleben konnten, um sie besser zu verstehen.“

Auch das OS-Radio war zu Gast und hat über den Besuch Hans Gert Pötterings berichtet: KLICK

Leseförderung im Fachunterricht: Klasse 5a entdeckt die Ursprünge Roms

Wie und warum wurde aus einem kleinen Dorf am Tiber die mächtige Großstadt Rom? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Klasse 5a im Geschichtsunterricht – und trainierte dabei ganz nebenbei intensiv ihre Lesekompetenz.

Gemeinsam mit Herrn Koltermann und Frau Blaschke erprobten die Schüler:innen verschiedene Methoden der Leseförderung im Fachunterricht. Um die oft anspruchsvollen Sachtexte besser erschließen zu können, lag ein besonderer Fokus auf der Weiterentwicklung der Leseflüssigkeit. Durch gezielte Übungen zum Sichtwortschatz sowie abwechslungsreiche Leseformate konnten die Kinder ihre Fähigkeiten Schritt für Schritt erweitern: Wenn Schüler:innen einen großen Sichtwortschatz besitzen und damit viele Wörter automatisch erkennen können, ohne sie buchstabenweise zu entschlüsseln, müssen sie weniger Energie ins Entziffern selbst stecken und haben mehr Kapazität, den Inhalt zu durchschauen.

Ob beim „Würfellesen“, beim chorischen Sprechen oder bei spielerischen Übungen – die Motivation war groß und die Lernfreude deutlich spürbar. Die Schüler:innen arbeiteten engagiert mit und zeigten, dass sich fachliches Lernen und Lesetraining gewinnbringend miteinander verbinden lassen. Herr Koltermann fasst diese Beobachtung wie folgt zusammen: „Im Zuge der Leseförderung im Fachunterricht geht es darum, dass Schüler:innen gezielt dabei unterstützt werden, fachtypische Texte zu verstehen, kritisch zu hinterfragen und für das eigene Lernen nutzbar zu machen.“

Nicht zuletzt die PISA-Studien der vergangenen Jahre legen nahe, dass das Lesen die Schlüsselkompetenz schlechthin ist, um eine aktive Teilhabe an der Gesellschaft und politische Partizipation zu ermöglichen. Die Bedeutsamkeit von Lesekompetenz reicht also weit über schulischen Erfolg hinaus: Wer Texte und ihre Informationen verstehen, einordnen und auf diese Weise auch bewerten kann, ist besser in der Lage, sich eine fundierte Meinung zu bilden.

Die Fachschaft Deutsch unserer Schule misst der Leseförderung aus benannten Gründen eine zentrale Bedeutung bei. Eine Arbeitsgruppe hat sich auf den Weg gemacht, ein Lesecurriculum für die verschiedenen Jahrgänge zu entwickeln. Eine vertiefende Fortbildung in Kooperation mit der Universität Hannover, unterstützt durch die Dombuchhandlung Osnabrück, ist in Planung.

Fachobfrau Janine-Rörsch-Eisenberg zeigt dabei eine klare Perspektive auf: „Die Angelaschule soll sich als lesefreundliche Schule weiterentwickeln: ein Ort, an dem vielfältige Leseanreize geschaffen werden und die Lesekompetenz zugleich systematisch und nachhaltig gestärkt wird. Leseförderung verstehen wir dabei als gemeinsame Aufgabe, die künftig noch stärker in den schulischen Alltag integriert werden soll.“

Klassenzimmer wird Kreativagentur

Schüler:innen der Angelaschule gestalten die Studierendenkampagne für den Standort Osnabrück 2026 aktiv mit

Stimmengewusel auf den Gängen, vollgepackte Rucksäcke, Unterrichtsmaterialien unter dem Arm: Alltag an der Angelaschule. Für Isabell Sollmann und Sarah Kopp von der Marketing Osnabrück GmbH dagegen eine einzigartige Chance, direkt mit der Zielgruppe im Workshop zu arbeiten.

Am 20. April 2026 waren sie im Rahmen der gemeinsamen Studierendenkampagne für den Standort Osnabrück 2026 zu Gast in zwei Klassen des 11. Jahrgangs. Ziel der Kampagne ist es, den Studienstandort Osnabrück sichtbarer zu machen aus der Perspektive derjenigen, die kurz vor einer wichtigen Entscheidung stehen: Welcher Studiengang passt zu mir? Welche Stadt fühlt sich richtig an? Und was erwarte ich von meinem Studienort? Statt nur über diese Fragen zu sprechen, wurden die Schüler:innen selbst Teil der Antwort.

51 Schüler:innen schlüpften in die Rolle einer Marketingagentur. In Gruppen arbeiteten sie mit zehn vorgegebenen Claims. Sie setzten sich intensiv mit der Semantik einzelner Wörter auseinander und diskutierten, wie Sprache Wahrnehmung beeinflusst. Anschließend wählten sie ihren Favoriten aus, begründeten ihre Entscheidung und pitchten ihre Ergebnisse vor der Gruppe. Im Anschluss entwickelten sie eigene kreative Vorschläge, die ebenfalls präsentiert und diskutiert wurden.

Dabei wurde deutlich, wie stark einzelne Begriffe wirken können und wie sehr Sprache die Wahrnehmung beeinflusst. Die Schüler:innen hinterfragten Wortwahl, Bedeutung und Wirkung und entwickelten daraus eigene kreative Ideen für die Kampagne.

Der Workshop bot den 17-jährigen Schüler:innen einen praxisnahen Einblick in das Berufsfeld Marketing und Kommunikation. Gleichzeitig lieferten sie wertvolle Impulse für die Kampagne – direkt aus der Lebensrealität zukünftiger Studierender. Diese Impulse sind nicht nur theoretisch, sondern fließen direkt in die finale Kampagne ein – ein echter Mehrwert für beide Seiten.

Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit mit der Marketing Osnabrück GmbH, der Universität Osnabrück sowie der Hochschule Osnabrück. Ein gelungenes Beispiel dafür, wie Schule und Praxis Hand in Hand gehen.

Talente entfalten, Ideen verwirklichen: LevelUp begeistert Schüler:innen und Eltern

„Menschen wachsen an dem, was wir ihnen zutrauen“ – dieses Zitat des amerikanischen Footballtrainers Vince Lombardi drückt aus, was eine große Zahl von Eltern, Schüler:innen und Lehrer:innen am Akadamieabend des LevelUp-Projektes empfand: Stolz und Staunen über die Qualität und Vielfalt dessen, was die Jugendlichen im Rahmen des Forderprogramms auf die Beine gestellt haben. Die Liste reichte dabei von Buchvorstellungen und selbst geschriebenen Romanen und Gedichten in deutscher, englischer und spanischer Sprache über ein eBook mit mathematischen Knobelaufgaben und ein Computerprogramm zur Verschlüsselung von Nachrichten bis hin zu Filmen, Podcasts und musikalischen Darbietungen.

LevelUp bedeutet, dass leistungsstarke Schüler:innen gezielt in ihren Stärken unterstützt und über den regulären Unterricht hinaus gefordert werden. Dazu stand ihnen pro Woche jeweils eine Doppelstunde zur Verfügung, in der sie selbstständig an einem von ihnen gewählten Projekt arbeiten konnten. Die einzelnen Themen wurden von Fachlehrer:innen betreut, die als Ansprechpartner:innen begleitend zur Seite standen.

Der Schulleiter Tobias Stich hebt die vielfältigen Vorzüge von LevelUp hervor. So ergänze dieses Projekt, was der schulische Alltag nicht ohne Weiteres leisten könne, nämlich ein Maß an Differenzierung, das den unterschiedlichen Begabungen und Talenten gerecht werden könne. Darüber hinaus wirke das Arbeiten in Projekten ebenso motivierend wie die Selbstorganisation des Lernens: Einerseits werden die Lerngegenstände in größere Kontexte eingeordnet, andererseits beeinflussen aber auch die Schüler:innen selbst den Entstehungsprozess ihrer Ergebnisse räumlich und zeitlich und übernehmen so Verantwortung für ihr schulisches Handeln.

Begeistert über die Ergebnisse, die am Akademieabend präsentiert wurden, zeigten sich die Eltern: „Ich finde es super, dass die Schule das ermöglicht. Das ist genau das, was mein Sohn braucht.“ Die Schüler:innen hoben insbesondere die Eigenständigkeit des Arbeitens hervor: „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, wenn ich in der Zeit zum Arbeiten, mein eigenes Buch schreiben konnte! Immer wieder fielen mir neue Ideen ein, die ich unbegrenzt aufschreiben konnte, und das war eine schöne Abwechslung zum Unterricht. Das Projekt an sich fordert genau richtig und man musste seine Arbeitszeiten am besten immer gut organisieren und darauf achten, dass es nie zu viel wird.“ Eine weitere Teilnehmerin fasst ihre Erfahrungen wie folgt zusammen: „Während des Level-Up-Projekts konnte ich selbstständig und in meinem eigenen Tempo an meinem Projekt arbeiten. Die Atmosphäre in der Lernlandschaft hat mir dabei sehr geholfen, mich zu konzentrieren und in Ruhe zu arbeiten. Die Lehrkräfte waren freundlich und unterstützend, was die Arbeit zusätzlich erleichtert hat. Dadurch konnte ich mein Projekt Schritt für Schritt weiterentwickeln. Insgesamt war das es für mich eine sehr positive Erfahrung.“

Alle Beteiligten sind sich einig: Es soll im kommenden Jahr definitiv eine Wiederholung geben.

25 Jahre KidS-Projekt

Schüler:innen der Angelaschule erleben Kommunalpolitik in Osnabrück hautnah

In diesem Jahr feiert das KidS-Projekt sein 25-jähriges Jubiläum – und die Angelaschule ist mit dabei: Sieben engagierte Schüler:innen aus Jahrgang neun erhalten in den kommenden sechs Wochen die Gelegenheit, Kommunalpolitik nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern sie direkt vor Ort mitzuerleben.

Im Zentrum des Projekts steht ein intensiver Einblick in die politischen Abläufe der Stadt Osnabrück. Die Teilnehmenden besuchen Ratssitzungen, nehmen an Fraktionssitzungen teil und sind auch bei vorbereitenden Terminen dabei. So erleben sie hautnah, wie politische Entscheidungen entstehen – von der ersten Idee bis hin zur finalen Abstimmung, wie Oberbürgermeisterin Katharina Pötter in ihrer einführenden Rede hervorhob. Die Schüler:innen lernen die vielfältigen Facetten der Kommunalpolitik kennen und gewinnen ein tieferes Verständnis dafür, wie politische Entscheidungen das Leben vor Ort prägen.

Die Angelaschule freut sich sehr, Teil dieses langjährigen Projekts zu sein und ihren Schüler:innen diese besondere Erfahrung zu ermöglichen.

Kommunalpolitik hautnah: Schüler:innen der Angelaschule zu Gast im Gemeinderat Wallenhorst

In diesem Jahr feiert das Osnabrücker Kids-Projekt „Kommunalpolitik in den Schulen“ sein 25-jähriges Bestehen. Wir als Angelaschule freuen uns sehr, dass es Schüler:innen der 9. Klasse in diesem Jahr möglich war, auch den Mitgliedern des Wallenhorster Gemeinderates über die Schulter zu schauen.

Im Rahmen des Projekts erhielten unsere Schüler:innen einen lebendigen und praxisnahen Einblick in die kommunalpolitische Arbeit vor Ort. Über mehrere Wochen hinweg begleiteten sie verschiedene politische Gremien und konnten so die Entstehung von Entscheidungen Schritt für Schritt nachvollziehen.

So nahmen die Schüler:innen unter anderem an Fraktionssitzungen teil, in denen die Themen für die anstehenden Ausschüsse vorbereitet wurden. Darüber hinaus erhielten sie Einblicke in die Arbeit verschiedener Fachausschüsse, etwa des Ausschusses für Bauen, Planen, Straßen und Verkehr sowie des Ausschusses für Feuerwehr und Ordnung.

Den Abschluss bildete die Teilnahme an einer Ratssitzung, in der die zuvor beratenen Themen zusammengeführt und abschließend entschieden wurden. Hier konnten die Schüler:innen besonders anschaulich erleben, wie die einzelnen Schritte – von der Vorbereitung über die Ausschussarbeit bis hin zur finalen Abstimmung – ineinandergreifen.

Die Schülerinnen Marie und Katharina aus der 9. Klasse schildern ihre Eindrücke so: „Besonders gefallen hat uns, dass wir Politik einmal ganz nah und ‚hinter den Kulissen‘ erleben konnten. Beeindruckt hat uns vor allem, wie viel diskutiert, abgewogen und gemeinsam nach Lösungen gesucht wird, bevor Entscheidungen getroffen werden. Außerdem haben wir mitgenommen, dass Kommunalpolitik sehr vielfältig ist und jede Meinung eine wichtige Rolle spielt.“

Als Angelaschule danken wir allen Beteiligten des Projekts in der Wallenhorster Verwaltung sowie den Mitgliedern des Gemeinderates für ihre Offenheit und die Möglichkeit, unseren Schüler:innen einen so authentischen Einblick in die kommunalpolitische Arbeit ermöglicht zu haben.

“Look like th’ innocent flower, but be the serpent under’t“ (Macbeth by William Shakespeare ACT 1, scene v)

Exploring Shakespeare with Prof. Kullmann (FB7, Anglistik, Universität Osnabrück)

On Monday, March 16th, 2026, Prof. Thomas Kullmann, a well-known Shakespeare expert from Osnabrück University, visited our Q1 advanced English course (with Ms Zaksek and Mrs Conrad). Since our topic this term was Macbeth, we analysed a prepared excerpt together, focusing on language and stylistic devices. Prof. Kullmann explained clearly, shared insights from his academic research, and offered glimpses into Shakespeare’s life. We asked our prepared questions, and his detailed answers were eye-opening. He also introduced his recently published novel Am Not I Your Katherine, based on a real-life person connected to Shakespeare and presenting his own interpretation. The engaging session deepened our understanding of Shakespeare’s works and showed that careful rereading always reveals new perspectives. We hope to see him again in the future.

Ehemaliger Bundestagsabgeordneter zu Gast im Politik-Wirtschaftunterricht

Der Politik-Wirtschaft-Leistungskurs des Jahrgangs 12 der Angelaschule Osnabrück begrüßte kürzlich den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Matthias Seestern-Pauly.

Er war von 2017 bis 2025 für die Freie Demokratische Partei Mitglied des Deutschen Bundestages und berichtete den Schüler:innen über seine Erfahrungen und Aufgaben in der Bundespolitik. Zu Beginn gab er einen Einblick in den Arbeitsalltag eines Bundestagsabgeordneten.

Im anschließenden Gespräch diskutierten die Schüler:innen mit ihm über verschiedene aktuelle politische Themen. Dazu gehörte unter anderem die mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht und verschiedene Modelle ihrer Ausgestaltung. Ferner ging es um die aktuelle wirtschaftliche Lage Deutschlands sowie mögliche politische Maßnahmen zur Stärkung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. In diesem Zusammenhang wurde auch über die Haushaltspolitik, staatliche Ausgaben und mögliche Einsparpotenziale gesprochen.

Großes Interesse zeigten die Schüler:innen zudem an parteipolitischen Fragen. Matthias Seestern-Pauly erläuterte seine Einschätzung zu den Herausforderungen der FDP auf Bundesebene sowie zum Ausscheiden der Liberalen aus dem baden-württembergischen Landtag.

Auch europapolitische Fragen wurden aufgegriffen. So diskutierten die Teilnehmenden über die Idee einer europäischen Armee und welche Chancen und Herausforderungen mit einer stärkeren sicherheitspolitischen Zusammenarbeit in Europa verbunden wären.

Wir bedanken uns herzlich für den offenen und authentischen Austausch.

Argumentieren gegen Stammtischparolen

Stammtischparolen begegnen uns oft unerwartet und überrumpeln uns in Situationen, in den wir nicht mit ihnen rechnen. Oft ist man perplex und erst hinterher fallen einem gute Reaktionsmöglichkeiten ein.

An der Angelaschule fand in den vergangenen vier Wochen ein Argumentationstraining gegen Stammtischparolen in den 10. Klassen statt. Referent war Alexander Oldiges von den Freiwilligen Sozialen Diensten im Bistum Münster.

An vier aufeinanderfolgenden Freitagen arbeitete er jeweils vier Stunden intensiv mit einer der Klassen. Ziel des Trainings war es, die Schüler:innen darin zu stärken, diskriminierenden oder vereinfachenden Parolen im Alltag sachlich und selbstbewusst zu begegnen. In abwechslungsreichen Übungen und Gesprächen wurde gemeinsam erarbeitet, wie Argumente aufgebaut werden und wie man in schwierigen Gesprächssituationen ruhig und respektvoll bleiben kann. Besonders wertvoll war dabei der offene Austausch über eigene Erfahrungen und Meinungen.

Die Schüler:innen nahmen das Angebot sehr positiv auf und beteiligten sich engagiert an den Diskussionen. Dies lag nicht zuletzt an der offenen, sympathischen und motivierenden Art von Herrn Oldiges, der schnell einen guten Zugang zu den Klassen fand.

Finanziert wurde die Veranstaltung von der Volksbank-Stiftung „respekt plus“ für mehr Miteinander.

Ein besonderer Tag an einem besonderen Ort

Rhetoriktraining für die TMS

Am Freitag, den 27.02.26, trafen sich die Schüler:innen des E+-Kurses Deutsch (Jahrgang 9) der Thomas-Morus-Schule in den Räumlichkeiten der Angelaschule, um unter der Leitung von Frau Blaschke und Herrn Koltermann, unterstützt von Praktikantin Frieda Wenk ein umfassendes Rhetoriktraining zu absolvieren.

Angefangen mit einem spontanen ersten Redeauftritt, der für eine große Zahl der Neuntklässler:innen noch mit viel Aufregung verbunden war, wurden im Anschluss viele Aspekte thematisiert und durch zahlreiche praktische Beispiele geübt, die wichtig sind, um überzeugend vor anderen sprechen zu können. Dabei spielten die deutliche Aussprache und die Wirkung der Körpersprache und des Blickkontaktes eine ebenso wichtige Rolle wie der Umgang mit Lampenfieber und die Wahl der richtigen Kleidung für Präsentations- und Prüfungssituationen. Die Übungen fangen zum Teil mit dem gesamten Kurs, teilweise aber auch in kleine Gruppen statt, um für alle Teilnehmenden eine entspannte, sichere Atmosphäre zu bieten, die für alle einen sehr schnellen Lernerfolg ermöglichte und nicht zuletzt für sehr viel Spaß sorgte.

Insgesamt eine gelungene Veranstaltung mit hochkonzentrierten, motivierten Schüler:innen, die sich einig waren, dass hier ein wichtiges Thema angesprochen wurde – sowohl für die Schule als auch für die berufliche Zukunft. Rhetorische Fähigkeiten helfen nicht nur, Inhalte und Gedanken klar und überzeugend auszudrücken, sondern auch Selbstvertrauen zu entwickeln, Verantwortung in Diskussionen zu übernehmen und sich aktiv und respektvoll mit Worten in verschiedenen Situationen einzubringen.