Deep-Sky-Fotografie mit dem DWARF 3: Der Rosettennebel im Fokus

Der Rosettennebel, eine gewaltige Gaswolke im Sternbild Einhorn, rund 5.000 Lichtjahre von der Erde entfernt, ist ein bekanntes Motiv der Astrofotografie.

Aufgenommen wurde das Bild mit dem DWARF 3, einem modernen Smart-Teleskop, das im Seminarfach Astronomie eingesetzt wird. Trotz seiner handlichen Größe von rund 1,3 kg liefert es erstaunliche Ergebnisse:

Der DWARF richtet sich automatisch auf gewählte Himmelsobjekte aus, verfolgt deren Bewegung und stapelt Hunderte von Einzelaufnahmen übereinander. Durch dieses Verfahren wird das Rauschen reduziert und feine Details werden sichtbar gemacht.

Die Rohdaten des DWARF wurden nun in die freie Software Siril importiert und dort mit einem speziellen Skript zu einer Pseudo-Hubble-Palette verarbeitet. Dabei werden die beiden Lichtsignale des Nebels, das rötliche Wasserstoffleuchten und das bläuliche Sauerstoffleuchten, getrennt und den richtigen Farbkanälen zugewiesen. Durch diese Bearbeitung kann man  noch mehr Details erkennen:  Der innere Nebel hebt sich bläulich vom äußeren ab, die Dunkelwolken wirken kontrastreicher, und die Struktur des Rosettennebels wird in einer Tiefe sichtbar, die ohne solche Bildverarbeitung nicht erreichbar gewesen wäre.

Dieses Bild ist ein Ergebnis des Seminarfachs Astronomie bei Herrn Geisler.

Sonnenbeobachtung an der Angelaschule

Am 8. und am 15. Februar beobachtete die 12a (Seminarfach Astronomie) wieder einmal die Sonne. Dabei gelang es den Schüler*innen bei bestem, wolkenlosem Wetter tolle Aufnahmen von den Erscheinungen der aktiven Sonne zu machen.

Mit der Handykamera konnten wir atemberaubende Bilder von Protuberanzen an der Sonnenoberfläche
aufnehmen. Man erhält diese Bilder der roten Sonnen mit einem Coronado PST. Bei Protuberanzen handelt es sich um Materienströme auf der Sonne, die von der Erde aus als zungenartige Strukturen auf der Oberfläche sichtbar werden. Auf unserer Aufnahme strömen sie wie Fontänen von der Sonne weg. Auch die Sonnenflecken, die bekanntesten Erscheinungen der aktiven Sonne, konnten wir beobachten.
Mit einer Digitalkamera, die am Teleskop befestigt war, konnten wir Weißlichtaufnahmen machen, auf denen dunkle Flecken auf der hellen Sonnenoberfläche zu sehen sind.