



Der Politik-Wirtschaft-Leistungskurs des 12. Jahrgangs besuchte die GMH-Gruppe in Georgsmarienhütte und erhielt spannende Einblicke in die moderne Stahlproduktion sowie die Herausforderungen einer nachhaltigen Industrie.
Zu Beginn wurden die Produkte und die Kreislaufwirtschaft der GMH-Gruppe vorgestellt. Darüber hinaus lernten die Schüler die klassischen Wege der Stahlherstellung kennen und erfuhren, welche Maßnahmen das Unternehmen zur Reduktion von CO₂-Emissionen ergreift. Besonders interessant war dabei der Transformationspfad der GMH-Gruppe hin zu einer klimafreundlicheren Produktion sowie die Bedeutung der Stromkosten für die Wettbewerbsfähigkeit der Stahlindustrie. So erfuhren die Schüler:innen beispielsweise, dass der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch von Stahl bei rund 400 Kilogramm pro Jahr liegt – im Vergleich zu etwa 65 Kilogramm Kartoffeln.
Bei einer Besichtigung der Produktion konnten die Teilnehmenden den Weg des Stahls vom Elektrolichtbogenofen bis zum fertigen Stab verfolgen. Die Exkursion knüpfte unmittelbar an die Unterrichtseinheit zu umweltpolitischen Instrumenten und deren Bewertung an und bot zahlreiche Möglichkeiten, Fragen an den Unternehmensvertreter vor Ort zu stellen.
Der Besuch ermöglichte es, wirtschaftliche, ökologische und politische Aspekte der industriellen Transformation praxisnah kennenzulernen. Carolin zieht ein positives Fazit: „Der Besuch im Stahlwerk war eine sehr bereichernde Exkursion, die mir einen guten Rundumblick über das Stahlwerk ermöglicht hat. Besonders fasziniert hat mich der Blick hinter die Kulissen der Produktion, der gezeigt hat, welchen langen Weg der Stahl bis zum fertigen Produkt durchläuft. Sehr interessant fand ich außerdem, wie sehr das Unternehmen auf umweltfreundliche Produktionsverfahren achtet. Diese Zusammenhänge wurden von unserem Führer anschaulich und verständlich erläutert.“