Wir danken, wir erinnern, wir feiern

Festakt zur Verabschiedung unserer Ursulinenschwestern

Nach insgesamt 123 Jahren geht eine bedeutende Epoche zu Ende: Das Ursulinenkloster in Haste wird aufgelöst. Am 27. Januar, dem Patronatsfest der heiligen Angela, wurden die drei zuletzt im Konvent lebenden Schwestern – Schwester Uta, Schwester Ulrike und Schwester Ignatia – in einem feierlichen Gottesdienst in der Klosterkirche St. Angela sowie bei einem anschließenden Festakt in der Aula der Angelaschule verabschiedet.

Der Gottesdienst in der Klosterkirche bildete einen würdevollen und bewegenden Auftakt des Abschiedstages. Bischof em. Franz-Josef Bode zelebrierte die Messe gemeinsam mit Generalvikar em. Domkapitular Theo Paul sowie Bischof Jean Pierre aus dem Kongo. In einem Grußwort dankte der amtierende Bischof Dominikus Meier OSB, überbracht durch den amtierenden Generalvikar Ulrich Beckwermert, den Schwestern ausdrücklich für ihren jahrzehntelangen Einsatz. Er betonte, wie sehr sie in vielfältiger Weise das Gesicht der Angelaschule geprägt hätten – mit ihrem Wirken ende eine wichtige und prägende Epoche.

Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Projektchor der Angelaschule gestaltet. Schüler:innen, Eltern und Kolleg:innen verliehen der Feier gemeinsam mit großer musikalischer Vielfalt und spürbarer Verbundenheit einen festlichen Rahmen. Die Leitung lag bei Frau Sommer und Herrn Bodde. Ein herzlicher Dank gilt allen Kolleg:innen und Schüler:innen, die auf ganz unterschiedliche Weise zum Gelingen dieses besonderen Gottesdienstes beigetragen haben.

Nach der Messe folgte ein Empfang in der Aula der Angelaschule, wo die Feierlichkeiten fortgesetzt wurden. Die Big Band der Angelaschule unter der Leitung von Ekkehard Sauer eröffnete den Festakt mit dem Stück „Just in Time“ von Jule Styne. Unser Schulleiter Dr. Tobias Stich begrüßte die Anwesenden und würdigte die langjährige, segensreiche Arbeit der Ursulinenschwestern.

In einer sehr persönlichen Ansprache ließ Domkapitular Theo Paul, Rektor der Klosterkirche St. Angela, seine eigenen Erfahrungen einfließen und hob die besondere Bedeutung der Schwestern für Schule und Kirche hervor. Eindrücklich veranschaulicht wurde die Geschichte des Konvents St. Angela und der Angelaschule durch eine Bildpräsentation unserer ehemaligen Kollegin Susanne Reinartz. Ehemalige Angelaschüler:innen – Frau Kassenbrock, Frau Riehemann und Herr Butke – teilten anschließend ihre Erinnerungen und machten damit die tiefe Verbundenheit vieler Generationen mit den Ursulinenschwestern spürbar.

In ihrer Ansprache würdigte Sr. Angela Maria Antoni, Präsidentin der Föderation der deutschsprachigen Ursulinen, die wertvolle Arbeit und den unermüdlichen Einsatz der Schwestern. Den musikalischen Schlusspunkt setzte die Big Band mit „La Fiesta“ von Chick Corea.

Der gesamte Tag – Gottesdienst und Festakt – war ein würdiger Abschied, mal heiter, mal bewegend, und zugleich ein herzlicher Dank an Schwester Uta, Schwester Ignatia und Schwester Ulrike für ihre jahrzehntelange Hingabe an die Schulgemeinschaft und darüber hinaus. Er zeigte eindrucksvoll, wie tief die Wurzeln der Ursulinen in der Angelaschule verankert sind und dass diese Tradition auch in Zukunft weitergetragen wird.

Die Wege der Schwestern trennen sich nun: Schwester Uta kehrt in das Kloster der Franziskanerinnen nach Thuine zurück, Schwester Ignatia und Schwester Ulrike ziehen in das Seniorenzentrum St. Franziskus in der Dodesheide. Wir wünschen den Schwestern für den neuen Lebensabschnitt alles erdenklich Gute und Gottes reichen Segen.

Viele weitere Eindrücke von diesem besonderen Tag finden sich in unserer Galerie.

Gottesdienst, Schulführung, Stuhlkreis und Diskussion

Ein Vormittag mit unserem Bischof Dominicus

Am 5. Juni hatten wir einen ganz besonderen Gast an unserer Schule: Bischof Dominicus.

Der Tag begann mit einem festlichen Pfingstgottesdienst, der von Frau Kassenbrock, Frau Riehemann, Herrn Butke und verschiedenen Schülergruppen vorbereitet und geleitet sowie vom Blasorchester, der Big Band und den Bläserklassen musikalisch bereichert wurde. In einer ansprechenden Atmosphäre auf dem Campus feierten wir gemeinsam das Kommen des Heiligen Geistes: auf selbst gestalteten Feuerzungen hatte dafür jede Klasse den Geist von Angela in Worte gefasst. Der Bischof hielt ein inspirierendes Schlusswort, das uns ermutigte, unsere Gemeinschaft zu stärken und die Werte unseres Glaubens im Alltag zu leben.

Nach dem Gottesdienst führten Anne, Adrian, Merle und Viktor aus der Schülervertretung den Bischof durch unsere Schule. Sie präsentierten ihm stolz unseren Schulpark mit Bienenstöcken und Sternwarte und erklärten die verschiedenen Bereiche des Schulgeländes sowie einige Räume im Gebäude. Der Bischof zeigte sich dabei interessiert und erzählte auch aus seiner eigenen Schulzeit.

Besonders fieberte die Klasse 5c dem Besuch des Bischofs entgegen. In einer lockeren Atmosphäre hatten die Schüler:innen die Gelegenheit, den Bischof mit einem Spiel näher kennenzulernen und ihm Fragen zu stellen. Die Kinder waren begeistert, direkt mit dem Bischof ins Gespräch zu kommen und mehr über seinen Alltag und seine Aufgaben zu erfahren.

Im Anschluss an die Aktivitäten mit der 5c traf der Bischof Schüler:innen aus den Prüfungskursen Religion der 12. Jahrgangsstufe. Die Schüler hatten die Möglichkeit, verschiedene Fragen und Probleme zu diskutieren, die sie in ihrem Unterricht behandelt hatten. Themen wie Glaube, Ethik und die Herausforderungen der Kirche wurden erörtert. Der Bischof beantwortete die Fragen der Schüler:innen mit viel Geduld.

Insgesamt war der Besuch des Bischofs an unserer Schule ein bereicherndes Erlebnis für alle Beteiligten. Wir danken ihm für seine Zeit und die inspirierenden Gespräche, die uns ermutigen, unseren Glauben aktiv zu leben.

Viele Impressionen von diesem Besuch finden sich in unserer Bildergalerie.