Archiv des Autors: Larissa Kuhnert

Licht in dunkler Zeit – Erinnern, Würdigen und Loslassen am 27. Januar

27. Januar – Der Tag der Heiligen Angela

27. Januar – Der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

27. Januar 2026 – Der Tag des Abschieds von ‚unseren Angelaschwestern‘

Ein dunkler Morgen in einem voll besetzten Dom. Wir tragen eine Kerze in unsere Mitte, das Licht, das Gott in uns entzünden soll – so singen wir gemeinsam. In der Begrüßung kommt sie vor – die ganz eigene Dreifaltigkeit dieses Gedenk- und Abschiedstages. Alles ist wichtig, jedes für sich verdient Aufmerksamkeit und Würdigung. Die heilige Angela, die bemerkenswert eigene Wege gegangen ist, um sich um die Bildung und Erziehung ihrer Schützlinge zu kümmern. Die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, in dem viele Grauen der Shoah sichtbar wurden. Der Abschied von ‚unseren Angelaschwestern‘, die unsere Schule geprägt und geleitet haben.

Von den Klängen des symphonischen Blasorchesters getragen, von Maik Stenzel, Kimm Herlyn, Lehrer:innen und Schüler:innen gestaltet, haben wir von diesen dreien, vor allem aber über den 27. Januar 2026, von einem Abschied in Dankbarkeit, gehört, gesungen und gebetet.

Mit diesem stimmungsvollen Start in den Gedenktag sind wir zurück in die Angelaschule gegangen und gefahren – zu einem letzten Tag mit den Schwestern persönlich in unserer Mitte. Aber auch danach wollen wir sie in unseren Gedanken und Gebeten in der Mitte der Schulgemeinschaft wissen.

Weitere Fotos finden sich in unserer Galerie.

Sternwanderung zum Schuljahresende

You’ll never walk alone! 


Ein schönes Motto für unsere Sternwanderung zum Abschluss dieses ungewöhnlichen Schuljahres und als Einstimmung auf die Ferien. Nach gut drei Stunden Wandern mit Pausen, Spielen und Impulstexten, haben wir uns in zwei großen Gruppen zu Gottesdiensten auf dem Campus der Angelaschule versammelt. Mit Liedern, die uns diesmal von der Bühne aus zugesungen wurden, mit Gebeten und Texten, haben wir den Tag Revue passieren lassen und können mit Gottes Segen in die Ferien starten! Denn auch wenn die Liedzeile einen anderen Entstehungsgrund hat und heute eher in Arenen gesungen wird, so trifft sie zielsicher Gottes Zusage an alle Menschen: in Freude und Leid, auch wenn wir manchmal daran zweifeln, so hält Gott seine Hand über uns und umgibt uns, wohin wir auch gehen.

Wir wünschen allen Schüler*innen, Kolleg*innen und Familien eine schöne und erholsame Ferienzeit, vielleicht mit dem ein oder anderen (Strand-)Spaziergang, bei dem in Gedanken die Zeile erklingt:
You’ll never walk alone!

Weitere Impressionen zur Sternwanderung sind in der Bildergalerie zu sehen.

Pfingsten 2021 – Ein Feuer entbrennt in unserer Gemeinschaft

In diesem Jahr ist vieles anders – auch Pfingsten können wir nicht so feiern wie gewohnt – mit einem großen Gottesdienst draußen auf dem Campus.

Deshalb sind viele Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen dem Aufruf gefolgt, eine Pfingstflamme zu malen, um ein Zeichen zu setzen für die große Schulgemeinschaft der Angelaschule. 600 Flammen sind gestaltet und eingesendet worden. Damit hat niemand gerechnet. Das hätte keiner gedacht. Aber gerade nach einer langen Zeit im Distanzlernen und im Home-schooling sprühen nun die Funken für ein neues Feuer, eine neue Gemeinschaft.

Die Flammen strahlen Begeisterung aus: für ein neues Miteinander, für eine Hoffnung nach dem Verschwinden der Gemeinschaft. Wir treffen uns jetzt wieder und sind glücklich über den Kontakt zu Mitmenschen. Wir sind froh, dass wir uns wieder ohne technische Zwischenstationen und ohne das Internet verständigen können, dass Fragen wieder direkt beantwortet werden können und dass man unser Lächeln in den Augen sehen kann. Es sind diese Bemühungen: Den anderen trotz Maske anlächeln, damit er versteht, dass wir es gut mit ihm meinen. Auch auf diese Weise können wir die vielen, vielen Flammen und Feuer anschauen, die wir als große Schulgemeinschaft der Angelaschule gemalt haben. Über 600 Pfingstflammen schauen wir an als Zeichen, dass wir verstanden werden. Und unsere Freundlichkeit in Wort und Tat hat auch bei anderen das Feuer entfacht: z.B. in der Dankbarkeit für die Spenden an „Die Tafel“ oder die Freude über Briefe an Einsame. Das ist Pfingsten – die Menschen verstehen einander.