Mal kurz reingeschaut und direkt was gelernt …

Geplant: Ein kurzer Blick, wie es so läuft. Bekommen: Ein spannendes Gespräch über Brand Building mit interessanten Erkenntnissen, wie beispielsweise, dass Marken als solche so präsent sind, dass locker über drei Runden jeder der Teilnehmenden eine beliebige Marke benennen konnte, von Lebensmitteln über Auto- und Computermarken bis hin zu Fashion vom Feinsten.

Oder auch: Eine Studie zeigte, dass 94% der Menschen die Marke CocaCola kennen … und warum sie trotzdem noch Werbung machen und dass Marken der wertvollste immaterielle Besitz einer Firma sind.

Und zudem: Zehn Unternehmen besitzen alle großen Weltmarken. Ob Cornflakes, Kakaopulver oder Orangenlimonade – diesen Markenriesen zu entgehen, ist schwer. (Quelle der Infografik: https://www.absatzwirtschaft.de/diese-zehn-unternehmen-besitzen-alle-grossen-weltmarken-212856/)

Darüber hinaus: Warum Corporate Identity wichtig ist und wie man sie herstellt.

Es bleibt spannend, wie die „Jungunternehmer:innen“ dieser Woche das Gelernte für ihre Arbeit nutzbar machen werden.

Warum MIG? – Aus Lehrersicht

Herr Koltermann:

„Ich habe mich für die Umsetzung des Management Information Game an der Angelaschule eingesetzt, weil ich den Schülerinnen und Schülern einen praxisnahen Einblick in wirtschaftliche Prozesse und unternehmerisches Denken ermöglichen möchte, was im alltäglichen Unterricht in Teilen zu kurz kommt. Das Projekt bietet interessierten Schülern die Gelegenheit, Einblick in diesen Bereich zu erhalten und ermöglicht es auf besondere Weise, theoretisches Wissen mit realitätsnahen Entscheidungen und Teamarbeit zu verbinden. Ferner stärkt es wichtige Kompetenzen wie Kommunikation, Problemlösung und verantwortungsbewusstes Handeln. Mir ist es ein besonderes Anliegen, Schule und Wirtschaft stärker miteinander zu verknüpfen und den Jugendlichen neue Perspektiven für ihre Zukunft zu eröffnen.“

Warum MIG? – Aus Unternehmersicht

Mirko Kohlbrecher, Prokurist und Vermögensbetreuer bei der Spiekermann & Co AG

„Ich übe meinen Beruf als Vermögensverwalter seit über 30 Jahren mit großer Leidenschaft aus und gebe meine Erfahrungen aus meiner täglichen Praxis gerne an andere weiter. Während die Schule das wichtige theoretische Fundament vermittelt, bildet das Wissen über die Börse und den Umgang mit Kapital eine entscheidende Ergänzung für die persönliche und finanzielle Zukunft. Mit meinem Vortrag möchte ich praxisnah aufzeigen, worauf es für den langfristigen Erfolg an den Kapitalmärkten wirklich ankommt.“

Simone Jahnke, Teamleitung Marketing und Kommunikation, Prowind GmbH

„Als regional verwurzeltes Unternehmen ist es uns wichtig, junge Menschen bei ihrer beruflichen Orientierung zu unterstützen. Das Management Information Game vermittelt wirtschaftliche Zusammenhänge praxisnah und fördert wichtige Kompetenzen wie Teamarbeit, Verantwortungsbewusstsein und unternehmerisches Denken. Die Energiewende braucht engagierte und gut ausgebildete Fachkräfte – deshalb freuen wir uns, Schülerinnen und Schülern durch unsere Unterstützung die Möglichkeit zu geben, wertvolle Erfahrungen für ihren weiteren Berufs- und Lebensweg zu sammeln.“

Alischa Westemeyer, Manager Corporate Communication, Felix Schoeller & Co. KG

„Als regional verwurzeltes Familienunternehmen investiert Felix Schoeller bewusst in die Nachwuchsförderung der Angelaschule Osnabrück, um die Brücke zwischen Bildung und Wirtschaft für junge Menschen zu stärken. Das praxisnahe Planspiel bietet Schülerinnen und Schüler eine sehr gute Möglichkeit, sich früh mit ökonomischen Themen und dem unternehmerischen Denken zu befassen und vermittelt Kompetenzen, die für Ausbildung, Studium und Beruf entscheidend sind. Wir freuen uns, hierbei unterstützen zu dürfen und hoffen, viele junge Menschen für die Wirtschaft begeistern zu können.“

Warum MIG? – Aus Schülersicht

„Mich interessiert besonders, wie Unternehmen planen, Entscheidungen treffen und auf Herausforderungen reagieren. Deshalb freue ich mich darauf, im Management Information Game wirtschaftliche Zusammenhänge praktisch zu erleben und neue Perspektiven und Herausforderungen auf Unternehmensführung kennenzulernen.“

Phillipp, Klasse 11b:

„Ich habe mich dazu entschieden, weil ich generell Interesse an solchen Dingen habe. Außerdem denke ich, dass so eine Erfahrung etwas für den weiteren Verlauf des Lebens bringen kann, indem man nützliche Skills dazulernt. Und natürlich auch, weil Freunde mich gefragt haben, wie bereits erwähnt, ich nichts dagegen habe, und gerne mit ihnen ein Produkt erarbeiten möchte.“

Mats, Klasse 11b

„Ich habe mich für das Management Information Game angemeldet, da ich mich persönlich sehr für unternehmerisches Denken und generell für das Entwickeln eines Produktes interessiere. Außerdem freue ich mich darauf, eine spaßvolle und informative Woche zusammen mit meinen Freunden zu erleben.“

Management Information Game – Nice to know …

Welche Idee, welches Ziel steht hinter dem MIG?

Beim MIG handelt es sich um ein Wirtschaftsplanspiel für Schülerinnen und Schüler. Klingt trocken? Ist es aber nicht. Die Schülerinnen und Schüler schlüpfen in die Rolle von Führungskräften mittelständischer Betriebe und entwickeln unter Begleitung von Referentinnen und Referenten aus regionalen Unternehmen ein Produkt und eine Marketingstrategie. Sie „kaufen“ im Rahmen einer Computersimulation Material ein, treffen Investitions- und Personalentscheidungen und kalkulieren Preise, um ihre selbst gesteckten Unternehmensziele zu erreichen. Parallel dazu erhalten sie als Grundlage für ihre Arbeit Informationen und grundlegende betriebs- und volkswirtschaftliche Themen.

Wer nimmt am MIG teil?

Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs treten in Gruppen mit ihren unternehmerischen Ideen gegeneinander an.

Wie läuft das MIG ab?

Drei Gruppen, die miteinander konkurrierende Unternehmen darstellen, erhalten die Aufgabe, jeweils eine unternehmensspezifische Zielsetzung zu formulieren und in entsprechende Planungen und Entscheidungen umzusetzen. Die Entscheidungen werden im Anschluss an jede Spielrunde durch eine Computersimulation ausgewertet. Im Anschluss daran erhalten die Spielerinnen und Spieler entweder eine Bestätigung der von ihnen verfolgten Strategie oder haben Anlass, in der nächsten Spielrunde zu überdenken und zu korrigieren. Am Donnerstag werden die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert.

Wer unterstützt das MIG?

Das Planspiel selbst wird angeboten über das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gGmbH – ein Bildungsunternehmen, dass zukunftsorientierte Lernlösungen im wirtschaftlichen Bereich für niedersächsische Schülerinnen und Schüler anbietet. Gastgeberin Präsentationsabend am Donnerstag ist die Vereinigte Volksbank eG Bramgau Osnabrück Wittlage; verschiedene Osnabrücker Unternehmen unterstützen durch finanzielles Sponsoring.

Gottesdienst der Stiftungsschulen

In der Heilig-Kreuz-Kirche in Würzburg wurde heute gemeinsam mit den Gruppen der BBS im Marienheim Osnabrück und der Johannisschule Bremen ein Gottesdienst mit Bischof Dominicus gefeiert, wobei besonders erwähnt werden sollte, dass Simon, Simon, Vincent und Johannes ihre Aufgabe als Messdiener dabei ganz hervorragend erfüllt haben. 😉 Profis unter sich …

Bischof Dominicus betonte, dass es nun statt der zunächst geplanten großen Gruppe zwar eine kleine, aber feine sei, die sich in der Kirche versammelt habe, um nach dem Trubel der vergangenen Tage ein wenig zur Ruhe zu finden.

Das Banner zeigt die Handabdrücke einiger Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Musik, Musik …

Großes abendliches Konzert auf dem Residenzplatz, erst „Alte Bekannte“, dann „Knallblech“ – von lyrisch bis laut, gute Stimmung und laute Beats auf einem vollen Residenzplatz.

Leise Töne aber zum Abschluss mit dem Lied „Engel“:

„Ein Engel, der dir freundlich zuwinkt, mit dir Kaffee trinkt, dich zu deinem Glück zwingt, und der manchmal mit dir Klartext spricht. Du sagst, diesen Engel gibt es nicht. Doch dieser Engel ist da, um dich zu schützen und zu halten. Dieser Engel ist da, jeden Tag, in verschiedenen Gestalten. Er lässt dich nie im Regen stehen. Er lässt dich nie allein, doch er ist leicht zu übersehn, denn er kann überall sein. Du hast ihn heute schon gesehn. Ich glaub, du kennst ihn längst. Und wenn du nicht mehr so viel denkst, dann wirst du es irgendwann verstehen.“

Zukunft gestalten?!

Fragt man ChatGpt, wie man Zukunft gestaltet, erhält man als Antwort: „Zukunft gestaltet man, indem man zuerst ein klares Bild davon entwickelt, was man erreichen oder verändern möchte und dann konsequent Entscheidungen trifft, die diesem Ziel näherkommen. Gleichzeitig entsteht Zukunft nie allein durch Planung, sondern auch durch die Fähigkeit, auf neue Entwicklungen flexibel zu reagieren und aus Erfahrungen zu lernen.“ Spannender Ansatz, um zu hinterfragen: Welchen Beitrag bringe ich, bringen wir ein? Wieviel Aktivität oder Passivität können wir uns leisten in Anbetracht der Herausforderungen, die unsere Zeit bietet?

„Gemeinsam Zukunft gestalten“ war auch der thematische Rahmen, unter dem sich Bundeskanzler Friedrich Merz in einer Podiumsdiskussion den Fragen junger Menschen gestellt hat. Er zeigte sich dabei selbstkritisch und betonte, er müsse an seiner Kommunikation arbeiten. Mit ihm diskutierten Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz, und Lisa Quarch, TikTokerin und Geistliche Leiterin des BDKJ. Die Moderation übernahm Prof. Manuel Hartung.

Spotlights der Diskussion:

„Soziale Medien müssen als demokratischer Raum zurückgeholt werden.“ (Kirchhoff)

“Desinformation ist eine der größten Gefahren für unsere Demokratie.“ (Hartung)

„Je mehr Menschen gute Arbeit auf Social-Media-Kanälen machen, desto wehrhafter wird die Demokratie.“ (Quarch)

“Regulation ja, aber ein Verbot von Social Media ist undenkbar. Jedem sollte klar sein, dass das, was in der analogen Welt rechtswidrig war, in Social Media nicht einfach erlaubt ist.“ (Merz)

Das Motto …

… „Hab Mut, steht auf!“ hat einfach auch noch einmal eine ganz andere Dimension. 😉 Die Qualität der Veranstaltung versöhnt in jedem Fall, dennoch hört man durchaus: „Wir werden unsere Betten in der nächsten Woche so feiern.“

Nichtsdestotrotz sind wir natürlich heute extra motiviert von den Isomatten gesprungen, denn es ist „Tag der Special Guests“ – einen sehen wir bei einer Veranstaltung und einer wird unsere Gruppe ergänzen. Vermutlich ist er schon auf dem Weg zu uns …