Nachdenkliches und Inspirierendes …

Ein paar Glanzstücke aus verschiedenen Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen, unkommentiert als Denkanstöße wiedergegeben …

“Wir leben in einer Zeit, in der es immer leichter wird, Fake News zu generieren. Welche Verantwortung haben haben dann Kirche und Politik? Und was machen Desinformation und Vertrauensverlust mit der Demokratie?“ (Eric Mayer, ZDF-Moderator, u.a. „Pur+“)

“Die physikalische Realität gilt für alle. Wenn Fakten nicht mehr ernstgenommen werden, hat die Demokratie ein Problem.“ (Özden Terli, ZDF-Meteorologe)

“Dieses Bewusstsein muss gestärkt werden: Ich stehe ein mit meiner Person für das, was ich sage und schreibe, und zwar mit bestem Wissen und Gewissen.“ (Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz)

“Kinder sind nicht ganz anders als Erwachsene. Sie brauchen besonderen Schutz, sollten aber nicht auf pädagogischen Inseln leben.“ (Willi Weitzel, Fernsehmoderator, „Willi wills wissen“)

Sightseeing gehört auch dazu!

„Wir waren erst beim Theater auf dem Residenzplatz und dann in der Residenz und haben uns die historischen Prunkräume angesehen, zuletzt waren wir in der Hofkirche. Am besten gefallen haben uns das Spiegelzimmer, die Hofkirche und das Deckenfresco in der Residenz, weil diese am eindrucksvollsten waren. Es ist bemerkenswert, wie aufwändig und lange diese Kunst hergestellt wurde und was für ein Reichtum dahintersteckt.“ (von Simon, Simon, Vincent und Johannes)

Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt

Das Motto „Hab Mut, steht auf!“ bildete auch den Rahmen für den zentralen Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt, der auf dem Residenzplatz stattfand. Würzburgs Bischof Franz Jung zelebrierte ihn gemeinsam mit Vertretern der Partnerbistümer aus Tansania und Brasilien; rund 11.000 Gläubige waren vor Ort. Der Gottesdienst setzte einen besonderen Impuls im Rahmen des Kirchentages. Auf berührende Weise musikalisch gestaltet von der Jungen Domkantorei und Camerata Würzburg erzeugten meditative Impulse, die biblischen Texte und durchaus kritische Worte des Bischofs eine Einheit, die verkündete: Lassen wir uns von der Botschaft des Evangeliums berühren und mutig den Themen und Aufgaben unserer Zeit stellen. Das Wetter fügte der Veranstaltung noch eine ganz spezielle Dramaturgie hinzu: Während es zunächst in Strömen regnete, riss pünktlich zum Sanctus der Himmel auf und erfreute mit strahlendem Blau und Sonnenschein.

„Hab Mut, steh auf, …

… du bist gerufen. Die Welt braucht deine Arme, deine Hände und dein Herz. Hab Mut, steht auf, du bist gerufen!“ –

So heißt es in einem Lied, das auf der Eröffnung des Katholikentages gesungen wurde. Aber Mut, was heißt das? Wann bist du zuletzt etwas gewesen, das du als mutig bezeichnet hättest? Als du deine Grenzen überdacht und ein kleines Stück weitergegangen bist, als du dich sonst getraut hättest? Als du, wenn auch vielleicht zähneknirschend und zögerlich, deine Komfortzone verlassen hast? Als du um Hilfe gebeten hast, wo du allein nicht weitergekommen bist? Als du verstanden hast, dass Mut nicht immer Abwesenheit von Angst bedeutet und du es TROTZDEM versucht hast?

Und aufstehen, wofür? Für dich selbst, dein Leben und deine Ideen, wenn du merkst, dass es im alten Trott nicht weitergeht. Für andere, wenn du realisierst, dass sie deine Stimme brauchen. Für Klimaschutz, Menschenwürde und Demokratie – und wenn der Mut allein nicht reicht: Gemeinsam!

Wir wünschen euch einen gesegneten Himmelfahrtstag!

Kurz vor Abfahrt …

Fundstück bei Instagram, auf dem Account diokirche_krefeld:

Gott,

meckern über alles, was nicht gut läuft in unserem Leben, können wir zu genüge … Aber etwas ändern, das wollen wir meistens nicht. Sind zu bequem, mögen die gewohnten Sachen ja auch irgendwie, haben Angst vor Veränderung. Aber nur WIR selbst können unser Leben in die Hand nehmen und die Dinge ändern, die uns nicht gefallen. Es werden sich erst neue Türen öffnen, wenn WIR etwas investieren.

Gib du uns den Mut und die Kraft, neue Wege einzuschlagen und Veränderungen anzugehen, sodass wir zufrieden auf unser Leben schauen können.

Amen

Was könnte besser passen zum Motto des Katholikentags: „Hab Mut, steh auf!“

Nicht mehr lange …

Übermorgen geht es los … so langsam wird es kribbelig: Isomatten startklar? Schlafsäcke bereit? Tickets aufs Handy geladen? Was braucht man sonst noch, um gemeinsam mit vielen anderen in einer Schule zu übernachten?

Aber nicht nur die ganz „handfesten“ Vorbereitungen nehmen ihren Lauf – auch inhaltlich setzt man sich langsam mit der Veranstaltung auseinander: Welche Programmpunkte sollen es sein an den verschiedenen Tagen? Gottesdienst? Podiumsdiskussion? Mitmachwerkstatt? Sightseeing? Oder einfach treiben lassen im bunten Gewimmel von Menschen verschiedener Nationen und Konfessionen?

Die Motivation der Teilnehmenden jedenfalls ist hoch: Auf die Frage, warum er den Katholikentag besucht, antwortet Simon, Jahrgang 11: „Ich fahre zum Katholikentag, weil ich mich in der Kirche sehr verwurzelt fühle und weil ich gern mit Freunden eine schöne Zeit haben möchte, die sich ähnlich in der Kirche wohlfühlen. Ich freue mich auf die Stadt an sich und auf die Aktionen: Zudem finde ich es angenehm, einmal eine kurze Auszeit von der Schule zu haben und trotzdem etwas Sinnvolles zu machen.“

Dem ist wohl wenig hinzuzufügen …