Archiv des Autors: Maarika Meltsas

Willkommen und Abschied

Bläserklassenkonzerte im Sommer 2021

Die Vorfreude war riesengroß: Am 06. Juli 2021 fand nach einer langen Zeit des Lockdowns und musikalischer Einzelhaft endlich wieder ein Konzert der Bläserklassen in der gut belüfteten Aula der Angelaschule statt. Und um genau zu sein, waren es sogar drei Konzerte, denn jede Bläserklasse bekam ihr eigenes.

Den Anfang machte die Bläserklasse 5, die an diesem Abend ihre Premiere hatte. Nach nur neun Wochen gemeinsamer Probenarbeit – drei Wochen vor den Herbstferien und sechs Wochen ab dem Wiederbeginn des musikpraktischen Unterrichts Ende Mai – überzeugten die jüngsten Schülerinnen und Schüler das ausgewählte Publikum durch Spielfreude und ein hohes Maß an Konzentration.

Auch die Bläserklasse 6 unter der Leitung von Ekkehard Sauer zeigte, dass sie in den letzten Wochen intensiv gearbeitet hatte und präsentierte ein mitreißendes Programm aus Rock- und Popklassikern.

Das letzte Konzert des Abends war gleichzeitig auch das letzte Konzert der Bläserklasse 7. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge demonstrierten die Schülerinnen und Schüler ihr fortgeschrittenes musikalisches Können mit Arrangements von „Bohemian Rhapsody“ oder „Viva la Vida“.

Nach drei gemeinsamen Jahren verabschieden wir die Bläserklasse 7 und hoffen, dass viele Schülerinnen und Schüler ihren musikalischen Weg in einem weiterführenden Ensemble an der Angelaschule fortsetzen werden.

In der Galerie gibt es viele schöne Fotos.

Gelungene Premiere an der Angelaschule

„Mörder mögen’s messerscharf“

Sitzen im Schachbrettmuster – der Zuschauerraum der voll belüfteten Aula füllte sich gestern Abend schnell. Endlich ein Publikum für die spielfreudige Schauspieltruppe! „Können Sie mich sehen?“, fragt sich der wunderbar schwerelos gespielte Geist des ermordeten Barons (Marie Potthoff) und er meint damit nicht die wundersame Fügung, dass die Schauspieler nach so langer Zeit wirklich vor präsentem Publikum spielen können! Unsichtbar für die Mitspieler, erfährt der Baron als Erster die Machenschaften, die zu seinem Tod führten. Die Handlung nimmt schnell an Fahrt auf, wenn der überaus loyale und in trunkenem Zustand äußerst komische Butler Johann (Paul Südmersen) den verdeckten Ermittler, Hugo Geist, sowie seine Tante, Else Nehrlich, als Kommissarin einschaltet und das überzeugend renitent gespielte Dienstmädchen (Rike Müller) unerwartet in den Mittelpunkt rückt. In dem pfiffigen und ehrgeizigen Hugo Geist (Gabriel Schawe) findet Johann alsbald einen guten Verbündeten gegen die ungeliebte, gnadenlose Hausherrin, Baronin Lukretia von Herrschershausen, wunderbar boshaft ausgespielt von Theresa Dobbe. Die Kommissarin (Lina Elixmann) lässt nicht locker mit ihren unablässig bohrenden Fragen und gekonntem Zynismus. Unterbrochen wird ihr zielstrebiges Spiel nur von einer unbeirrbaren, herrlich automatisiert agierenden Telefonstimme (Pia Wiechert).  Den großen Stein bringen aber schließlich die beiden tütteligen Hippietanten , Restituta (Tim Wandersee)  und Honoria (Greta Marie Schönemann) ins Rollen, als sie eine ihrer beliebten Séancen abhalten.

Äußerst expressiv und ohne Umschweife bringen die herzerfrischend ehrlichen und sehr lautstarken Tanten die Tatsachen auf den Punkt und sorgen mit ihrem überaus lebendigen und engagierten Spiel für Begeisterung!  Dem verdächtigen Verwalter, Dietmar Knör, treffend verkörpert von Adrian Saatkamp, wird es angst und bange…

Langanhaltender, verdienter Applaus für das mitreißend agierende Schauspielensemble,

das keine Hindernisse wie kalte Freiluftproben oder Onlineproben scheute, um unserer Schulgemeinschaft einen sehr amüsanten Auftakt zum gerade wiedererlangten Schulleben zu bieten.

Schöne Bilder von der zweiten Aufführung des Stücks gibt es in der Fotogalerie.