Archiv des Autors: Maarika Meltsas

Die Angela öffnet ihre Türen für zukünftige Fünftklässler

Unter dem Motto „Entdecke die Angela“ öffnete unsere Schule am Mittwoch ihre Türen für zahlreiche interessierte Besucher:innen. Zwar zeigte sich das Wetter mit grauen Wolken und Regen nicht von seiner besten Seite, doch im Inneren der Schule herrschte eine umso herzlichere und lebendigere Atmosphäre. Viele Eindrücke davon finden sich in unserer Galerie.

Viele Kinder nahmen am Schnupperunterricht teil und konnten dabei erste Eindrücke vom Lernen an unserer Schule gewinnen. Während die zukünftigen Fünftklässler:innen aktiv am Unterricht teilnahmen, wurden ihre Eltern vom Jahrgang 12 bestens mit Kaffee und Kuchen versorgt. Außerdem stellten sich die zukünftigen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer Frau Riehemann, Frau Sommer, Herr Bodde und Frau Kassenbrock vor.

In der Pausenhalle präsentierten sich zahlreiche Gruppen und Initiativen der Schulgemeinschaft mit Informationsständen. Unter anderem konnten sich die Gäste über die Arbeit des Fördervereins, der Elternvertretung, der Schulsozialarbeit sowie des Beratungsteams informieren. Auch Projekte und Arbeitsgemeinschaften wie Bewegte Schule, die Unsere-Welt-AG oder die Fair-Trade-School stellten sich vor und luden zu Gesprächen ein.

Im gesamten Schulgebäude gab es viel zu entdecken und auszuprobieren. In Klassenräumen, Fluren und Fachräumen warteten vielfältige Mitmachaktionen auf die kleinen und großen Besucher:innen. Auf dem Ruder-Ergometer konnten sportliche Gäste ihre Kräfte testen, während in Physik und Chemie spannende Experimente zum Staunen einluden. In anderen Räumen wurde an Nähmaschinen genäht, in den Kunsträumen gebastelt oder beim Schulsanitätsdienst das Anlegen von Verbänden geübt. Die Akrobatik-AG zeigte ihr Können und lud zum Mitturnen ein, und im Computerraum konnten Interessierte erste Schritte im Programmieren ausprobieren.

Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Im Englischraum gab es eine gemütliche Teestation, bei den Französischkursen dufteten frisch zubereitete Crêpes, und die Oberstufe versorgte die Gäste mit Kaffee und Gebäck.

Für ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm sorgten mehrere musikalische und künstlerische Beiträge. Die Bläserklassen begeisterten mit schwungvollen Auftritten, der Lateinkurs präsentierte ein unterhaltsames Theaterstück, und der Unterstufenchor lud mit fröhlichen Mitmachliedern zum Mitsingen ein.

Trotz des regnerischen Wetters war die Stimmung durchweg positiv. Viele Gespräche, neugierige Fragen und strahlende Gesichter zeigten, dass der Tag für alle Beteiligten ein gelungenes Erlebnis war. Besonders schön war es zu sehen, wie viel Freude die Kinder beim Entdecken der Schule hatten – vielleicht waren darunter schon einige zukünftige Angelanerinnen und Angelaner?

„Schreien Sie mich an!“

Der „Club der toten Dichter“ auf der Bühne der Angelaschule

Wenn wir als Theaterleitung auf unsere Inszenierung von “Der Club der toten Dichter” zurückblicken, überwiegt vor allem ein Gefühl: große Dankbarkeit. Dankbarkeit für eine großartige Truppe, die sich mit Offenheit, Mut und Interesse auf dieses Stück eingelassen hat – und es in den Aufführungen am 5., 6. und 7. Februar 2026 um 19 Uhr sowie am 8. Februar 2026 um 17 Uhr lebendig werden ließ.

Als Schülerin hatte ich das Stück kurz nach Erscheinen des Kinofilms Anfang der 90er Jahre in einer Inszenierung der Theater-AG des Gymnasiums Bad Iburg gesehen. Besonders von Neil und Mr. Keating war ich fasziniert; eine Nachbarin von mir hatte eine Nebenrolle und ich fand es unglaublich, dass sie diese charismatischen Schauspieler:innen persönlich kannte. Meine Leidenschaft für Theater war geboren.

Doch nicht nur das, irgendwie war auch die Zugewandtheit des Mr. Keating etwas, was ich immer in eigenen Lehrer:innen und später dann Kolleg:innen zu schätzen wusste, und auch selbst versuche, umzusetzen. Mit meinem ersten Abiturjahrgang 2013 las ich den Roman im Englischunterricht, doch verschwand er dann wieder aus meinem Blickfeld.

Bis vor einem Jahr: Ich hatte plötzlich die Idee, dieses Werk bei der Auswahl unseres neuen Stückes in den Ring zu werfen. Und die Mehrheit entschied sich nach einer Anspielrunde dafür.

Auch wenn besonders das Casting eine große Herausforderung darstellte, schließlich hatten wir für eine so große Truppe zu wenige Sprechrollen, blieb die Faszination für das Stück erhalten. Und irgendwie merkten dann doch alle, dass genau diese Rollenkonstellation passte. Besonders das Zusammenspiel auf der Bühne wuchs im Laufe der Wochen zu einer echten Gemeinschaft heran, aber nicht nur dort. Diese Theater-AG lebt auch von dem Engagement neben, hinter, vor und um die Bühne herum: Plakatentwürfe, Technik, Musikvorschläge, Trailer-Dreh, Öffentlichkeitsarbeit, Social-Media, Programmheft, Kartenerstellung, Verpflegung, Bühnenaufbau etc. Ich kann gar nicht alles aufzählen, aber es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie Schüler:innen neben Rollenlernen und Schulalltag auch noch andere Aufgaben übernehmen oder Ehemalige von Studium oder Ausbildung zu Besuch kommen, um uns in unterschiedlichen Bereichen zu unterstützen.

Besondere Highlights der Proben und Inszenierungen waren die Szenen der Clubmitglieder. Hier entstand eine tolle Dynamik, sei es beim Toben im Zimmer von Neil und Todd, beim Anruf von Knox oder der Schlägerei zwischen Charlie und Richard. Aber auch die dramatischen Szenen um Keating und seine Schüler:innen wurden „gelebt“. Diese Echtheit übertrug sich auch auf das Publikum und machte viele Szenen besonders intensiv.

Das Wetter erschwerte in diesem Jahr die Proben und den Verkauf, da durch Eisglätte drei Proben und zwei Verkaufstage ausfielen, aber sobald die Bühne am eisfreien Freitag stand, gab es kein Zurück mehr und man konnte ein weiteres Mal die spezielle Wirkung der Bühne und der Kostüme erleben. Aus Schüler:innen wurden Schauspieler*innen.

Für uns als Theaterleitung war es wunderbar, die Begeisterung der Spielenden, aber auch des Publikums zu erleben. Dass die Vorstellungen so positiv angenommen wurden, dass die letzten beiden Vorstellungen ausverkauft waren und wir Anfragen zu Verlängerungen bekamen, ist für uns die schönste Bestätigung dieser intensiven Arbeit.

Ein besonders emotionaler Moment ist immer die Dernière, bei der die 13er ihre Lieblingsszene aus den gespielten Stücken noch einmal präsentieren dürfen. Diesmal war es ein Abschied von sieben Schüler:innen von Bühne und Technik, der auf allen Seiten tränenreich endete.

Wir sind stolz auf unsere Theater-AG – und auf jeden einzelnen, der diesen besonderen „Carpe-Diem“-Moment mitgetragen hat.

Viele weitere Bilder und Impressionen von den Auftritten finden sich in unserer Galerie.

Lesung mit Nina Weger begeistert den 6. Jahrgang

Am 6. Februar 2026, durfte die Angelaschule einen ganz besonderen Gast begrüßen: Die Jugendbuchautorin Nina Weger war zu Besuch und las für den gesamten sechsten Jahrgang aus ihren Kinder- und Jugendromanen. Darüber hinaus gab sie wertvolle Tipps zum kreativen Schreiben und erzählte spannende Geschichten aus ihrem abwechslungsreichen Berufsleben.

Schon bei ihrer Vorstellung wurde deutlich, wie eng ihr Leben mit dem Schreiben verbunden ist. Sie ist fest davon überzeugt, dass jeder Mensch besondere Stärken besitzt – man müsse sie nur entdecken. Seit über 20 Jahren leitet sie den Zirkus Giovanni, in dem Kinder sich ausprobieren und ihre Talente entfalten können. Früher war sie selbst als Seiltänzerin aktiv – eine echte „Zirkusprinzessin“, wie der Titel eines ihrer Bücher verrät. Nach Stationen als Journalistin und Drehbuchautorin fand sie schließlich ihre Berufung im Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern. Inzwischen hat sie rund 25 Werke veröffentlicht.

Nina Weger betonte, dass wir unser komfortables Leben nicht als selbstverständlich ansehen dürften. Vielmehr müssten wir über den Tellerrand hinausblicken, um die Welt gerechter, fairer und lebenswerter zu gestalten. Ob das Robin-Hood-Prinzip der Umverteilung ein möglicher Ansatz sein könnte, thematisiert sie in ihrem neuen Jugendroman „Fair“, aus dem sie den Sechstklässler:innen vorlas. Auch bei der Präsentation des Kinderromans „Ein Krokodil taucht ab und ich hinterher“, der von einer mutigen Rettungsaktion rund um den Mississippi-Alligator Orinoko erzählt, bewies sie eindrucksvoll ihr Talent als Vorleserin.

Im Anschluss nutzten die Kinder begeistert die Gelegenheit, Fragen zu stellen. So erhielten sie zahlreiche wertvolle Hinweise zum Schreiben eigener Geschichten und erfuhren Schritt für Schritt, wie ein Roman entsteht – von der ersten Idee über die Recherche und das Lektorat mit zahlreichen Überarbeitungsphasen bis hin zur Veröffentlichung. Zudem bat Nina Weger die Schüler:innen um ihre Meinung zu zwei möglichen Buchcovern. Nun sind wir gespannt, welches Cover für den Roman „Trick 347 oder Der mutigste Junge der Welt“ letztlich ausgewählt wird und bald in den Buchhandlungen zu sehen sein wird.

Zum Abschluss hielt Nina Weger ein leidenschaftliches Plädoyer für das Lesen: Nur wer viel liest, könne komplexe Zusammenhänge verstehen, Fake News entlarven und kritisches Denken entwickeln.

Die Lesung an unserer Schule war nicht nur spannend, sondern auch äußerst inspirierend. Nina Weger zeigte, mit wie viel Herzblut sie schreibt und wie wichtig ihr sowohl ihre jungen Leser:innen als auch die Themen sind, die sie bewegen. Wir sind sehr dankbar für diesen besonderen Besuch und sagen: Danke, Nina Weger! Es war uns eine große Freude, sie an der Angelaschule begrüßen zu dürfen – und wir hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Licht in dunkler Zeit – Erinnern, Würdigen und Loslassen am 27. Januar

27. Januar – Der Tag der Heiligen Angela

27. Januar – Der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

27. Januar 2026 – Der Tag des Abschieds von ‚unseren Angelaschwestern‘

Ein dunkler Morgen in einem voll besetzten Dom. Wir tragen eine Kerze in unsere Mitte, das Licht, das Gott in uns entzünden soll – so singen wir gemeinsam. In der Begrüßung kommt sie vor – die ganz eigene Dreifaltigkeit dieses Gedenk- und Abschiedstages. Alles ist wichtig, jedes für sich verdient Aufmerksamkeit und Würdigung. Die heilige Angela, die bemerkenswert eigene Wege gegangen ist, um sich um die Bildung und Erziehung ihrer Schützlinge zu kümmern. Die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, in dem viele Grauen der Shoah sichtbar wurden. Der Abschied von ‚unseren Angelaschwestern‘, die unsere Schule geprägt und geleitet haben.

Von den Klängen des symphonischen Blasorchesters getragen, von Maik Stenzel, Kimm Herlyn, Lehrer:innen und Schüler:innen gestaltet, haben wir von diesen dreien, vor allem aber über den 27. Januar 2026, von einem Abschied in Dankbarkeit, gehört, gesungen und gebetet.

Mit diesem stimmungsvollen Start in den Gedenktag sind wir zurück in die Angelaschule gegangen und gefahren – zu einem letzten Tag mit den Schwestern persönlich in unserer Mitte. Aber auch danach wollen wir sie in unseren Gedanken und Gebeten in der Mitte der Schulgemeinschaft wissen.

Weitere Fotos finden sich in unserer Galerie.

Wenn der Winter kreativ macht…

Unerwartete und lange Winterfreuden sorgten dafür, dass es die meisten Schüler:innen in den Pausen nicht in den Klassenräumen oder Pausenhallen hielt. Stattdessen wurde der Schulhof ebenso wie der Angelapark zum Treffpunkt für kleine und große Baumeister:innen. Mit viel Kreativität und Gemeinschaftssinn entstanden dort Schneemänner in unterschiedlichsten Größen – Freude pur!

Als die Schule schließlich ausfiel, wurden einige Schüler:innen besonders kreativ. Sowohl im Jahrgang 6 als auch im Jahrgang 12 wurde das reichlich vorhandene eiskalte „Bau- und Kunstmaterial“ im Rahmen des Homeschoolings fantasievoll in neue Formen gebracht.

Stille ist nicht Leere…

Auf etwas zu „warten“, kann eine Gelegenheit sein, um bei sich selbst anzukommen. Dieser Gedanke stand im Mittelpunkt der traditionellen Adventsmeditation in der Klosterkirche. In ruhiger, besinnlicher Stimmung luden Andrea Tüllinghoff und Catrin Stubbe jeweils die Jahrgänge 5 bis 10 ein, in dieser hektischen Vorweihnachtszeit einmal Stille zu erleben – und zwar in Form einer geführten Meditation. So ließen sich die meisten Schüler:innen auf den Versuch ein, sich schweigend ganz auf sich selbst zu konzentrieren. Der ein oder andere konnte dabei sogar einen Hauch des Leitspruchs der kurzen Adventsansprache erahnen: „Stille ist nicht Leere. Sie ist die Gegenwart dessen, das größer ist als wir“.

Teilen, helfen, Freude schenken

Die Angelaschule engagiert sich zur Nikolauszeit

Unsere Schule hat auch dieses Jahr wieder eine tolle Nikolausaktion veranstaltet. Wir durften das erste Mal daran teilnehmen. Jede Klasse und jeder Kurs hat Lebensmittel und Spielzeug, wie z.B. Nudeln, Süßigkeiten, Seife, kleine Spiele, Malbücher und Stifte gesammelt und diese Spenden in einem großen Karton verpackt. Jeder hatte etwas von zu Hause mitgebracht, sodass am Ende jeder Karton vollgepackt war. Die Kartons wurden noch weihnachtlich mit Geschenkpapier, Schleifen und bunten Bändern verpackt. Einige Klassen legten auch selbst geschriebene Briefe in die Kartons. Wir hatten viel Spaß dabei. Als alles fertig war, wurden die Pakete zu verschiedenen Stationen gebracht. Dort werden sie dann weiter verteilt. Mit den Paketen helfen wir bedürftigen Familien, die nicht so viel haben. Wir finden es gut, dass wir anderen Menschen helfen können. Die Nikolausaktion war eine schöne Erfahrung und hat gezeigt, dass man gemeinsam viel Gutes tun kann. (Klasse 5c mit Herrn Düvel & Frau Knäuper)

Die Klasse 6a half beim Einpacken und Sortieren der großzügigen Nikolausspenden. Die Spenden gingen an den Kindergarten Rasselbande neben der Angelaschule, zur Tageswohnung an der Bramscher Straße und an die Christus-König-Gemeinde. Es wurden viele Lebensmittel, Spielzeuge sowie auch Taschenwärmer und Handschuhe gespendet. Ein großes Dankeschön an die gesamte Angelaschule (Alexa Flatau und Ida Osteresch aus der Klasse 6a )

180 Hände, schnelles Ende

Erfolgreicher Aktionstag im Angelapark

Am Samstag, den 29. November, ging es wieder rund in unserem Schulpark.

Um 9:30 Uhr traf sich eine große, gut gelaunte Gruppe aus Schüler:innen, Eltern, Lehrer:innen sowie Ehemaligen, um unseren Schulpark wieder auf Vordermann zu bringen. Und die Stimmung war – wie schon so oft – einfach wunderbar!

Mit vereinten Kräften wurde der Campus von jede Menge Laub befreit, damit alle sicher durch den Winter kommen und unser Schulgelände am kommenden Wochenende für den Adventszauber so richtig schön glänzt. Neben jeder Menge Laubhaufen gab es viele nette Gespräche und eine große Portion Spaß bei der Arbeit.

Auch unsere Umweltprojekte bekamen wieder viel Aufmerksamkeit: Die Totholzhecke am Fußballplatz, ein wichtiger Lebensraum für Insekten und ein Überwinterungsort für Kleinsäuger, wurde mit Schnittgut aus dem Park aufgefüllt. Auf der Blühwiese wurde das alte Pflanzenmaterial sorgfältig abgeharkt, damit sie im kommenden Jahr wieder in voller Farbenpracht erstrahlen kann. Jede Menge Schweiß floss auch in die Boulderwand und den Niedrigseilgarten, wo alte Hackschnitzel umgegraben und neue verteilt wurden.

Nach der Arbeit freuten sich alle über ein wunderbar hergerichtetes gemeinsames Frühstück mit warmen Getränken – perfekt, um sich aufzuwärmen und das gute Gefühl zu genießen, gemeinsam etwas geschafft zu haben. Ein riesiges Dankeschön an alle rund 90 motivierten Helfer:innen. Es war mal wieder ein rundum gelungener Vormittag! Viele Impressionen finden sich in unserer Galerie.

And the winner is…

Schulentscheid des bundesweiten Vorlesewettbewerbs

Direkt zum Wochenauftakt erwartete die Schüler:innen des 6. Jahrgangs ein Highlight, denn am 24. November 2025 wurde der Schulentscheid des bundesweiten Vorlesewettbewerbs der sechsten Klassen ausgetragen. Dieser steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben. Rund 600.000 Kinder der sechsten Klassen aller Schularten beteiligen sich jedes Jahr an rund 7.000 Schulen – so auch bei uns an der Angelaschule. In den vergangenen Wochen hatten sich alle vier Klassen intensiv auf den Wettbewerb vorbereitet: Im Deutschunterricht stellten die Schüler:innen sich gegenseitig ihre Lieblingsbücher vor, diskutierten über Themen, Figuren und Schreibstile und übten das betonte, lebendige Vorlesen. Diese intensive Auseinandersetzung zeigt einmal mehr, wie vielfältig Lesekultur an der Angelaschule gelebt wird. Aus den Klassenentscheiden gingen Lahja Hülsmann (6a), Esther Recke (6b), Mascha Rommel (6c) und Ida Dierksen (6d) als Siegerinnen hervor, die nun im Schulentscheid gegeneinander antraten.

Für einen feierlichen Auftakt sorgte die Bläserklasse des 6. Jahrgangs unter der Leitung von Frau Pfeifer, die den Wettbewerb musikalisch umrahmte und für einen zusätzlichen Ohrenschmaus sorgte. Der Wettbewerb selbst bestand aus zwei Leserunden: Zunächst präsentierten die vier Finalistinnen einen selbst gewählten Text aus einem Jugendbuch. Dabei zeigte sich ein klarer Trend zu fantastischen Geschichten, die das Publikum in geheimnisvolle oder abenteuerliche Welten entführten. In der zweiten Runde lasen alle einen unbekannten Text aus Nina Wegers Roman Ein Krokodil taucht ab und ich hinterher, dessen Autorin im Februar zu einer Lesung an die Schule kommen wird. Auch diesen ungeübten Text meisterten die Schülerinnen mit beeindruckender Lesetechnik und überzeugender Ausdruckskraft.

Nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen kürte die Jury – bestehend aus Schulleiter Dr. Stich, Frau Meyer, Frau Rörsch-Eisenberg, Frau Lahrmann und dem Vorjahressieger Jonathan Deibert – schließlich Ida Dierksen (6d) zur Schulsiegerin. Sie überzeugte sowohl mit ihrem Vortrag aus Ein Mädchen namens Willow von Sabine Bohlmann als auch mit ihrer Interpretation des Fremdtextes und wird die Angelaschule beim Kreisentscheid im kommenden Februar vertreten. Herzlichen Glückwunsch! Ida durfte sich über einen Buchpreis freuen, der freundlicherweise von der Dombuchhandlung gespendet wurde – ein herzliches Dankeschön für diese großzügige Unterstützung! Auch die anderen Klassensiegerinnen gingen nicht leer aus und erhielten kleine süße Überraschungen als Anerkennung für ihre hervorragenden Lesekünste.

Ein großer Dank gilt allen Teilnehmerinnen sowie den Deutschlehrkräften für ihre engagierte Vorbereitung. Der Schulentscheid hat erneut gezeigt, wie viel Freude das (Vor-)Lesen bereitet – und wie wichtig es ist, Geschichten eine Stimme zu geben.

Auf den Spuren von Germanen und Römern

Der 6. Jahrgang besucht die Varusschlacht

Am 30. Oktober unternahm der 6. Jahrgang der Angelaschule Osnabrück einen spannenden Ausflug zur Varusschlacht in Kalkriese. Nachdem das Thema im Geschichtsunterricht ausführlich vorbereitet worden war, konnten die Schüler:innen nun hautnah erleben, wie Geschichte lebendig wird.

Im Museum und im Park von Kalkriese begaben sich die Klassen auf eine Zeitreise in die Welt der Römer und Germanen. Sie erfuhren, wie die römischen Legionäre ausgerüstet waren, wie sich Germanen und Römer einkleideten, welche Strategien sie im Kampf einsetzten, und warum die berühmte Schlacht im Jahr 9 n. Chr. eine so große Bedeutung hatte. Besonders beeindruckend fanden viele die originalen Fundstücke, wie zum Beispiel Münzen, Waffen und Ausrüstungsreste, die vor Ort entdeckt wurden.

Bei einer geführten Tour über das Gelände wurde deutlich, wie schwierig die Bedingungen für beide Seiten gewesen sein müssen. Die anschaulichen Erklärungen machten das historische Ereignis greifbar und spannend.

„Es war toll zu sehen, wie die Römer wirklich gelebt haben“, meinte eine Schülerin begeistert. Auch die Lehrkräfte freuten sich über das große Interesse und die vielen Fragen der Kinder. Der Ausflug bot eine gelungene Ergänzung zum Unterricht und machte deutlich, dass Geschichte weit mehr ist als nur trockene Theorie.

Am Ende des Tages kehrten alle mit vielen neuen Eindrücken und einem besseren Verständnis der Varusschlacht zurück – und vielleicht auch mit der Erkenntnis, dass Geschichte lebendig und spannend sein kann, wenn man sie selbst entdeckt.