Ein Licht in allen Dingen

… das war das Motto, das uns in der Angelaschule durch den Advent begleitete – in Andachten, Meditationen, Morgenimpulsen, im Treppenhaus, jeden Jahrgang für sich, da auch in diesem Jahr leider keine gemeinsamen Veranstaltungen möglich waren.

Den Anfang machten die 5. Klassen. Im Klassenverband und bei Kerzenschein haben die Schüler*innen darüber nachgedacht, was und wer ihnen durch schwierige Zeiten hilft und für wen sie selbst ‚ein Licht‘ in dunklen Zeiten sein können. Ihre Ideen hängen als Impuls für alle im Treppenhaus.

Zu einer besonderen Adventsandacht trafen sich die Jahrgangsstufen 7 und 8 jeweils um 10 vor 8 in der Dunkelheit auf dem Campus. Jeder entzündete sein Licht, die Klassensprecher*innen bekamen jeweils eine große Kerze… Jährlich am 10. Dezember wird für die Menschenrechte auf der ganzen Welt demonstriert. Dies wollten sie auch machen und damit für Frieden, gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhass sowie gegen Rassismus und Antisemitismus ein sichtbares Zeichen setzen. In einer langen Menschenlichterkette gingen sie gemeinsam durch den Park zur Sportwiese. Dort erzählte eine Geschichte von dem Schicksal der geflüchteten Menschen, vor allem der Jugendlichen und Kinder, die an der Grenze zu Belarus festsitzen und in der Kälte ausharren müssen. Die massive Verletzung der Menschenrechte löste Betroffenheit aus. In den Fürbitten beteten sie für diese Menschen. Der weitere Weg führte durch den Park zum Labyrinth. Es wurde langsam heller, aber trotzdem leuchtete ihre lange Demonstrationskette auf dem Schulgelände. Das erzählten hinterher einige Klassen, die aus den Fenstern des Klassentraktes die vielen Kerzen sahen. Ein Lied des Sängers Benne bildete den Abschluss dieser Andacht und bringt das Thema dieser Adventszeit an der Angelaschule noch einmal auf den Punkt:

„Da ist ein Licht in uns, mach es hell, halt es hoch, wir bringen die Nacht zum Leuchten mit dem, was in uns wohnt.“

Einen schönen adventlichen Schlusspunkt für die Jahrgänge 11 und 12 setzte ein kleiner Gottesdienst in der Christus-König-Kirche. Die Schülerinnen und Schüler des Religions-LKs aus der 12 haben die Texte dafür selbst geschrieben. Im Mittelpunkt stand der Gedanke, dass Weihnachten nun ein Lichtblick sein möge nach einer Zeit, in der Klausuren und vieles andere sie viel Kraft gekostet haben. Mehr und mehr Lichter wurden entzündet und erhellten den an diesem Morgen um 8 Uhr noch dunklen Kirchenraum. Wichtig war den jungen Erwachsenen, alle mit einzubeziehen, ob sie nun an Gott glauben oder nicht: „Einige von uns beten zu Gott, von dem sie glauben, dass er vor 2000 Jahren in Bethlehem in Jesus Christus Mensch geworden ist. Andere glauben anders an Gott. Wieder andere glauben gar nicht. Aber etwas hoffen, sich etwas wünschen werden in diesen Tagen viele.“ Lukas Neubauer (Jg. 12) begleitete den Gottesdienst am E-Piano und zauberte mit Jazz-Klängen zu „Stille Nacht“ eine ganz besondere vorweihnachtliche Atmosphäre.

Auch Schüler*innen der Jahrgangsstufe 13 trafen sich bei eisigen Temperaturen zu einem adventlichen Impuls auf dem Campus der Schule, der musikalisch von David Remme und seiner Posaune untermalt wurde. Ausgehend vom Anfang der Weihnachtserzählung beim Evangelisten Lukas – „Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot vom Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde.“ – wurde die Frage, wer bin ich und wieviel bin ich wert beleuchtet. Es wurde daran erinnert, dass erst wenn wir uns selber wertschätzen, wir auch anderen Menschen echte Wertschätzung entgegenbringen können. Als symbolische Erinnerung an ihren eigenen Wert haben die Schüler*innen einen süßen Edelstein mit nach Hause genommen.

Die Schulgemeinschaft der Angelaschule wünscht allen ein gesegnetes frohes Weihnachtsfest und ein lichtvolles neues Jahr!

Weihnachten – ein Fest des Friedens?

Der Adventsgottesdienst in der Franziskuskirche bringt in diesem Jahr alle zum Nachdenken. Egal, wohin und in welche Zeit unserer Geschichte wir schauen – mit dem Frieden auf der Welt ist es nicht gut bestellt. Überall gibt es Unfrieden: im Krieg, in gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Völkern, in der Kirche selbst, und manchmal auch in unserer Schule. Trotzdem, so betont die Vorbereitungsgruppe, ist unsere Welt nicht so schwarz, wie sie anfangs dargestellt wurde. Die Schülerinnen und Schüler tragen vor, wo sie Hoffnung erfahren: z.B. in der Gemeinschaft von Sant’Egidio, in den Menschen, die sich um die Erhaltung der Schöpfung bemühen, in der Begegnung unterschiedlicher Kulturen, die wir auch in der Schule kennenlernen dürfen.

Und so kommen Schülerinnen zu dem Schluss: „Auch wenn die Fakten und Zahlen manchmal eine andere Sprache sprechen. In der Hoffnung auf Frieden, die von dem menschgewordenen Gott ausgeht, feiern wir auch in diesem Jahr Weihnachten. Vor mehr als 2000 Jahren hat der Weg Jesu als Weg des Friedens in Bethlehem begonnen. In seinen Spuren sind zu allen Zeiten Menschen unterwegs gewesen. Immer waren Umwege dabei, viele Irrwege und Kreuzwege, mitunter auch höllische Abwege. Aber immer hat es Menschen gegeben, die in der Spur geblieben sind oder geholfen haben, die Spur wiederzufinden.“

In den Fürbitten tragen fünf Schülerinnen und Schüler zu jeder Bitte eine besonders gestaltete Kerze zum Altar, die uns an die Möglichkeiten des Friedenstiftens erinnern sollen und uns durch das neue Jahr begleiten werden. An diesen Kerzen entzünden anschließend alle Klassensprecher eine kleine Kerze mit dem Friedenslicht für ihre eigene Klasse. Dabei sind wir fest der Meinung und des Glaubens: „Er wird unsere Schritte lenken auf den Weg des Friedens“.

Um der besonderen Atmosphäre des Gottesdienstes noch einmal nachzuspüren, zeigt die Bildergalerie die einzelnen Stationen des vorweihnachtlichen Wortgottesdienstes, der von vielen Lehrenden und Lernenden vorbereitet wurde.

Nikolausaktion 2018

Heute fand an unserer Schule die alljährliche Nikolaus-Aktion statt, bei der alle Klassen Pakete mit Lebensmitteln, Süßigkeiten und kleinen Spielzeugen packen, um diese dann an bedürftige Familien unseres Stadtteils, an Obdachlose und Flüchtlinge zu verschenken.

Zusammen mit Schülerinnen und Schülern werden wir die Pakete in den nächsten Tagen an den Caritasausschuss der Christus-König-Gemeinde, die Tageswohnung Bramscher Straße und die KiTa Rasselbande in der Nachbarschaft der Schule weiterleiten. Viele liebevoll verpackte Pakete sind zusammengekommen, für die wir uns sehr herzlich bedanken möchten!