Archiv des Autors: Swetlana Krieger

Gemeinsam unterwegs in Budapest – zwei Seminarfächer auf Reisen

Unsere Seminarfachfahrt nach Budapest begann mit einer langen, etwa 17-stündigen Zugfahrt und einem Umstieg. Nach unserer Ankunft am Budapester Bahnhof Keleti starteten wir direkt mit einer Stadtführung, bei der wir erste Sehenswürdigkeiten und die Stadt kennenlernten.

In den folgenden Tagen hatten wir ein abwechslungsreiches Programm. Während unser Seminarfach unter anderem den Zoo und das Széchenyi-Thermalbad besuchte, standen beim anderen Seminarfach weitere selbst ausgewählte Aktivitäten auf dem Programm. Dazu gehörte unter anderem der Besuch einer Holocaust-Gedenkstätte. Einige von uns erlebten außerdem früh morgens den Sonnenaufgang an der Fischerbastei. Ein besonderes Highlight für beide Seminarfächer war die gemeinsame Bootsfahrt auf der Donau, bei der wir Budapest am Abend aus einer besonderen Perspektive sehen konnten.

Am Donnerstag besuchten wir gemeinsam das Sisi-Schloss in Gödöllő. Abends trafen wir uns an der Donau, um den ungarischen Nationalfeiertag mit einer beeindruckenden Drohnenshow und einem großen Feuerwerk über dem Parlament zu erleben.

Am Freitag ging es noch gemeinsam in die Zentrale Markthalle, wo wir letzte Souvenirs kauften, bevor um 15:30 Uhr die Rückfahrt begann. Für einige wurde die geplante 18-stündige Zugfahrt sogar noch länger: Sie verpassten ihren Ausstieg in Osnabrück, sodass sie zunächst bis Bremen weiterfahren mussten und anschließend wieder zurück nach Osnabrück fuhren.

Insgesamt war die Seminarfachfahrt eine gelungene Mischung aus Kultur, gemeinsamen Erlebnissen und Freizeit. Besonders durch die gemeinsamen Aktivitäten beider Seminarfächer entstand eine tolle Gemeinschaft, und wir konnten viele schöne Erinnerungen aus Budapest mit nach Hause nehmen.

Ein Licht in allen Dingen

… das war das Motto, das uns in der Angelaschule durch den Advent begleitete – in Andachten, Meditationen, Morgenimpulsen, im Treppenhaus, jeden Jahrgang für sich, da auch in diesem Jahr leider keine gemeinsamen Veranstaltungen möglich waren.

Den Anfang machten die 5. Klassen. Im Klassenverband und bei Kerzenschein haben die Schüler*innen darüber nachgedacht, was und wer ihnen durch schwierige Zeiten hilft und für wen sie selbst ‚ein Licht‘ in dunklen Zeiten sein können. Ihre Ideen hängen als Impuls für alle im Treppenhaus.

Zu einer besonderen Adventsandacht trafen sich die Jahrgangsstufen 7 und 8 jeweils um 10 vor 8 in der Dunkelheit auf dem Campus. Jeder entzündete sein Licht, die Klassensprecher*innen bekamen jeweils eine große Kerze… Jährlich am 10. Dezember wird für die Menschenrechte auf der ganzen Welt demonstriert. Dies wollten sie auch machen und damit für Frieden, gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhass sowie gegen Rassismus und Antisemitismus ein sichtbares Zeichen setzen. In einer langen Menschenlichterkette gingen sie gemeinsam durch den Park zur Sportwiese. Dort erzählte eine Geschichte von dem Schicksal der geflüchteten Menschen, vor allem der Jugendlichen und Kinder, die an der Grenze zu Belarus festsitzen und in der Kälte ausharren müssen. Die massive Verletzung der Menschenrechte löste Betroffenheit aus. In den Fürbitten beteten sie für diese Menschen. Der weitere Weg führte durch den Park zum Labyrinth. Es wurde langsam heller, aber trotzdem leuchtete ihre lange Demonstrationskette auf dem Schulgelände. Das erzählten hinterher einige Klassen, die aus den Fenstern des Klassentraktes die vielen Kerzen sahen. Ein Lied des Sängers Benne bildete den Abschluss dieser Andacht und bringt das Thema dieser Adventszeit an der Angelaschule noch einmal auf den Punkt:

„Da ist ein Licht in uns, mach es hell, halt es hoch, wir bringen die Nacht zum Leuchten mit dem, was in uns wohnt.“

Einen schönen adventlichen Schlusspunkt für die Jahrgänge 11 und 12 setzte ein kleiner Gottesdienst in der Christus-König-Kirche. Die Schülerinnen und Schüler des Religions-LKs aus der 12 haben die Texte dafür selbst geschrieben. Im Mittelpunkt stand der Gedanke, dass Weihnachten nun ein Lichtblick sein möge nach einer Zeit, in der Klausuren und vieles andere sie viel Kraft gekostet haben. Mehr und mehr Lichter wurden entzündet und erhellten den an diesem Morgen um 8 Uhr noch dunklen Kirchenraum. Wichtig war den jungen Erwachsenen, alle mit einzubeziehen, ob sie nun an Gott glauben oder nicht: „Einige von uns beten zu Gott, von dem sie glauben, dass er vor 2000 Jahren in Bethlehem in Jesus Christus Mensch geworden ist. Andere glauben anders an Gott. Wieder andere glauben gar nicht. Aber etwas hoffen, sich etwas wünschen werden in diesen Tagen viele.“ Lukas Neubauer (Jg. 12) begleitete den Gottesdienst am E-Piano und zauberte mit Jazz-Klängen zu „Stille Nacht“ eine ganz besondere vorweihnachtliche Atmosphäre.

Auch Schüler*innen der Jahrgangsstufe 13 trafen sich bei eisigen Temperaturen zu einem adventlichen Impuls auf dem Campus der Schule, der musikalisch von David Remme und seiner Posaune untermalt wurde. Ausgehend vom Anfang der Weihnachtserzählung beim Evangelisten Lukas – „Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot vom Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde.“ – wurde die Frage, wer bin ich und wieviel bin ich wert beleuchtet. Es wurde daran erinnert, dass erst wenn wir uns selber wertschätzen, wir auch anderen Menschen echte Wertschätzung entgegenbringen können. Als symbolische Erinnerung an ihren eigenen Wert haben die Schüler*innen einen süßen Edelstein mit nach Hause genommen.

Die Schulgemeinschaft der Angelaschule wünscht allen ein gesegnetes frohes Weihnachtsfest und ein lichtvolles neues Jahr!