Archiv des Autors: Catrin Stubbe

BIG EXIT: ADAM UND EVA RAUS !!!!

Projektteam der Angelaschule bringt die Bibelgeschichte mit viel Humor auf die Bühne der OsnabrückHalle

‚Big Exit‘ im ‚Eden Camp‘: Adam und Eva raus!!!! Diese fingierte Bildzeitungsschlagzeile blitzt auf der 15 Meter breiten Leinwand in der OsnabrückHalle auf und sagt (fast) alles: Adam und Eva leben nicht etwa im Paradies, sondern – ohne es zu ahnen – in einer Art „Dschungel-Camp“. Ihre ‚Challenge‘ können sie nicht bestehen, sie brechen ihren TV-Vertrag, die  umjubelte Moderatorin ‚Lady Gott‘ schmeißt die beiden raus aus ihrem Camp…

Diese höchst unterhaltsame und selbst entwickelte Fassung der biblischen Schöpfungsgeschichte brachte eine Projektgruppe der Angelaschule auf die große Bühne der OsnabrückHalle. Damit leistete das 10köpfige Ensemble einen humorvollen und spritzigen Beitrag zum interschulischen Theater-Großprojekt „One World“. Im Mittelpunkt der Veranstaltung der Hull Foundation, die rund 1400 Besucher sahen, stand das Thema ‚Flucht und Vertreibung‘.

Das Theater – ein eigenes Universum aus Raum, Materie und Energie

imgp4767-kopie„Viel gelernt“  bei den zwei inspirierenden Schauspiel-Workshops des Chilenen Pedro Fuentes in den Klassen 8 und 11 

Als „ein eigenes Universum aus Raum, Materie und Energie“ ließ Pedro Fuentes unsere Schülerinnen das Theaterspiel erleben. Der chilenische Schauspieler präsentierte bei seinem zweitägigen Aufenthalt an unserer Schule nicht nur sein bewegendes Stück „Quilapán“, sondern gab seinen reichen Erfahrungsschatz und seine Liebe zum Schauspiel außerdem in zwei sehr unterschiedlichen Workshops an unsere Schüler/innen weiter.

Ein Feuerwerk an Dynamik und brillanter Schauspielkunst

Pedro Fuentes bringt mit „Quilapán“ eindringlich die Situation der Mapuche in Chile auf die Bühne

imgp4810-kopie Ein Feuerwerk an Dynamik und brillanter Schauspielkunst erlebten gestern 70 Schüler/innen des Faches Spanisch. Der chilenische Profi-Schauspieler Pedro Fuentes präsentierte am Dienstag in der Aula sein aktuelles Stück zur Geschichte und aktuellen Situation des Indio-Volkes der Mapuche in Chile – eine Inszenierung, die auf der Erzählung „Quilapán“ von Baldomero Lilo basiert. Es war schon beeindruckend, wie der 28jährige den Konflikt zwischen dem Mapuche Quilapán und Don Cosme, Mitglied der herrschenden Schicht in Chile, 45 Minuten lang in einer ebenso Energie geladenen wie einfühlsamen Ein-Mann-Show darstellte.

imgp4804-kopieMit einer Extra-Portion südamerikanischen Temperaments und vielen folkloristischen Elementen veranschaulichte Pedro Fuentes die unlauteren  Methoden, mit denen sich Don Cosme das Land Quilapáns aneignete – durch Betrug, Gewalt und die Unterstützung einer korrupten Verwaltung. Quilapán und Don Cosme sind dabei ein Sinnbild für den bis heute andauernden Kampf der chilenischen Urbevölkerung um das Land, das ihre Vorfahren bis zur Ankunft der Spanier seit Jahrhunderten bewohnt hatten. Ein Kampf, so wurde sehr eindringlich deutlich, nicht nur um das rechtmäßige Hab und Gut der Mapuche, sondern vielmehr um die Seele eines gesamten Volkes.

imgp4819-kopieVor allem durch seine ausgeprägte Körperarbeit, seine stimmliche Variationsbreite sowie Musik und Requisiten aus der Mapuche-Tradition gelang dem jungen Chilenen eine in allen Belangen überzeugende Darbietung, mit der er auch die Schüler/innen ein wenig bei der Stange halten konnte, die erst vor kurzem mit dem Erlernen der spanischen Sprache begonnen hatten und daher dem Text und dem Handlungsfaden nur im Ansatz folgen konnten. Unser herzlicher Dank gilt auch unserer ehemaligen Schülerin Annika Erpenbeck, die durch ihr persönliches Engagement diesen Auftritt in die Wege geleitet hatte.

 

Witzig, spritzig und ideenreich

Auftritt2Abschlusspräsentation des Seminarfachs „Darstellendes Spiel“

Witzig, spritzig und ausgesprochen ideenreich zeigte sich das Seminarfach „Darstellendes Spiel“ bei seiner Abschlusspräsentation vor rund 60 geladenen Gästen. „Inspirationen zu Leonce und Lena“ standen auf dem Programm. Auftritt1Ausgehend von Büchners Komödie hatten die 13 Zwölftklässlerinnen verschiedenartige eigene Szenen entwickelt und dabei mit einem ausgesprochen bunten Mix an theatralen Ausdrucksformen, Gestaltungsmitteln und unterschiedlichen Genres experimentiert. Diese brachten sie mit einer tollen Gruppenleistung, großer Spielfreude und überzeugender schauspielerischer Darbietung auf die Bühne, so dass sich das Publikum 60 Minuten lang bestens unterhalten fühlte. Ein vielversprechender Vorgeschmack auf das, was uns erwarten könnte, wenn ab dem kommenden Schuljahr das Fach „Darstellendes Spiel“ als reguläres Unterrichtsfach in der Oberstufe angeboten wird.

In der Stille den Segen empfangen

Frau Stubbe und Herr Kaufmann vor der Wand mit den Meditationserfahrungen - Kopie„In der tiefen Stille erscheint ein Licht – ein Licht namens Ich. Es erhellt das Dunkle an mir und verbindet mich mit Gott.“  Diesen besonderen und tiefen Segen erfuhr einer unserer Fünftklässler in der diesjährigen Adventsmeditation.

Wie seit nunmehr sieben Jahren Tradition an unserer Schule luden Stefan Kaufmann und Catrin Stubbe jeweils einen kompletten Jahrgang der Klassen 5 bis 10 zu einer etwas anderen Andacht in die Klosterkirche ein. Denn wie auch schon in den Vorjahren stand in deren Zentrum eine Stille-Meditation, in der 120 Schüler- und Lehrer/innen für 3-5 Minuten gemeinsam schwiegen. Das Thema der adventlichen Andacht und Schweigeübung war dieses Mal der „Segen“.

Zahlreiche berührende Rückmeldungen zeigten dann auch, dass viele Schüler- und Kolleg/innen die absolute Ruhe als sehr angenehm in der oft hektischen Vorweihnachtszeit empfanden…

Ein Dankeschön für unser tolles Engagement auf dem Adventsbasar und Weihnachtsgrüße aus Miramar

Einen ganz herzlichen Dank für unser Engagement auf dem Adventsbasar hat uns Schwester Rosana, die Oberin des Ursulinenkonvents in Miramar, zusammen mit Weihnachtsgrüßen an uns alle, übermittelt:

„Estamos muy agradecidas! Muchos saludos para cada una, bendiciones para estas Fiestas de Navidad y Ano Nuevo, las recordamos siempre.“
(„Wir sind sehr dankbar! Viele Grüße an euch alle. Ein gesegnetes Weihnachtsfest und Neues Jahr. Wir denken immer euch.“)

Denn auf unserem Adventsbasar herrschte nicht nur eine wunderbare fröhliche Stimmung, sondern wir haben auch wirklich viel Geld eingenommen, das wir nun für unsere Partnerschule San José/Miramar in Lima spenden können. Damit kann dort die wichtige Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen fortgesetzt werden.

Der folgende Film, dessen Szenen während unseres letzten Austausch-Besuchs im Oktober/November in Lima entstanden sind, zeigt Ausschnitte von der Feier, die uns dort die Kindergartenkinder Miramars als Danksagung für unser Engagement bereitet haben. Außerdem vermittelt er einen lebendigen Eindruck von der Schule in Miramar, von dem Viertel und von dem, wofür unser Geld dort gebraucht wird.

Ein gaaaanz Herzliches Dankeschön aus Miramar!

Die Kinder von MiramarIm Namen der ganzen Angelaschule und aller Spender hat unsere 12-köpfige Austauschgruppe in Lima den unglaublich herzlichen und aufrichtigen Dank der Armenschule San José in Miramar für unser Engagement dort entgegen genommen. Mit einer leidenschaftlichen und berührenden einstündigen Aufführung, die 60 Kindergartenkinder extra für unsere Gruppe zusammengestellt hatten, sagte uns Miramar auf bewegende Weise gleichzeitig Dank für unsere Unterstützung und Lebewohl für dieses Jahr in Lima.
Die verantwortliche Schwester, Madre Rosana, berichtete uns noch einmal genau, was mit unserer finanziellen Unterstützung in diesem Jahr in Miramar alles auf den Weg gebracht werden konnte. So wurde die marode, rostige und verletzungsträchtige Kletterburg im Kindergarten endlich durch ein neues und sicheres Spielgerät ersetzt sowie heruntergekommene Teile des Geländes mit einem neuen Anstrich versehen.
Ein Teil unserer Spendengelder floss auch in ergänzende Lebensmittel für die kostenlose Schulmahlzeit für Bedürftige, die zum Großteil von den Spenden unserer Austauschschule Santa Ursula in Lima getragen wird. Außerdem konnten durch die Beteiligung der Angelaschule Gehälter für die Psychologin und Küchenkräfte gesichert werden. Für die nächsten Jahre sind an besonderen Projekten die Erhöhung des Sicherheitszaunes, die Einrichtung einiger Computerlernplätze sowie die ersten Schritte in eine zukunfts- und talentfördernde Nachmittagsbetreuung geplant. Außerdem sollen in einigen Härtefällen ärztliche Maßnahmen für die meist nicht krankenversicherten Kinder bedürftiger Familien gefördert werden. Und dies alles immer nach dem Leitbild: Miramar unterstützt und hilft, wo die Not groß ist – aber soweit wie möglich muss jede Familie eine eigene Anstrengung unternehmen und selber einen Teil beitragen.

Leben zwischen krassen Gegensätzen

Peruaustausch im Oktober 2015

„Das Leben zwischen krassen Gegensätzen“ – dies war einer der prägendsten Eindrücke unserer 10 Lima-Fahrerinnen, die nun nach ihrem dreiwöchigen Aufenthalt in der peruanischen Hauptstadt wieder in Osnabrück gelandet sind.

In ihren Gastfamilien – die sie herzlich wie eigene Kinder aufnahmen – lernten die 14- bis 15jährigen Angelaschülerinnen das Leben in der oberen Mittel- und Oberschicht Perus kennen. Vor allem bei zahlreichen Besuchen unserer Patenschule, der Armenschule San José, und des umgebenden Wohnviertels Miramar gab es dann völlig andere Einblicke –  nämlich in den Alltag der peruanischen Unterschicht, und dies so hautnah, wie sie einem „normalen“ Touristen in der Regel nicht vergönnt sind. Eindrücke, die ans Herz gingen und alle Teilnehmerinnen auf ihre Weise berührten:

Wie lebt es sich mit 20 Personen auf 50 qm? Und wie ist es, in einem 10 qm-Zimmer zu stehen und zu erfahren, dass hier eine 3köpfige Familie lebt (Küche eingeschlossen…)? Und wie gelingt es diesen Menschen dann bloß, sich unter solchen für uns unvorstellbaren Bedingungen so eine Herzlichkeit und Dankbarkeit zu bewahren sowie den unbedingten Willen, sich weiterzuentwickeln und voran zu kommen?

Lima – wir kommen!!!

P1060655 - Kopie - KopieNur noch wenige Tage, dann geht es wieder für eine Gruppe von Mädchen der Angelaschule auf nach Peru. Vorfreude und Aufregung sind riesengroß und die vielfältigen Vorbereitungen in vollem Gange. Am 19. Oktober fällt der Startschuss für 10 Neuntklässlerinnen und deren Begleiterinnen Andrea Tüllinghoff und Catrin Stubbe. Schon zum sechsten Mal besuchen unsere Schülerinnen nun die Schule Santa Ursula in der peruanischen Hauptstadt Lima und unsere Partnerschule, die Armenschule San José in Limas Stadtteil Miramar. Dort werden sie für drei Wochen in peruanischen Familien untergebracht sein und in einem bunten Programm sehr tiefe und verschiedene Einblicke in das Leben in dem lateinamerikanischen Land gewinnen. Der Gegenbesuch aus Lima steht dann im Juni an.

Eine Geschichte von blauen, grünen und gelben Brillen…

P1050143 - Kopie„Interkulturelles Training“  der Uni Osnabrück für unsere 10 Lima-Fahrerinnen der Klassen 8

Stellt euch einmal  vor: Wir Deutschen würden mit einer gelben Brille geboren, die all unsere kulturellen Einstellungen und  Gewohnheiten  enthält. In Peru würden die Menschen mit einer eben solchen geboren – aber sie ist blau. Wenn wir nun von einer Peru-Reise zurückkommen, geschieht es ganz leicht, dass wir behaupten, die Peruaner trügen grüne Brillen….  Diese Geschichte stand mit ihren zahlreichen Facetten im Mittelpunkt des „Interkulturellen Trainings“, an dem jetzt unsere nächsten 10 Peru-Fahrerinnen der Klassen 8 mit ihren Begleiterinnen Andrea Tüllinghoff und Catrin Stubbe teilnahmen.

Fünf Studentinnen des Master-Studiengangs „Interkulturelle Psychologie“ der Uni Osnabrück hatten im Rahmen eines Seminars dieses Projekt eigens für unsere Lima-Gruppe vorbereitet. …