Ein Blick hinter die Kaffeebohne

Zwei Kaffeebäuerinnen aus Honduras zu Gast an der Angelaschule

Wie wird Kaffee in Honduras angebaut, was bedeutet Fairer Handel für die Menschen vor Ort und welche Herausforderungen bringt der Klimawandel mit sich? Darüber berichteten die beiden Kaffeebäuerinnen Elsie und Sonia bei ihrem Besuch an der Angelaschule. Einige Mitglieder der Unsere-Welt-AG hatten die beiden bereits am 17. September bei der Fairtrade-Schüler:innen-Akademie kennengelernt. Nun gaben sie den Klassen 5a und 11d Einblicke in ihren Arbeitsalltag auf den Kaffeeplantagen. Als Dolmetscherin begleitete Charlotte Lönitz die Gespräche.

Anschaulich erklärten Elsie und Sonia, wie Kaffeesträucher gepflanzt und die reifen Kaffeebohnen von Hand und nicht mit großen Maschinen geerntet werden. Da nicht alle Früchte gleichzeitig reifen, gehen die Kaffeebäuerinnen mehrfach durch ihre Plantagen und pflücken jeweils nur die reifen Früchte.

Auch die Lebensbedingungen der Familien in Honduras interessierten die Schüler. Auf Nachfrage der Klasse 5a berichteten die beiden, dass die Kinder zur Schule gehen und nicht zur Arbeit auf den Plantagen gezwungen werden. In ihrer Freizeit oder während der Ferien helfen sie manchmal ihren Eltern bei der Ernte oder Pflege der Pflanzen mit.

Die Schüler:innen der 11d beschäftigten sich besonders mit den Vorteilen des Fairen Handels und den Herausforderungen, vor die der Klimawandel den Kaffeeanbau stellt. Elsie und Sonia berichteten von ihren Erfahrungen mit dem Anbau nach Fairtrade-Richtlinien und beantworteten die Fragen der Jugendlichen. Zum Abschluss gratulierten die beiden Gäste der Angelaschule zu ihrem langjährigen Engagement als Fairtrade-Schule.

Berufsorientierung zum Anfassen – 10. Jahrgang zu Gast bei der ZAB

Am 29. September 2026 war der 10. Jahrgang der Angelaschule zu Gast an der Thomas-Morus-Schule (TMS) in Osnabrück und besuchte dort die Ausbildungsmesse „Zukunft- Ausbildung-Beruf“ (ZAB).

Fast 50 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen stellten Ausbildungsberufe und berufliche Perspektiven vor. Dabei stand vor allem das praktische Kennenlernen im Mittelpunkt: An zahlreichen Ständen konnten die Schüler:innen selbst aktiv werden, verschiedene Tätigkeiten ausprobieren und Einblicke in unterschiedliche Berufsfelder gewinnen.Zugleich bot die Messe die Gelegenheit, direkt mit Unternehmen und Auszubildenden ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und erste Kontakte zu knüpfen. So konnten die Jugendlichen ihre eigenen Interessen überprüfen und neue Perspektiven für ihren weiteren beruflichen Weg entdecken.

Felix fasst den Besuch so zusammen:

„Ich fand die Berufsmesse interessant, weil viele verschiedene Unternehmen vertreten waren und man einen guten Einblick in verschiedene Berufsfelder bekommen hat. Besonders gut fand ich, dass man bei vielen Ständen kleine praktische Aufgaben ausprobieren konnte und man dadurch einen besseren Eindruck von den Tätigkeiten erhalten hat. Außerdem gab es viele Informationen zu den Berufen und Ausbildungsmöglichkeiten.“

Und Joost fasst seine Eindrücke so zusammen:

„Die Berufsmesse an der TMS hat mir sehr gut gefallen. Besonders gut fand ich, dass man an jedem Stand freundlich empfangen wurde und direkt mit den Unternehmen sprechen konnte. Die interaktiven Angebote, wie das Pflastern, das Bauen eines Stiftehalters aus Metall oder das Baggerfahren, haben die Messe abwechslungsreich und interessant gemacht. Außerdem war es spannend, die vielen verschiedenen Berufsfelder kennenzulernen und einen guten Einblick in die vielen Unternehmen und Diensten zu bekommen.“

Der Besuch der ZAB war damit eine wertvolle Ergänzung der beruflichen Orientierung an der Angelaschule. Wir bedanken uns herzlich bei der TMS für die Einladung und die gute Organisation. Ein Beispiel einer gelungenen Schulkooperation.

Wahlhelfer zu Gast im Politik-Wirtschaft-Unterricht

Wie läuft eine Wahl eigentlich hinter den Kulissen ab? Wer sorgt dafür, dass am Wahltag alles ordnungsgemäß funktioniert? Und was geschieht mit den Stimmen, nachdem die Wahllokale geschlossen haben? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt von Jens Bracksiekers Besuch im Grundkurs Politik-Wirtschaft in Jahrgang 12. Als Wahlhelfer berichtete er aus erster Hand von seinen Erfahrungen und gab den Schüler:innen einen anschaulichen Einblick in die praktische Durchführung demokratischer Wahlen.

Am Beispiel der Kommunalwahl 2026 in Osnabrück erläuterte er den Ablauf eines Wahltages – von der Vorbereitung und Öffnung des Wahllokals über die Stimmabgabe bis hin zur Auszählung und Übermittlung der Ergebnisse. Dabei stellte Jens Bracksieker auch die unterschiedlichen Aufgaben im Wahlvorstand vor und verdeutlichte, welche Verantwortung Wahlvorstehende, Schriftführung und Beisitzende übernehmen. Im Mittelpunkt standen zudem wichtige Grundsätze wie Neutralität, Öffentlichkeit und Wahlgeheimnis. An konkreten Beispielen wurde deutlich, wie sorgfältig die Abläufe geregelt sind und wie Wahlhelfende auch mit besonderen Situationen am Wahltag umgehen. 

Der Besuch schlug damit eine direkte Brücke zwischen den Inhalten des Politik-Wirtschaft-Unterrichts und gelebter Demokratie vor Ort. Zugleich zeigte er, dass freie und ordnungsgemäße Wahlen auf das Engagement vieler Bürger:innen angewiesen sind. In Osnabrück sind an einem Wahltag rund 1.300 Wahlhelfende im Einsatz. 

Wir bedanken uns herzlich bei Jens Bracksieker für seinen Besuch und die spannenden Einblicke in die Praxis unserer Demokratie.

Einblicke in investigativen Journalismus

Freie Journalistin zu Gast an der Angelaschule

Anlässlich des Internationalen Tags der Pressefreiheit am 3. Mai besuchte die freie Journalistin Frau Dr. März im Rahmen der bundesweiten Initiative „Journalismus macht Schule“ die Klasse 11A und gab den Schüler:innen spannende Einblicke in ihre Arbeit.

Als investigative Journalistin mit Schwerpunkt auf medizinischen Themen berichtete sie aus ihrem Berufsalltag und erklärte, wie aufwendig gründliche Recherche und Quellenprüfung sein können. Besonders deutlich wurde dabei, welche Verantwortung Journalist:innen im Umgang mit sensiblen Informationen tragen.

Ein wichtiger Schwerpunkt ihres Vortrags war die Bedeutung des Grundgesetzes und der Pressefreiheit für eine demokratische Gesellschaft. Gleichzeitig betonte Frau Dr. März zentrale journalistische Grundsätze wie Wahrhaftigkeit, sorgfältige Recherche und die Achtung der Menschenwürde.

Auch der Einfluss Künstlicher Intelligenz auf den Journalismus wurde thematisiert. Gemeinsam diskutierten die Schüler:innen Chancen und Herausforderungen von KI – etwa bei Recherche, Informationsverarbeitung und der Glaubwürdigkeit von Medieninhalten in Zukunft.

Zum Abschluss ging Frau Dr. März auf die weltweite Entwicklung der Pressefreiheit ein und machte deutlich, dass unabhängiger Journalismus keine Selbstverständlichkeit ist. Der Besuch bot den Schüler:innen eine wertvolle Gelegenheit, Journalismus aus erster Hand kennenzulernen und über die Bedeutung freier Medien nachzudenken. Wir bedanken uns herzlich bei Frau Dr. März für ihren Besuch.

Europatag an der Angelaschule

Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering im Gespräch mit dem 10. Jahrgang

Anlässlich des Europatages durfte die Angelaschule Hans Gert Pöttering begrüßen. Der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments sprach mit den Schüler:innen des 10. Jahrgangs über Europa, Demokratie und aktuelle politische Herausforderungen.

Pöttering, der von 1979 bis 2014 Mitglied des Europäischen Parlaments war und von 2007 bis 2009 dessen Präsident, berichtete aus seiner politischen Laufbahn. Besonders prägend für seinen Eintritt in die CDU sei die Politik Konrad Adenauer gewesen. Dessen Einsatz für Frieden, europäische Zusammenarbeit und die Orientierung an christlich-demokratischen Werten habe ihn nachhaltig beeinflusst. Dabei hob Pöttering besonders einen zentralen Satz des Grundgesetzes hervor: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Die Schüler:innen stellten zahlreiche Fragen zu aktuellen politischen Themen. Diskutiert wurden unter anderem die Wiedereinführung der Wehrpflicht, die Erweiterung der Europäischen Union sowie der Krieg in der Ukraine und dessen Folgen für Europa. Pöttering betonte, dass der Schutz von Frieden, Freiheit und Demokratie zu den größten Herausforderungen der Europäischen Union gehöre.

Auch das schwindende Vertrauen vieler Menschen in demokratische Institutionen wurde thematisiert. Pöttering warb dafür, sich aktiv für die Demokratie einzusetzen und den Dialog miteinander zu suchen. Auf Fragen zur politischen Entwicklung in Ungarn und zu Viktor Orbán äußerte er sich mit Blick auf demokratische Grundwerte innerhalb Europas.

Zum Abschluss schenkte Herr Pöttering der Schulbibliothek sein Buch „Europa, bleibe wachsam und werde stark!“ und ermutigte die Schüler:innen, Europa als gemeinsames Friedens- und Demokratieprojekt aktiv mitzugestalten.

Der Besuch bot den Jugendlichen die besondere Gelegenheit, europäische Politik aus erster Hand zu erleben und mit einem erfahrenen Politiker über die Zukunft Europas ins Gespräch zu kommen.

Tosca aus Jahrgang 10 fasst ihre Eindrücke über das Gespräch mit Herrn Pöttering so zusammen:

„Besonders interessant war, dass er uns viele seiner persönlichen Erfahrungen mitteilte, aktuelle politische Themen ansprach und sich die Zeit nahm, unsere Fragen ausführlich zu beantworten. Insgesamt fand ich die Veranstaltung sehr informativ und interessant für uns Schüler, da wir Politik so hautnah erleben konnten, um sie besser zu verstehen.“

Auch das OS-Radio war zu Gast und hat über den Besuch Hans Gert Pötterings berichtet: KLICK

Klassenzimmer wird Kreativagentur

Schüler:innen der Angelaschule gestalten die Studierendenkampagne für den Standort Osnabrück 2026 aktiv mit

Stimmengewusel auf den Gängen, vollgepackte Rucksäcke, Unterrichtsmaterialien unter dem Arm: Alltag an der Angelaschule. Für Isabell Sollmann und Sarah Kopp von der Marketing Osnabrück GmbH dagegen eine einzigartige Chance, direkt mit der Zielgruppe im Workshop zu arbeiten.

Am 20. April 2026 waren sie im Rahmen der gemeinsamen Studierendenkampagne für den Standort Osnabrück 2026 zu Gast in zwei Klassen des 11. Jahrgangs. Ziel der Kampagne ist es, den Studienstandort Osnabrück sichtbarer zu machen aus der Perspektive derjenigen, die kurz vor einer wichtigen Entscheidung stehen: Welcher Studiengang passt zu mir? Welche Stadt fühlt sich richtig an? Und was erwarte ich von meinem Studienort? Statt nur über diese Fragen zu sprechen, wurden die Schüler:innen selbst Teil der Antwort.

51 Schüler:innen schlüpften in die Rolle einer Marketingagentur. In Gruppen arbeiteten sie mit zehn vorgegebenen Claims. Sie setzten sich intensiv mit der Semantik einzelner Wörter auseinander und diskutierten, wie Sprache Wahrnehmung beeinflusst. Anschließend wählten sie ihren Favoriten aus, begründeten ihre Entscheidung und pitchten ihre Ergebnisse vor der Gruppe. Im Anschluss entwickelten sie eigene kreative Vorschläge, die ebenfalls präsentiert und diskutiert wurden.

Dabei wurde deutlich, wie stark einzelne Begriffe wirken können und wie sehr Sprache die Wahrnehmung beeinflusst. Die Schüler:innen hinterfragten Wortwahl, Bedeutung und Wirkung und entwickelten daraus eigene kreative Ideen für die Kampagne.

Der Workshop bot den 17-jährigen Schüler:innen einen praxisnahen Einblick in das Berufsfeld Marketing und Kommunikation. Gleichzeitig lieferten sie wertvolle Impulse für die Kampagne – direkt aus der Lebensrealität zukünftiger Studierender. Diese Impulse sind nicht nur theoretisch, sondern fließen direkt in die finale Kampagne ein – ein echter Mehrwert für beide Seiten.

Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit mit der Marketing Osnabrück GmbH, der Universität Osnabrück sowie der Hochschule Osnabrück. Ein gelungenes Beispiel dafür, wie Schule und Praxis Hand in Hand gehen.

“Look like th’ innocent flower, but be the serpent under’t“ (Macbeth by William Shakespeare ACT 1, scene v)

Exploring Shakespeare with Prof. Kullmann (FB7, Anglistik, Universität Osnabrück)

On Monday, March 16th, 2026, Prof. Thomas Kullmann, a well-known Shakespeare expert from Osnabrück University, visited our Q1 advanced English course (with Ms Zaksek and Mrs Conrad). Since our topic this term was Macbeth, we analysed a prepared excerpt together, focusing on language and stylistic devices. Prof. Kullmann explained clearly, shared insights from his academic research, and offered glimpses into Shakespeare’s life. We asked our prepared questions, and his detailed answers were eye-opening. He also introduced his recently published novel Am Not I Your Katherine, based on a real-life person connected to Shakespeare and presenting his own interpretation. The engaging session deepened our understanding of Shakespeare’s works and showed that careful rereading always reveals new perspectives. We hope to see him again in the future.

Ehemaliger Bundestagsabgeordneter zu Gast im Politik-Wirtschaftunterricht

Der Politik-Wirtschaft-Leistungskurs des Jahrgangs 12 der Angelaschule Osnabrück begrüßte kürzlich den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Matthias Seestern-Pauly.

Er war von 2017 bis 2025 für die Freie Demokratische Partei Mitglied des Deutschen Bundestages und berichtete den Schüler:innen über seine Erfahrungen und Aufgaben in der Bundespolitik. Zu Beginn gab er einen Einblick in den Arbeitsalltag eines Bundestagsabgeordneten.

Im anschließenden Gespräch diskutierten die Schüler:innen mit ihm über verschiedene aktuelle politische Themen. Dazu gehörte unter anderem die mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht und verschiedene Modelle ihrer Ausgestaltung. Ferner ging es um die aktuelle wirtschaftliche Lage Deutschlands sowie mögliche politische Maßnahmen zur Stärkung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. In diesem Zusammenhang wurde auch über die Haushaltspolitik, staatliche Ausgaben und mögliche Einsparpotenziale gesprochen.

Großes Interesse zeigten die Schüler:innen zudem an parteipolitischen Fragen. Matthias Seestern-Pauly erläuterte seine Einschätzung zu den Herausforderungen der FDP auf Bundesebene sowie zum Ausscheiden der Liberalen aus dem baden-württembergischen Landtag.

Auch europapolitische Fragen wurden aufgegriffen. So diskutierten die Teilnehmenden über die Idee einer europäischen Armee und welche Chancen und Herausforderungen mit einer stärkeren sicherheitspolitischen Zusammenarbeit in Europa verbunden wären.

Wir bedanken uns herzlich für den offenen und authentischen Austausch.

Argumentieren gegen Stammtischparolen

Stammtischparolen begegnen uns oft unerwartet und überrumpeln uns in Situationen, in den wir nicht mit ihnen rechnen. Oft ist man perplex und erst hinterher fallen einem gute Reaktionsmöglichkeiten ein.

An der Angelaschule fand in den vergangenen vier Wochen ein Argumentationstraining gegen Stammtischparolen in den 10. Klassen statt. Referent war Alexander Oldiges von den Freiwilligen Sozialen Diensten im Bistum Münster.

An vier aufeinanderfolgenden Freitagen arbeitete er jeweils vier Stunden intensiv mit einer der Klassen. Ziel des Trainings war es, die Schüler:innen darin zu stärken, diskriminierenden oder vereinfachenden Parolen im Alltag sachlich und selbstbewusst zu begegnen. In abwechslungsreichen Übungen und Gesprächen wurde gemeinsam erarbeitet, wie Argumente aufgebaut werden und wie man in schwierigen Gesprächssituationen ruhig und respektvoll bleiben kann. Besonders wertvoll war dabei der offene Austausch über eigene Erfahrungen und Meinungen.

Die Schüler:innen nahmen das Angebot sehr positiv auf und beteiligten sich engagiert an den Diskussionen. Dies lag nicht zuletzt an der offenen, sympathischen und motivierenden Art von Herrn Oldiges, der schnell einen guten Zugang zu den Klassen fand.

Finanziert wurde die Veranstaltung von der Volksbank-Stiftung „respekt plus“ für mehr Miteinander.

Einblick in die Praxis: Internationalisierung von Unternehmen am Beispiel der Windel Group

Im Politik-Wirtschaftunterricht der 11a wurde das Thema Internationalisierung von Unternehmen durch einen praxisnahen Unterrichtsbesuch von Jannik Windel vertieft. Aufbauend auf zuvor erarbeiteten Standortfaktoren sowie Chancen und Grenzen der Internationalisierung von Unternehmen erhielten die Schüler:innen spannende Einblicke in ein Osnabrücker Unternehmen: die Windel Group.

Das Unternehmen, das im Jahr 1900 in Osnabrück gegründet wurde und heute rund 800 Mitarbeitende beschäftigt, steht für hochwertige Schokolade, süße Präsente und Kaffeespezialitäten – und das weltweit. Wie die Präsentation zeigte, bekennt sich die Windel Group bewusst zum Standort Osnabrück. Gründe dafür sind unter anderem die Nähe zu Bildungseinrichtungen, eine gut ausgebaute Infrastruktur, spezialisierte Produktionsmöglichkeiten sowie das etablierte Ausbildungssystem. Auch der internationale Ruf belgischer Schokolade spielt für die Produktion eine wichtige Rolle.

Im Rahmen der Doppelstunde wurde deutlich, dass Standortentscheidungen immer komplex sind und sich stetig verändern. Aktuelle Herausforderungen für Unternehmen wie die Windel Group sind zum Beispiel steigende Energiekosten, Fachkräftemangel und hohe Steuerbelastungen. Diese Faktoren können zu höheren Produktionskosten, unbesetzten Stellen oder geringerer Wettbewerbsfähigkeit führen. Auch die Bürokratie wurde kritisch beleuchtet: Ausgehend von Beispielen der Schüler:innen wurde deutlich, wo im Alltag Bürokratie besteht und das Bürokratie wichtig ist, es dabei nur auf ein gewisses Maß ankommt. An Beispielen zeigte Jannik Windel auf, dass langwierige Genehmigungsverfahren oder hohe Dokumentationspflichten Unternehmen stark belasten können.

Gemeinsam wurden auch mögliche Lösungsansätze diskutiert. Dazu zählten unter anderem Investitionen in erneuerbare Energien, die Förderung von Fachkräftezuwanderung, die Stärkung der Ausbildung sowie steuerliche Entlastungen und verlässliche politische Rahmenbedingungen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Chancen und Risiken der Internationalisierung der Windel Group. Die Schüler:innen erarbeiteten, dass internationale Aktivitäten Unternehmen Wachstum, neue Märkte und Wissenstransfer ermöglichen können. Gleichzeitig aber auch Herausforderungen wie kulturelle Unterschiede, Währungsrisiken oder komplexere Unternehmensstrukturen mit sich bringen können.

Zum Abschluss des Besuchs informierten sich die Lernenden über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten bei der Windel Group und erhielten so auch einen Einblick in mögliche berufliche Perspektiven.

Wir danken Jannik Windel sehr herzlich für diesen authentischen und interessanten Einblick, der Gelegenheit bot, dass erworbene Wissen an einem Osnabrücker Traditionsunternehmen nachzuvollziehen. Resümierend war es für alle Beteiligten ein Gewinn, der sicherlich so oder in anderer Form eine Wiederholung findet.