Ehemaliger Bundestagsabgeordneter zu Gast im Politik-Wirtschaftunterricht

Der Politik-Wirtschaft-Leistungskurs des Jahrgangs 12 der Angelaschule Osnabrück begrüßte kürzlich den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Matthias Seestern-Pauly.

Er war von 2017 bis 2025 für die Freie Demokratische Partei Mitglied des Deutschen Bundestages und berichtete den Schüler:innen über seine Erfahrungen und Aufgaben in der Bundespolitik. Zu Beginn gab er einen Einblick in den Arbeitsalltag eines Bundestagsabgeordneten.

Im anschließenden Gespräch diskutierten die Schüler:innen mit ihm über verschiedene aktuelle politische Themen. Dazu gehörte unter anderem die mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht und verschiedene Modelle ihrer Ausgestaltung. Ferner ging es um die aktuelle wirtschaftliche Lage Deutschlands sowie mögliche politische Maßnahmen zur Stärkung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. In diesem Zusammenhang wurde auch über die Haushaltspolitik, staatliche Ausgaben und mögliche Einsparpotenziale gesprochen.

Großes Interesse zeigten die Schüler:innen zudem an parteipolitischen Fragen. Matthias Seestern-Pauly erläuterte seine Einschätzung zu den Herausforderungen der FDP auf Bundesebene sowie zum Ausscheiden der Liberalen aus dem baden-württembergischen Landtag.

Auch europapolitische Fragen wurden aufgegriffen. So diskutierten die Teilnehmenden über die Idee einer europäischen Armee und welche Chancen und Herausforderungen mit einer stärkeren sicherheitspolitischen Zusammenarbeit in Europa verbunden wären.

Wir bedanken uns herzlich für den offenen und authentischen Austausch.

Einblick in die Praxis: Internationalisierung von Unternehmen am Beispiel der Windel Group

Im Politik-Wirtschaftunterricht der 11a wurde das Thema Internationalisierung von Unternehmen durch einen praxisnahen Unterrichtsbesuch von Jannik Windel vertieft. Aufbauend auf zuvor erarbeiteten Standortfaktoren sowie Chancen und Grenzen der Internationalisierung von Unternehmen erhielten die Schüler:innen spannende Einblicke in ein Osnabrücker Unternehmen: die Windel Group.

Das Unternehmen, das im Jahr 1900 in Osnabrück gegründet wurde und heute rund 800 Mitarbeitende beschäftigt, steht für hochwertige Schokolade, süße Präsente und Kaffeespezialitäten – und das weltweit. Wie die Präsentation zeigte, bekennt sich die Windel Group bewusst zum Standort Osnabrück. Gründe dafür sind unter anderem die Nähe zu Bildungseinrichtungen, eine gut ausgebaute Infrastruktur, spezialisierte Produktionsmöglichkeiten sowie das etablierte Ausbildungssystem. Auch der internationale Ruf belgischer Schokolade spielt für die Produktion eine wichtige Rolle.

Im Rahmen der Doppelstunde wurde deutlich, dass Standortentscheidungen immer komplex sind und sich stetig verändern. Aktuelle Herausforderungen für Unternehmen wie die Windel Group sind zum Beispiel steigende Energiekosten, Fachkräftemangel und hohe Steuerbelastungen. Diese Faktoren können zu höheren Produktionskosten, unbesetzten Stellen oder geringerer Wettbewerbsfähigkeit führen. Auch die Bürokratie wurde kritisch beleuchtet: Ausgehend von Beispielen der Schüler:innen wurde deutlich, wo im Alltag Bürokratie besteht und das Bürokratie wichtig ist, es dabei nur auf ein gewisses Maß ankommt. An Beispielen zeigte Jannik Windel auf, dass langwierige Genehmigungsverfahren oder hohe Dokumentationspflichten Unternehmen stark belasten können.

Gemeinsam wurden auch mögliche Lösungsansätze diskutiert. Dazu zählten unter anderem Investitionen in erneuerbare Energien, die Förderung von Fachkräftezuwanderung, die Stärkung der Ausbildung sowie steuerliche Entlastungen und verlässliche politische Rahmenbedingungen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Chancen und Risiken der Internationalisierung der Windel Group. Die Schüler:innen erarbeiteten, dass internationale Aktivitäten Unternehmen Wachstum, neue Märkte und Wissenstransfer ermöglichen können. Gleichzeitig aber auch Herausforderungen wie kulturelle Unterschiede, Währungsrisiken oder komplexere Unternehmensstrukturen mit sich bringen können.

Zum Abschluss des Besuchs informierten sich die Lernenden über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten bei der Windel Group und erhielten so auch einen Einblick in mögliche berufliche Perspektiven.

Wir danken Jannik Windel sehr herzlich für diesen authentischen und interessanten Einblick, der Gelegenheit bot, dass erworbene Wissen an einem Osnabrücker Traditionsunternehmen nachzuvollziehen. Resümierend war es für alle Beteiligten ein Gewinn, der sicherlich so oder in anderer Form eine Wiederholung findet. 

Besuch des Jugendoffiziers der Bundeswehr an der Angelaschule

Im Rahmen des Politikunterrichts besuchte ein Jugendoffizier der Bundeswehr die Politikkurse des 13. Jahrgangs der Angelaschule. Jugendoffiziere sind für die politische Bildungsarbeit zuständig und informieren unter anderem an Schulen und Universitäten über außen- und sicherheitspolitische Themen.

Passend zum aktuellen Unterrichtsschwerpunkt „Außen- und Sicherheitspolitik“ gab der Offizier mithilfe zahlreicher Bilder spannende Einblicke in die Geschichte der Bundeswehr, ihre bisherigen und aktuellen Einsätze sowie ihre zukünftige Rolle angesichts neuer sicherheitspolitischer Herausforderungen.

Besonders wertvoll war der offene Austausch mit den Schüler:innen: Während und nach dem Impulsvortrag wurden viele Fragen gestellt, die eingehend beantwortet wurden. Das große Interesse zeigte, wie wichtig und aktuell diese Themen für junge Menschen sind. Der Besuch stellte eine gelungene Ergänzung zum Unterricht dar. Dies gelang vor allem durch die anschauliche und konkrete Beschreibung des Alltags und des Lebens eines Bundeswehrsoldaten.

Wie Nachrichten entstehen – Einblicke in modernen Journalismus im Unterricht

Besuch von Jonas Koch (NOZ) im Politik-Wirtschaft-LK

Passend zum aktuellen Unterrichtsthema „Medien heute“ war im Politik-Wirtschaft-LK Jonas Koch, Landeskorrespondent der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ), zu Gast. Er gab den Schüler:innen einen anschaulichen Einblick in seine Arbeit.

Zu Beginn stellte Jonas Koch den Verlag und seine alltägliche Arbeit vor. Ein zentraler Punkt war die Themenauswahl im Journalismus: Entscheidend seien das Zusammenspiel von Relevanz, Aktualität und Interesse. In dem Zusammenhang ging es auch um den durchschnittlichen Print- und Digitalleser und wie viel Artikel von Abonnenten im Durschnitt gelesen werden und wie viele Menschen mit den NOZ-Beiträgen erreicht werden.

Großes Interesse weckten die Fragen der Schüler:innen zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz im journalistischen Alltag. KI könne unterstützen, etwa bei Recherchen, ersetze jedoch nicht die journalistische Verantwortung. Ebenso wurde das Verhältnis zwischen Politik und Medien diskutiert. Medien hätten als vierte Gewalt die Aufgabe, politische Prozesse kritisch zu begleiten und transparent zu machen. Abschließend betonte Jonas Koch die Bedeutung des Journalismus, komplexe Sachverhalte einzuordnen, verlässliche Informationen bereitzustellen und Orientierung zu geben. Der Besuch ergänzte den Unterricht in besonderer Weise und machte die Rolle freier Medien für eine funktionierende Demokratie deutlich.

Politik hautnah erlebt

Besuch der Angelaschule im Niedersächsischen Landtag

Einen intensiven Einblick in die parlamentarische Arbeit erhielten Schüler:innen der Angelaschule bei ihrem Besuch im Niedersächsischen Landtag in Hannover. Zur inhaltlichen Orientierung diente ein einführendes Video, das die Strukturen, Aufgaben und Arbeitsweisen des Landesparlaments anschaulich erläuterte und so eine fundierte Grundlage für die weiteren Eindrücke schuf.

Ein besonderer Schwerpunkt des Besuchs lag im Erleben der Plenarsitzung von der Besuchertribüne aus. Dort verfolgte die Gruppe die Schlussabstimmung über den Haushalt 2026, die als Königsdisziplin parlamentarischer Arbeit gilt. Ferner bekamen sie im Zuge der ersten Beratung zum Antrag „Kostenfreie Tablets für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7“ einen direkten Eindruck davon, wie parlamentarische Debatten geführt, Positionen vertreten und Argumente ausgetauscht werden.

Großen Anklang fand auch der persönliche Austausch mit Abgeordneten aus dem Wahlkreis. In dem offenen Gespräch wurden unter anderem Fragen zu möglichen Schwerpunktsetzungen im Haushalt, zum Umgang mit Fake News, der Rolle von Social Media, zu Maßnahmen im Klimaschutz sowie zu politischen Vorhaben diskutiert, die die Abgeordneten am liebsten sofort umsetzen würden.

Die Kombination aus fachlichen Informationen, direktem Erleben politischer Entscheidungsprozesse und persönlichem Dialog machte den Besuch für alle Beteiligten besonders wertvoll. Am Ende zeigten sich die Schüler:innen sehr zufrieden und nahmen vielfältige neue Einblicke in die praktische Arbeit der Landespolitik mit.

Im April 2026 werden dann alle Schüler:innen des 11. Jahrgangs den Niedersächsischen Landtag besuchen und sicherlich auch diese Eindrücke mitnehmen.

Demokratie zum Anfassen: Politik-Wirtschaft-LK im Austausch mit Prof. Dr. Melanie Speck

Der Politik-Wirtschaft-Leistungskurs des 12. Jahrgangs  hatte vor kurzem die Gelegenheit, Frau Prof. Dr. Melanie Speck von der Hochschule Osnabrück und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie begrüßen zu dürfen. Im Mittelpunkt des Besuchs stand der Bürgerrat „Ernährung im Wandel“, an dem Frau Prof. Dr. Speck wissenschaftlich beteiligt ist. Der Besuch knüpfte unmittelbar an den Unterricht an: Der Politik-Wirtschaft-LK hatte sich zuvor intensiv mit dem Thema politische Partizipation sowie mit Bürgerräten als Instrument demokratischer Beteiligung auseinandergesetzt. Vor diesem Hintergrund konnten die Schüler:innen ihr bereits erworbenes theoretisches Wissen gezielt vertiefen und kritisch hinterfragen.

In ihrem Vortrag erläuterte Frau Prof. Dr. Speck anschaulich, warum Bürgerräte in der Verbraucher- und Ernährungspolitik eine wichtige Rolle spielen. Sie zeigte auf, wie Bürger:innen durch eine repräsentative Zufallsauswahl in politische Beratungsprozesse eingebunden werden und wie ihre Alltagserfahrungen in konkrete Empfehlungen für den Deutschen Bundestag einfließen.

Der anschließende Austausch bot den Schüler:innen die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit einer Expertin aus der politischen Praxis ins Gespräch zu kommen. Gerade dieser direkte Dialog wurde von den Lernenden im Nachgang besonders gewürdigt, da er einen realitätsnahen Einblick in politische Beteiligungsprozesse jenseits der Theorie vermittelte.

Die Angelaschule bedankt sich herzlich bei Frau Prof. Dr. Melanie Speck für ihren Besuch und den gewinnbringenden Austausch.

Einblicke hinter die Kulissen: Schülerinnen gestalten Radiobeitrag

Drei Projekttage beim OS-Radio

Vom 01. bis zum 03. Dezember haben wir mit acht Schülerinnen im Rahmen des Politik-Wirtschaft Leistungskurses bei Herrn Koltermann an einem Projekt mit dem OS-Radio teilgenommen. Das Projekt sollte uns einige Einblicke in den Alltag der Mitarbeiter des lokalen Radiosenders geben, an dem wir mit viel Freude teilnehmen durften. Am ersten Projekttag haben wir Frau Sprick kennengelernt. Sie hat uns alle drei Tage lang durch das Projekt begleitet. Nachdem wir eine interessante Führung durch das ganze Studio bekommen haben und hinter die Kulissen blicken durften, haben wir gleich mit unserem Projekt begonnen. Die Idee war es, einen eigenen Radiobeitrag zu erstellen. Das Thema für den Beitrag durften wir uns selbst aussuchen und haben uns für das Thema „Gewalt gegen Frauen“ entschieden. Wir haben es ausgewählt, um die Thematik noch stärker an die Öffentlichkeit zu bringen und auch die Meinungen einiger Osnabrücker:innen zu erlangen. Dies verlangt ausreichend Recherche und Informationen, um letztendlich den eigenen Beitrag mit umfangreichen Informationen und Einblicken zu füllen. In Zweierteams haben wir uns arbeitsteilig verschiedenen Aufgaben zugewandt. Zwei Gruppen haben Straßenumfragen in der Innenstadt durchgeführt, die anderen beiden durften Interviews mit Fachleuten für das Thema führen. Für die Straßenumfragen haben die Teams sich jeweils ein bis zwei bestimmte Fragestellungen überlegt und diese anschließend zahlreichen Passanten in der Stadt gestellt. Das Führen der Straßenumfragen war eine sehr interessante neue Erfahrung, die für alle neu war. Wir konnten schließlich einige wertvolle Meinungen erfassen und mit unterschiedlichen Menschen aus Osnabrück ins Gespräch kommen. Das war teilweise aufregend, hat uns jedoch vor eine Aufgabe gestellt, die uns im normalen Alltag nicht begegnet wäre. Im Tonstudio durften wir die nächsten Tage die restlichen Moderationen für den Beitrag einsprechen. Die Gruppen, die die Interviews geführt haben, taten dies mit Herrn Dr. Pütz, dem Vertreter des „Weissen Rings“ und mit der Polizei. Da beide Gesprächspartner stark in der Thematik von Gewalt gegen Frauen eingebunden sind, konnten auch hier wertvolle Informationen gesammelt werden. Nach Aufzeichnung der Gespräche wurden auch von diesen Teams Zwischenmoderationen verfasst und im Studio eingesprochen. Am Ende haben wir unseren Beitrag mithilfe von Frau Sprick zusammengeschnitten. Mitte Januar wird unser Radiobeitrag im OS- Radio ausgestrahlt. Die drei Tage gingen schnell vorüber und wir sind dankbar für die interessante und abwechslungsreiche Zeit beim Radio!

Zeitzeuge im Klassenzimmer

Lourd Atia berichtet über Leben und Konflikt in Israel

Am 28. November hatten Schüler:innen der Politikkurse aus Jahrgang 12 und 13 die Gelegenheit zu einer besonderen Begegnung.

In Zusammenarbeit mit dem Verein _Peer Leader International_ war Lourd Atia, eine arabischstämmige Israelin, an der Angelaschule zu Gast. Sie berichtete aus ihrer persönlichen Perspektive über den Nahostkonflikt.

Lourd Atia vermittelte den Schülerinnen und Schülern einen eindrücklichen Einblick in das Leben in Israel. Als Araberin in Israel brachte sie eine eigene, vielschichtige Sichtweise auf den Konflikt mit und schilderte, was es bedeutet, in einem Land aufzuwachsen, das von Krieg geprägt ist – mit Freundinnen und Freunden, die als Soldaten in Gaza eingesetzt sind.

Im Anschluss entwickelte sich eine lebhafte und offene Diskussion über den Gaza-Krieg. Lourd ging auch auf kritische Fragen ein und ermöglichte den Schüler:innen so einen tiefen Einblick in die Sichtweise einer jungen Israelin auf diesen komplexen Konflikt.

519 Stimmen für die Zukunft

Angelaschule wählt das Jugendparlament

Am 21. November fand an der Angelaschule Osnabrück die Wahl zum Osnabrücker Jugendparlament statt – und die Beteiligung konnte sich sehen lassen: 519 Schüler:innen gaben ihre Stimme ab und setzten damit ein starkes Zeichen für Mitbestimmung und Engagement.

Die Wahl lief über den gesamten Vormittag verteilt und viele nutzten die Gelegenheit, um den Kandidat:innen ihre Unterstützung zu zeigen. Das Jugendparlament bietet Jugendlichen aus Osnabrück die Möglichkeit, ihre Anliegen in die Stadtpolitik einzubringen und Themen, die ihnen wichtig sind, aktiv voranzutreiben.

Wir freuen uns sehr über die hohe Wahlbeteiligung an unserer Schule und danken allen, die mitgewählt oder bei der Durchführung geholfen haben, ganz besonders dem Leistungskurs Politik-Wirtschaft in Jahrgang 12.

Ein herzlicher Dank geht an unsere Schülerschaft für ihr großes Interesse – eure Stimmen gestalten die Zukunft Osnabrücks mit.

Globalisierung in der Realität: Die Seidenstraße und ihre Vor- und Nachteile

Die Klasse 11b erhielt im Mai einen besonderen Praxisbezug im Politikunterricht. Steffen Meiners, der beim Osnabrücker Logistikdienstleister Hellmann Worldwide Logistics arbeitet, war in einer Doppelstunde zu Gast. Er nahm sich Zeit, um über seine beruflichen Erfahrungen im internationalen Güterverkehr zu berichten und über die komplexen Zusammenhänge von Globalisierung, Handel und Politik.

Steffen Meiners knüpfte an die Unterrichtseinheit „Welthandel heute – Ursachen, Entwicklungstendenzen und Konflikte“ an und bildete damit den Abschlusspunkt der Einheit. Er stellte zunächst seinen eigenen beruflichen Werdegang vor und gab den Schüler:innen wertvolle Hinweise zur Berufsorientierung. Seine Erfahrungen machten deutlich, wie vielfältig und international die Arbeit in der Logistikbranche ist – und wie wichtig es ist, flexibel und neugierig zu bleiben.