Archiv des Autors: Eva-Maria Wahmhoff

Herbstfrüchte

Der Herbst ist immer auch die Zeit, um die Schätze der Natur genauer zu betrachten und zu bestaunen. Im Biologieunterricht der Klasse 6d standen die verschiedenen Formen der Frucht- und Samenverbreitung bei einheimischen Baum- und Straucharten auf dem Programm. Das löste eine wahre Sammelleidenschaft aus und es wurden wunderschöne Herbarien erstellt. Mit wieviel Sorgfalt und Kreativität die Schüler diese Aufgabe anpackten, zeigen die Fotos.
Sicherlich bleiben die Unterscheidungsmerkmale und Artnamen nach so intensiver Beschäftigung noch lange im Gedächtnis. Bildergalerie

Im Einsatz für die Nette

Bei dem historisch niedrigen Wasserstand der Nette kam auch viel Unrat zum Vorschein. Kurz entschlossen startete der WPK Natur und Technik eine Aufräumaktion. Mit Gummistiefeln und Handschuhen ausgerüstet, wurden Scherben, Bildschirmrahmen, Plastikfolien, halbe Gartenbänke und anderer Müll zutage gefördert. Äste und Holzplanken, die sich vor der Brücke und dem großen Rechen angesammelt hatten, wurden beiseite geräumt. Bei noch hochsommerlichen Temperaturen waren diese Instandhaltungsmaßnahmen eine spaßige Angelegenheit, die zudem die seltene Möglichkeit boten, entspannt im Flussbett der Nette zu spazieren. Die auf den Fotos zu sehenden freiliegenden Wurzelgeflechte der Erlen zeigen den normalen Wasserstand.

WPK Natur und Technik unterwegs

Der WPK Natur und Technik ist mit den im Kurs erarbeiteten Lernstationen zum Thema „Bionik“ zu benachbarten Grundschulen gegangen und mit vielfältigen Erfahrungen zurückgekehrt.

Beim Fachgebiet Bionik geht es darum, geniale, im langen Prozess der Evolution optimierte Phänomene in der Natur aufzuspüren und sie als Vorbild für technische Nachbildungen zu nutzen. Ein einfaches Beispiel ist der aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenkende Klettverschluss, der die hakenförmigen Borsten der Klettfrucht nachahmt. Auch berühmte Erfinder wie Leonardo da Vinci oder Otto Lilienthal haben sich bei der Konstruktion ihrer Flugobjekte am Segelflug der Vögel oder den Propellerflügeln von Flugsamen orientiert, wie ihre Aufzeichnungen dokumentieren.

Wenn Bienen umziehen…

… freut man sich über Nachbarschaftshilfe

Jetzt bei den herrlichen Frühlingstemperaturen werden natürlich auch unsere Bienen aktiv. Nachdem wir uns in der Startphase der Imker-AG eher mit „zusammengesuchtem“ Material beholfen hatten, war es an der Zeit, auf ein gut funktionierendes Beutensystem umzusteigen, zumal unser Bestand immerhin auf fünf Völker angewachsen ist. Wir haben uns daher moderne Böden mit Belüftungsdrahtgitter und Varroa-Kontrolleinschub angeschafft und unsere vorhandenen solide gebauten Holzzargen sorgfältig renoviert.

Der Umzug der jeweils ca. 20 000 Tiere starken Völker war dann eine spannende Unternehmung. Die Nachbarschaftshilfe der Imker-Kollegen Michael Schwarzwald und Sören Meinert von der TMS haben wir dabei sehr dankbar angenommen. Danken möchten wir auch Herrn Persigehl, Vater von Anna-Lena aus der 8a, der uns eine sehr hochwertige Bergwinkel-Magazinbeute überlassen hat. Mit gutem Zubehör macht das Imkern noch mehr Spaß. Wir wissen diese wertvolle Unterstützung sehr wohl zu schätzen!

 

Winterliche Impressionen

Trotz eisiger Kälte zeigt der Angelapark in diesen Tagen auch sehr schöne Seiten. Das konnten die Schüler der Imker-AG bei einem ersten Inspektionsrundgang in der Mittagssonne erleben. Während der Teich fast zugefroren ist, sind bereits erste Frühjahrsboten wie Schneeglöckchen, Märzenbecher und kleine botanische Krokusse sowie auch die Blütenknospen der Kornelkirsche (ein wichtiger früher Pollenlieferant!) zu entdecken. Unsere Bienen halten sich aber hoffentlich gegenseitig warm – dicht zusammengedrängt in ihrer Wintertraube. Die Bildergalerie zeigt die Imker AG bei ihrem Rundgang durch den Park.

 

Adventsimpulse an der Angelaschule

Im Advent dem Licht, der Stille, der Achtsamkeit und Courage mehr Raum geben!

„Dem Licht Raum geben“ – unter dieses Motto haben wir in diesem Angela-Jahr unseren haushohen Adventskalender gestellt, in Anlehnung an die von der hl. Angela formulierten Lebensregeln. Jeden Morgen wird eine Kerze mehr in einem der 25 (!) Fenster des hohen Sandsteingiebels zum Pausenhof hin aufgestellt. Die immer zahlreicher werdenden Kerzenfenster wollen auf eine schlichte, wohltuend-ruhige Art dazu einladen, der inneren stillen Vorfreude mehr Raum zu geben und sich in all dem Trubel ringsum auf das Wesentliche zu besinnen und von der Weihnachtsbotschaft berühren zu lassen

Kerzenfenster – das heißt auch, dass abwechselnd immer eine Lehrerin oder ein Lehrer aus dem Kollegium morgens sehr früh zur Stelle ist und über Treppen und Flure des Klostertrakts huscht, um vor dem Eintreffen der ersten Buskinder alle Kerzen zu entzünden. Ein toller Extra-Einsatz!

Ebenso wollen auch die Adventsmeditationen, die Frau Stubbe und Herr Kaufmann für die verschiedenen Jahrgänge anbieten, dazu ermutigen, der Stille im Inneren Raum zu geben. Es geht darum, in den Körper hineinzuhorchen, den Herzschlag bewusst wahrzunehmen und ganz bei sich zu sein. Einfach mal schweigen – zusammen mit dem ganzen Jahrgang! Auch hier bildet ein Angelawort den Ausgangspunkt: „Herr, du hast mich angerührt und das Licht deiner Wahrheit in mein Herz gesenkt.“

Dass die heilige Angela eine Frau mit modernen Ansichten war und ein Vorbild an Mut, Courage und Achtsamkeit, das zeigt uns der große Eine-Welt-Adventskalender, der mitten in der Pausenhalle steht. Hinter jedem Türchen kommt ein ermutigender Zuspruch der heiligen Angela oder einer anderen Persönlichkeit aus Geschichte und Gegenwart zum Vorschein.

Ganz schön ist auch, dass ein kleiner Kolleginnenkreis wieder kurze Texte für den morgendlichen Einstieg zusammengestellt hat. Vielen Dank!

Lasst diese Adventsimpulse auf euch wirken. Im Advent dem Licht, der Stille, der Achtsamkeit und Courage mehr Raum geben! In uns und füreinander!

 

Nach der Saison ist vor der Saison …

… in der Imker-AG

Der Honig ist geerntet und in Gläser abgefüllt. Er steht in der Ökobutze oder auch demnächst beim Adventsbasar zum Verkauf bereit. Allerdings müssen wir uns in diesem Jahr mit einer bescheidenen Ausbeute begnügen. Die Spätfröste im Frühjahr haben die Obstblüte empfindlich gestört und auch das Temperaturen-Auf und Ab im Sommer war nicht zuträglich, so dass die Bienen wenig Pollen und Nektar eintragen konnten. Weniger Blüten – weniger Honig – weniger Äpfel. Für einen Topf Bratapfelmarmelade zum Basar dürften die von der Obstwiese geernteten Äpfel aber reichen…
Jetzt steht die Versorgung unserer Völker für die Überwinterung an. Sie benötigen Zuckergaben, um genügend Futtervorrat anlegen zu können. Und die Varroa-Milben, als allgemein verbreitete Schädlinge, müssen vorsichtig, aber konsequent mit Ameisensäure bekämpft werden. Immerhin haben wir mittlerweile fünf Völker, die wir erfolgreich führen wollen.
Unseren neusten Zugang haben wir unserem Imkerpaten Siegfried Flegel zu verdanken, der uns am Saisonende ein junges Volk geschenkt hat. Erwartungsfroh und vielversprechend wurde es „Goldmine“ getauft. Ein ganz großes Dankeschön dafür!! Dank auch an Herrn Liening-Ewert, der unser Volk „Circus Maximus“ mit einer neuen Königin versorgt hat. So toll unterstützt schauen wir optimistisch ins nächste Jahr.

Forscherprojekt an Grundschulen

Achtklässler des WPK „Natur und Technik“ haben ihren ehemaligen Grundschulen in der Nachbarschaft einen Besuch abgestattet und dort ein Forscherprojekt zum Thema Bionik durchgeführt. In der Art eines Lernkarussells boten sie Forscherstationen an, bei denen besonders faszinierende Beispiele von technischen Entwicklungen nach dem Vorbild der Natur vorgeführt wurden. Es ging um optimale Bauformen, Oberflächengestaltungen, Haftmechanismen und Bewegungsprinzipien.

In Zweier- und Dreierteams hatten die Schüler geeignete Darstellungen ausgewählt oder selbst gezeichnet, Modelle gebaut, Experimente geplant oder die Objekte in natura mit Lupe oder Mikroskop untersucht. Engagiert präsentierten sie sich damit vor den jüngeren Schülern und zeigten ein gutes Geschick bei der Vermittlung ihrer Themen. Sie gingen ernsthaft und verständnisvoll auf die Fragen der wissbegierigen Grundschüler ein und konnten spüren, wie interessiert und ganz bei der Sache ihre Gegenüber waren. Und umgekehrt war es für die Grundschüler, für die der Übergang auf eine weiterführende Schule ansteht, eine schöne und anregende Erfahrung, die älteren als Experten und gut vorbereitete „Lehrer“ zu erleben, ganz direkt, ohne Hemmschwelle und mit viel Spaß. Effektvoller Abschluss war die Außenstation, bei der eine mit Wasserdruck nach dem Rückstoßprinzip betriebene Minirakete gestartet wurde. Ein tolles Projekt, bei dem der Gewinn für beide Seiten offensichtlich war.

Den Spaß an der Sache zeigen die Fotos der Fotogalerie.

Trauer um Kurt Neukirchen

Mit großer Trauer erfüllt uns die Nachricht vom Tod unseres Mentors der Imker-AG Kurt Neukirchen. Mit seinem naturkundlichen Expertenwissen, seiner Begeisterung und seiner Freude hat er die Gründung der Imker-AG an unserer Schule maßgeblich unterstützt und diese in der Folgezeit tatkräftig begleitet. Seine Imker-Erfahrung und sein ermutigender, freundschaftlicher Umgang haben in vielen Schülern den Funken überspringen lassen. Wie sehr ihm die Vermittlung ökologischer Zusammenhänge ein Anliegen war, spiegelt sich in seinen exzellenten Naturfotografien. Für dieses besondere, rein ehrenamtliche Engagement ist ihm die Imker-AG zutiefst dankbar.

Beeindruckt hat uns auch, wie selbstverständlich er mit bewundernswertem Lebenswillen und Gottvertrauen seine Krankheit bis zuletzt gemeistert hat. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Ehefrau, unserer Kollegin Sonja Neukirchen, und seiner Familie.

Frühlingserwachen im Angelapark

Auf den Spuren der Bienen

Bei frühlingshaften Temperaturen wollen auch unsere Bienen raus an die frische Luft. Ein Blick in den Bienenstock zeigt, dass sich die Wintertraube aufgelöst hat und auch die weiteren Waben wieder besiedelt werden. Die frische Brut weist auf die Aktivität der Bienenkönigin hin, die wir inmitten ihrer Versorgungsschar beobachten konnten. Auf einem Rundgang durch den Park haben wir die ersten Frühlingsboten entdeckt, bei denen die Bienen Pollen und Nektar finden: jede Menge Schneeglöckchen und prächtige Märzenbecher, Krokusse und Blausternchen, kleine Tulpen und Gelbsterne, aber auch Sträucher wie die Salweide und die Kornelkirsche sowie auch die frühblühende Zierpflaume am Klostertrakt mit ihrer überschäumenden Blütenkrone. Das neue Bienenjahr beginnt. Weitere Bilder gibt es in der Fotogalerie.