Archiv des Autors: Eva-Maria Wahmhoff

Morgens um sieben im Park

Bei frischen 5°C traf sich die Klasse 6d frühmorgens im Park zur Vogelstimmen-Exkursion. Mal vor allen anderen an der Schule zu sein und die morgendliche Ruhe zu erleben, war schon einmalig! Unter der fachkundigen Führung des Ornithologen Herrn Robert Tüllinghoff lernten wir, die sehr markanten Gesänge von Amsel, Zilp-Zalp, Zaunkönig, Buchfink und Grünspecht herauszuhören und zu unterscheidenv – und später auch wiederzuerkennen. Mit den mitgebrachten Ferngläsern erspähten wir direkt über unseren Köpfen ein wippendes Rotkehlchen und einen Kleiber bei seinen wendigen Kletteraktionen. Kohl- und Blaumeisen zwitscherten im Apfelbaum, stolz spazierte unser Haus-Fasan mitten durch das Wäldchen und ein grünfüßiges Teichhuhn sowie unser Stockentenpaar zogen auf dem Teich ihre Bahn. Herr Tüllinghoff zeigte uns im Bestimmungsbuch die typischen Erkennungsmerkmale und konnte auch noch einen Baumläufer und ein mittlerweile seltenes Rotschwänzchen entdecken. Insgesamt 16 Vogelarten haben unsere Protokollantinnen aufgelistet. Zum Glück spielte auch das Wetter mit und der Park zeigte sich bei klarer Morgensonne von seiner schönsten Seite.

Beim anschließenden Frühstück im Klassenraum war Aufwärmen angesagt. Alle hatten etwas für ein gemeinsames Buffet mitgebracht, so dass vom Marmeladen-Tasting bis zum großen Obstteller alles dabei war. Ganz herzlichen Dank an Herrn Tüllinghoff für seinen frühmorgendlichen Einsatz noch vor seinem eigentlichen Arbeitsbeginn! Wir haben viel gelernt und viel Spaß gehabt!

Stadtentscheid des Vorlesewettbewerbs

Dabei sein ist alles …

… so lässt sich auf jeden Fall die Teilnahme von Benedikt Bodde aus der 6d am Stadtentscheid des Vorlesewettbewerbs der sechsten Klassen überschreiben, denn es handelt sich ja um ein Zusammentreffen der Besten! Alle Kandidaten sind schon im Herbst Klassen- und dann Schulsieger an ihrer Schule geworden und haben bestätigt, dass sie hervorragende Leser sind. Unter den Besten die Allerbesten auszuwählen, ist dann nicht einfach (und wird auch nicht immer einheitlich gesehen).

Dass der Stadtentscheid des Vorlesewettbewerbs im Februar eine sehr lustige Veranstaltung war, lag sicherlich auch an dem Osnabrücker Künstler Heaven, der den Nachmittag im Haus der Jugend moderierte. Durch seine kleinen Späße und Einlagen nahm er den jungen Vorlesern die Scheu, im großen Saal vor fremdem Publikum und der genau hinhörenden Jury vorzutragen. Etwas mulmig konnte einem schon werden, als die fünf Juryexperten die große Wendeltreppe herunter schritten und hinter ihren Beurteilungsformularen Platz nahmen.

Alle 14 Kandidaten der Osnabrücker Gymnasien, Gesamtschulen und Realschulen hatten sich gut auf ihren „Auftritt“ vorbereitet, bei dem sie exakt drei Minuten lang einen Ausschnitt aus einem selbst gewählten Buch vortragen durften. Per Gongschlag wurde das Einhalten der Zeit überwacht! Von Erich Kästner bis zu ganz aktuell erschienenen Fantasy-Romanen war alles dabei und es war ein Vergnügen, dem bunten Mix zuzuhören. So kam auch der mitgereiste Fanclub der 6d auf seine Kosten und erhielt interessante neue Leseanregungen. In einem zweiten Durchgang musste dann fortlaufend von jedem Kandidaten ein Ausschnitt aus einem fremden Buch vorgelesen werden.

Auch wenn unser Schulsieger Benedikt von der Jury nicht unter die ersten drei gewählt wurde, ist festzuhalten, dass er aus seinem Buch „Animox“ sehr sicher und lebendig vorgetragen hat und auch den fremden Text einwandfrei präsentiert hat. Mit einer kurzen Buchvorstellung und Auswahlbegründung stimmte er vorweg die Zuhörer passend in das Geschehen ein, bei dem es darum geht, dass Menschen sich im entscheidenden Moment in Tiere verwandeln können. Er ließ den Überraschungseffekt beim Aufsteigen des Adlers für alle spürbar werden und konnte mit Gongschlag (!) den rettenden Ausgang nach einem extrem spannenden Höhepunkt verkünden. Eine gelungene Dramaturgie mit perfektem Timing! Gut gemacht, Benedikt!

Herbstfrüchte

Der Herbst ist immer auch die Zeit, um die Schätze der Natur genauer zu betrachten und zu bestaunen. Im Biologieunterricht der Klasse 6d standen die verschiedenen Formen der Frucht- und Samenverbreitung bei einheimischen Baum- und Straucharten auf dem Programm. Das löste eine wahre Sammelleidenschaft aus und es wurden wunderschöne Herbarien erstellt. Mit wieviel Sorgfalt und Kreativität die Schüler diese Aufgabe anpackten, zeigen die Fotos.
Sicherlich bleiben die Unterscheidungsmerkmale und Artnamen nach so intensiver Beschäftigung noch lange im Gedächtnis. Bildergalerie

Im Einsatz für die Nette

Bei dem historisch niedrigen Wasserstand der Nette kam auch viel Unrat zum Vorschein. Kurz entschlossen startete der WPK Natur und Technik eine Aufräumaktion. Mit Gummistiefeln und Handschuhen ausgerüstet, wurden Scherben, Bildschirmrahmen, Plastikfolien, halbe Gartenbänke und anderer Müll zutage gefördert. Äste und Holzplanken, die sich vor der Brücke und dem großen Rechen angesammelt hatten, wurden beiseite geräumt. Bei noch hochsommerlichen Temperaturen waren diese Instandhaltungsmaßnahmen eine spaßige Angelegenheit, die zudem die seltene Möglichkeit boten, entspannt im Flussbett der Nette zu spazieren. Die auf den Fotos zu sehenden freiliegenden Wurzelgeflechte der Erlen zeigen den normalen Wasserstand.

WPK Natur und Technik unterwegs

Der WPK Natur und Technik ist mit den im Kurs erarbeiteten Lernstationen zum Thema „Bionik“ zu benachbarten Grundschulen gegangen und mit vielfältigen Erfahrungen zurückgekehrt.

Beim Fachgebiet Bionik geht es darum, geniale, im langen Prozess der Evolution optimierte Phänomene in der Natur aufzuspüren und sie als Vorbild für technische Nachbildungen zu nutzen. Ein einfaches Beispiel ist der aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenkende Klettverschluss, der die hakenförmigen Borsten der Klettfrucht nachahmt. Auch berühmte Erfinder wie Leonardo da Vinci oder Otto Lilienthal haben sich bei der Konstruktion ihrer Flugobjekte am Segelflug der Vögel oder den Propellerflügeln von Flugsamen orientiert, wie ihre Aufzeichnungen dokumentieren.

Wenn Bienen umziehen…

… freut man sich über Nachbarschaftshilfe

Jetzt bei den herrlichen Frühlingstemperaturen werden natürlich auch unsere Bienen aktiv. Nachdem wir uns in der Startphase der Imker-AG eher mit „zusammengesuchtem“ Material beholfen hatten, war es an der Zeit, auf ein gut funktionierendes Beutensystem umzusteigen, zumal unser Bestand immerhin auf fünf Völker angewachsen ist. Wir haben uns daher moderne Böden mit Belüftungsdrahtgitter und Varroa-Kontrolleinschub angeschafft und unsere vorhandenen solide gebauten Holzzargen sorgfältig renoviert.

Der Umzug der jeweils ca. 20 000 Tiere starken Völker war dann eine spannende Unternehmung. Die Nachbarschaftshilfe der Imker-Kollegen Michael Schwarzwald und Sören Meinert von der TMS haben wir dabei sehr dankbar angenommen. Danken möchten wir auch Herrn Persigehl, Vater von Anna-Lena aus der 8a, der uns eine sehr hochwertige Bergwinkel-Magazinbeute überlassen hat. Mit gutem Zubehör macht das Imkern noch mehr Spaß. Wir wissen diese wertvolle Unterstützung sehr wohl zu schätzen!

 

Winterliche Impressionen

Trotz eisiger Kälte zeigt der Angelapark in diesen Tagen auch sehr schöne Seiten. Das konnten die Schüler der Imker-AG bei einem ersten Inspektionsrundgang in der Mittagssonne erleben. Während der Teich fast zugefroren ist, sind bereits erste Frühjahrsboten wie Schneeglöckchen, Märzenbecher und kleine botanische Krokusse sowie auch die Blütenknospen der Kornelkirsche (ein wichtiger früher Pollenlieferant!) zu entdecken. Unsere Bienen halten sich aber hoffentlich gegenseitig warm – dicht zusammengedrängt in ihrer Wintertraube. Die Bildergalerie zeigt die Imker AG bei ihrem Rundgang durch den Park.

 

Adventsimpulse an der Angelaschule

Im Advent dem Licht, der Stille, der Achtsamkeit und Courage mehr Raum geben!

„Dem Licht Raum geben“ – unter dieses Motto haben wir in diesem Angela-Jahr unseren haushohen Adventskalender gestellt, in Anlehnung an die von der hl. Angela formulierten Lebensregeln. Jeden Morgen wird eine Kerze mehr in einem der 25 (!) Fenster des hohen Sandsteingiebels zum Pausenhof hin aufgestellt. Die immer zahlreicher werdenden Kerzenfenster wollen auf eine schlichte, wohltuend-ruhige Art dazu einladen, der inneren stillen Vorfreude mehr Raum zu geben und sich in all dem Trubel ringsum auf das Wesentliche zu besinnen und von der Weihnachtsbotschaft berühren zu lassen

Kerzenfenster – das heißt auch, dass abwechselnd immer eine Lehrerin oder ein Lehrer aus dem Kollegium morgens sehr früh zur Stelle ist und über Treppen und Flure des Klostertrakts huscht, um vor dem Eintreffen der ersten Buskinder alle Kerzen zu entzünden. Ein toller Extra-Einsatz!

Ebenso wollen auch die Adventsmeditationen, die Frau Stubbe und Herr Kaufmann für die verschiedenen Jahrgänge anbieten, dazu ermutigen, der Stille im Inneren Raum zu geben. Es geht darum, in den Körper hineinzuhorchen, den Herzschlag bewusst wahrzunehmen und ganz bei sich zu sein. Einfach mal schweigen – zusammen mit dem ganzen Jahrgang! Auch hier bildet ein Angelawort den Ausgangspunkt: „Herr, du hast mich angerührt und das Licht deiner Wahrheit in mein Herz gesenkt.“

Dass die heilige Angela eine Frau mit modernen Ansichten war und ein Vorbild an Mut, Courage und Achtsamkeit, das zeigt uns der große Eine-Welt-Adventskalender, der mitten in der Pausenhalle steht. Hinter jedem Türchen kommt ein ermutigender Zuspruch der heiligen Angela oder einer anderen Persönlichkeit aus Geschichte und Gegenwart zum Vorschein.

Ganz schön ist auch, dass ein kleiner Kolleginnenkreis wieder kurze Texte für den morgendlichen Einstieg zusammengestellt hat. Vielen Dank!

Lasst diese Adventsimpulse auf euch wirken. Im Advent dem Licht, der Stille, der Achtsamkeit und Courage mehr Raum geben! In uns und füreinander!

 

Nach der Saison ist vor der Saison …

… in der Imker-AG

Der Honig ist geerntet und in Gläser abgefüllt. Er steht in der Ökobutze oder auch demnächst beim Adventsbasar zum Verkauf bereit. Allerdings müssen wir uns in diesem Jahr mit einer bescheidenen Ausbeute begnügen. Die Spätfröste im Frühjahr haben die Obstblüte empfindlich gestört und auch das Temperaturen-Auf und Ab im Sommer war nicht zuträglich, so dass die Bienen wenig Pollen und Nektar eintragen konnten. Weniger Blüten – weniger Honig – weniger Äpfel. Für einen Topf Bratapfelmarmelade zum Basar dürften die von der Obstwiese geernteten Äpfel aber reichen…
Jetzt steht die Versorgung unserer Völker für die Überwinterung an. Sie benötigen Zuckergaben, um genügend Futtervorrat anlegen zu können. Und die Varroa-Milben, als allgemein verbreitete Schädlinge, müssen vorsichtig, aber konsequent mit Ameisensäure bekämpft werden. Immerhin haben wir mittlerweile fünf Völker, die wir erfolgreich führen wollen.
Unseren neusten Zugang haben wir unserem Imkerpaten Siegfried Flegel zu verdanken, der uns am Saisonende ein junges Volk geschenkt hat. Erwartungsfroh und vielversprechend wurde es „Goldmine“ getauft. Ein ganz großes Dankeschön dafür!! Dank auch an Herrn Liening-Ewert, der unser Volk „Circus Maximus“ mit einer neuen Königin versorgt hat. So toll unterstützt schauen wir optimistisch ins nächste Jahr.

Forscherprojekt an Grundschulen

Achtklässler des WPK „Natur und Technik“ haben ihren ehemaligen Grundschulen in der Nachbarschaft einen Besuch abgestattet und dort ein Forscherprojekt zum Thema Bionik durchgeführt. In der Art eines Lernkarussells boten sie Forscherstationen an, bei denen besonders faszinierende Beispiele von technischen Entwicklungen nach dem Vorbild der Natur vorgeführt wurden. Es ging um optimale Bauformen, Oberflächengestaltungen, Haftmechanismen und Bewegungsprinzipien.

In Zweier- und Dreierteams hatten die Schüler geeignete Darstellungen ausgewählt oder selbst gezeichnet, Modelle gebaut, Experimente geplant oder die Objekte in natura mit Lupe oder Mikroskop untersucht. Engagiert präsentierten sie sich damit vor den jüngeren Schülern und zeigten ein gutes Geschick bei der Vermittlung ihrer Themen. Sie gingen ernsthaft und verständnisvoll auf die Fragen der wissbegierigen Grundschüler ein und konnten spüren, wie interessiert und ganz bei der Sache ihre Gegenüber waren. Und umgekehrt war es für die Grundschüler, für die der Übergang auf eine weiterführende Schule ansteht, eine schöne und anregende Erfahrung, die älteren als Experten und gut vorbereitete „Lehrer“ zu erleben, ganz direkt, ohne Hemmschwelle und mit viel Spaß. Effektvoller Abschluss war die Außenstation, bei der eine mit Wasserdruck nach dem Rückstoßprinzip betriebene Minirakete gestartet wurde. Ein tolles Projekt, bei dem der Gewinn für beide Seiten offensichtlich war.

Den Spaß an der Sache zeigen die Fotos der Fotogalerie.