Vom Umgang mit Müll

Müll ist nicht nur hässlich und stinkt. Er bedroht z.B. als Plastikmüll oder giftige Substanz auch das Leben auf der Erde. Teile des Mülls sind aber auch recycelbar und können wertvolle Bestandteile für neue Produkte liefern.

Es ist schwer, sachkundig und verantwortungsvoll mit Müll umzugehen. Und bei vielen Menschen stellt sich auch die Frage, warum gerade sie selbst sich Mühe geben sollen, wenn doch auch „alle anderen“ oder zumindest viele Menschen ihre Getränkeverpackungen oder Mund-Nase-Masken nach Gebrauch einfach in die Gegend werfen.

Wir an der Angelaschule wollen es besser machen: In allen Klassenräumen der Klassen 5 – 11 wurden in den Herbstferien drei Mülleimer in den Farben Gelb, Schwarz und Blau aufgestellt. Hier soll der Klassendienst in jeder Klasse zweimal in der Woche oder nach Bedarf die Mülleimer in die entsprechenden Müll-Container auf dem Schulhof ausleeren. Es geht darum, Eigeninitiative zu zeigen, damit auch außerhalb der Klassenräume auf dem Schulhof und außerhalb der Schule Mülltrennung und Müllvermeidung keine Fremdwörter sind, sondern ganz selbstverständlich zu einem umweltbewussten und ressourcenschonenden Leben dazugehören!

Es wird möglicherweise eine Weile dauern, bis der richtige Umgang mit Müll an der Angelaschule in jeder Lerngruppe und von jedem Einzelnen zufriedenstellend umgesetzt wird. Aber: Der Weg ist das Ziel…

6. Auszeichnung zur Umweltschule in Europa

Bei der Ehrung niedersächsischer Schulen am 13. September 2017 erhielt die Angelaschule in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal das Zertifikat „Umweltschule in Europa“. Ebenfalls wurde sie als BNE-Partnerschule („Bildung für nachhaltige Entwicklung“) zum dritten Mal mit dem Internationalen „Eco Schools Award“ ausgezeichnet. Die Vielfalt der Aktivitäten zu den Themenkomplexen „Natur“ und „Umweltkommunikation“ wird jedes Jahr erweitert und mit neuen Ideen lebendig gehalten. So hat die Schule in den zurückliegenden Monaten fast 300 Bäume gepflanzt, um die anstehende Schulpilgerfahrt an den Gardasee möglichst klimaneutral zu gestalten. Der begehrte internationale Preis beruht z.B. auf der intensiven Arbeit mit geflüchteten Jugendlichen, die in der Angelaschule am SIA-Sprachprojekt, das von den fünf Freiwilligen der Schule fortwährend entwickelt wird, teilnehmen können und sich in der von Ludwig Lanver geleiteten Fahrradwerkstatt engagieren oder an einem Fahrradkurs mitmachen können. Zwei junge Männer aus Syrien und dem Irak absolvieren zurzeit an der Angelaschule sehr erfolgreich ihren  Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug. Zudem unterstützt das Gymnasium schon seit vielen Jahren eine Schule in einem Armenviertel in Lima/Peru.

Die Auszeichnungsveranstaltung fand in diesem Jahr im Umweltbildungszentrum am Schölerberg statt. In einem festlichen Rahmen nahmen Schulleiter Otto von der Heide und die Koordinatorin der Umweltprojekte, Beatrix Timpe-Urban, die Urkunden stellvertretend für alle Beteiligten entgegen. Beim anschließenden Markt der Möglichkeiten fand ein reger Austausch zwischen vielen niedersächsischen Schulen statt, der die Vielfalt der Aktivitäten an den einzelnen Schulen anschaulich verdeutlichte. „Wir freuen uns sehr,“ erklärte Frau Timpe-Urban abschließend, „dass wir die Urkunde und das Lob stellvertretend für alle Schülerinnen, Schüler, Kolleginnen, Kollegen, Eltern und Freunde der Angelaschule entgegen nehmen durften und danken allen, die die verschiedenen Vorhaben kontinuierlich und aktiv mittragen und unterstützen!“

 

Startschuss unserer großen Baumpflanzaktion

Weihbischof Johannes Wübbe pflanzt den ersten Baum

Im Herbst dieses Jahres fährt die Schulgemeinschaft der Angelaschule wieder auf den Spuren der Hl. Angela zum Gardasee. Solche Schulpilgerfahrten haben wir auch schon 2003 und 2009 unternommen.

Da die Angelaschule seit mehr als 10 Jahren „Umweltschule in Europa“ ist, verfolgt sie auf vielfältige Weise das Anliegen der „Bewahrung der Schöpfung“. Auch jetzt soll dieser Aspekt berücksichtigt werden. Unser Ziel ist es, die Schulreise im Herbst klimaneutral zu gestalten. Dazu wollen wir selbst Bäume pflanzen. Um mit einer so großen Gemeinschaft klimaneutral zu reisen, müssen allerdings mehr als 300 Bäume gepflanzt werden.