Architektur vor Ort

Im Rahmen des Kunstunterrichts unternahm die Klasse 10d mit Frau Hicke einen Unterrichtsgang in die Altstadt Osnabrücks, um verschiedene Architekturstile direkt an historischen Gebäuden zu untersuchen. Der Rundgang führte die Schüler:innen zu zentralen Bauwerken der Osnabrücker Altstadt. Am Dom St. Peter standen romanische und gotische Bauelemente im Fokus. Anschließend wurden am Historischen Rathaus Osnabrück unterschiedliche stilistische Einflüsse untersucht, wobei neben spätgotischen Grundformen auch später hinzugefügte Renaissance-Elemente erkannt und eingeordnet wurden. An der Marienkirche setzten sich die Schüler:innen mit typischen Merkmalen der Gotik auseinander. Der dortige Vortrag wurde allerdings für ganze sieben Minuten unfreiwillig unterbrochen, da die Kirchenglocken der Altstadt zeitgleich besonders laut zu läuten begannen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bischöflichen Kanzlei, an der der Klassizismus thematisiert wurde. Besonders aufmerksam stellten die Schüler:innen fest, dass die pflanzlichen Ornamente des Geländers nicht zu den klaren, strengen Formen dieses Stils passen. Den Abschluss bildete ein Vortrag am Theater Osnabrück, bei dem der Jugendstil mit seinen organischen Formen und dekorativen Elementen vorgestellt wurde. Damit endete zugleich die Unterrichtseinheit „Architektur“ sowie der epochal erteilte Kunstunterricht des Halbjahres.

Große Kunst im Original

Im Dezember besuchten alle vier Kunstleistungskurse das Sprengel Museum Hannover. Dort galt es, in kreativen Workshops vor allem das Werk des britischen Künstlers Richard Deacon in Augenschein zu nehmen, welches unter anderem auch auf der aktuellen Liste des Kultusministeriums mit den abiturrelevanten Kunstwerken steht. Deacons raumfüllende Plastik What Could Make Me Feel This Way konnte im Museum aus allen Richtungen betrachtet und in selbst gewählten Ausschnitten abgezeichnet werden. Dabei wurde das zentrale Konzept des „Dazwischens“ – des Wechselspiels zwischen Innen und Außen – praktisch erfahrbar. Das Kunstwerk schwebt zwischen Organischem und Artifiziellem und löste vielfältige Assoziationen aus.

Als weiteres künstlerisches Highlight des Sprengel Museums schauten wir uns die Sonderausstellung „Niki. Kusama. Murakami. Love You for Infinity“ an. Besonders beeindruckend war der begehbare Infitity Room der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama. Der Raum erzeugt den Eindruck unendlicher Wiederholung und lud zu ungewöhnlichen Fotos und Selfies ein.

Nach den musealen Eindrücken war noch etwas Zeit für die Erkundung der festlich geschmückten Weihnachtsmärkte Hannovers. So bot der Ausflug nicht nur die Möglichkeit, abiturrelevante Kunstwerke intensiv zu studieren, sondern auch, Kunst als erlebbaren, räumlichen Dialog zu erfahren. Die Kombination aus analytischem Zeichnen, interaktiven Installationen und festlicher Stadtkulisse hinterließ bleibende Eindrücke bei allen Teilnehmenden.

Politik hautnah erlebt

Besuch der Angelaschule im Niedersächsischen Landtag

Einen intensiven Einblick in die parlamentarische Arbeit erhielten Schüler:innen der Angelaschule bei ihrem Besuch im Niedersächsischen Landtag in Hannover. Zur inhaltlichen Orientierung diente ein einführendes Video, das die Strukturen, Aufgaben und Arbeitsweisen des Landesparlaments anschaulich erläuterte und so eine fundierte Grundlage für die weiteren Eindrücke schuf.

Ein besonderer Schwerpunkt des Besuchs lag im Erleben der Plenarsitzung von der Besuchertribüne aus. Dort verfolgte die Gruppe die Schlussabstimmung über den Haushalt 2026, die als Königsdisziplin parlamentarischer Arbeit gilt. Ferner bekamen sie im Zuge der ersten Beratung zum Antrag „Kostenfreie Tablets für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7“ einen direkten Eindruck davon, wie parlamentarische Debatten geführt, Positionen vertreten und Argumente ausgetauscht werden.

Großen Anklang fand auch der persönliche Austausch mit Abgeordneten aus dem Wahlkreis. In dem offenen Gespräch wurden unter anderem Fragen zu möglichen Schwerpunktsetzungen im Haushalt, zum Umgang mit Fake News, der Rolle von Social Media, zu Maßnahmen im Klimaschutz sowie zu politischen Vorhaben diskutiert, die die Abgeordneten am liebsten sofort umsetzen würden.

Die Kombination aus fachlichen Informationen, direktem Erleben politischer Entscheidungsprozesse und persönlichem Dialog machte den Besuch für alle Beteiligten besonders wertvoll. Am Ende zeigten sich die Schüler:innen sehr zufrieden und nahmen vielfältige neue Einblicke in die praktische Arbeit der Landespolitik mit.

Im April 2026 werden dann alle Schüler:innen des 11. Jahrgangs den Niedersächsischen Landtag besuchen und sicherlich auch diese Eindrücke mitnehmen.

Auf den Spuren von Germanen und Römern

Der 6. Jahrgang besucht die Varusschlacht

Am 30. Oktober unternahm der 6. Jahrgang der Angelaschule Osnabrück einen spannenden Ausflug zur Varusschlacht in Kalkriese. Nachdem das Thema im Geschichtsunterricht ausführlich vorbereitet worden war, konnten die Schüler:innen nun hautnah erleben, wie Geschichte lebendig wird.

Im Museum und im Park von Kalkriese begaben sich die Klassen auf eine Zeitreise in die Welt der Römer und Germanen. Sie erfuhren, wie die römischen Legionäre ausgerüstet waren, wie sich Germanen und Römer einkleideten, welche Strategien sie im Kampf einsetzten, und warum die berühmte Schlacht im Jahr 9 n. Chr. eine so große Bedeutung hatte. Besonders beeindruckend fanden viele die originalen Fundstücke, wie zum Beispiel Münzen, Waffen und Ausrüstungsreste, die vor Ort entdeckt wurden.

Bei einer geführten Tour über das Gelände wurde deutlich, wie schwierig die Bedingungen für beide Seiten gewesen sein müssen. Die anschaulichen Erklärungen machten das historische Ereignis greifbar und spannend.

„Es war toll zu sehen, wie die Römer wirklich gelebt haben“, meinte eine Schülerin begeistert. Auch die Lehrkräfte freuten sich über das große Interesse und die vielen Fragen der Kinder. Der Ausflug bot eine gelungene Ergänzung zum Unterricht und machte deutlich, dass Geschichte weit mehr ist als nur trockene Theorie.

Am Ende des Tages kehrten alle mit vielen neuen Eindrücken und einem besseren Verständnis der Varusschlacht zurück – und vielleicht auch mit der Erkenntnis, dass Geschichte lebendig und spannend sein kann, wenn man sie selbst entdeckt.

Tierbegegnungen in der Kunst

Vor den Sommerferien unternahm der Kunst Leistungskurs mit Frau Möller einen Ausflug zum Hof Ebbeskotte, um im Rahmen des Abiturinhalts „Darstellung von Tieren in Bewegung“ ihre zeichnerischen Fähigkeiten zu vertiefen. Dieser Ausflug bot den Schüler:innen die Gelegenheit, Tiere in der Umgebung zu beobachten und realitätsnah zu zeichnen.

Am Hof Ebbeskotte traf der Leistungskurs auf eine Vielzahl von Tieren, darunter Hühner, Pferde und der Hofhund, die alle in Bewegung zu zeichnen eine besondere Herausforderung darstellten. Mit Stift und Skizzenbuch in der Hand gingen die Schüler:innen auf Tuchfühlung mit den Tieren und durften sogar auf die Weiden und in die Gehege gehen, um die Bewegungen und Verhaltensweisen der Tiere zu studieren. Dabei kamen die Streicheleinheiten natürlich nicht zu kurz.

Die direkte Beobachtung gab neue Perspektiven auf die Darstellung von Lebewesen in der Kunst. Wir bedanken uns herzlich bei der Familie Ebbeskotte für den schönen Vormittag. Einzelne Zeichnungen können im eigenen Hofladen bestaunt werden.

Karriere in der IT-Branche: Schüler:innen der Angelaschule besuchen die G&S IT Group

Am Mittwoch, dem 18. Juni 2025, erhielten Schüler:innen des 11. Jahrgangs der Angelaschule Osnabrück spannende Einblicke in die Welt der Informationstechnologie: Im Rahmen der beruflichen Orientierung besuchte eine Schülergruppe die G&S IT Group, ein innovatives Softwareunternehmen mit Sitz in Osnabrück.

Ziel der Exkursion war es, den Jugendlichen praxisnahe Perspektiven für eine berufliche Zukunft in der IT-Branche zu eröffnen. Nach einer Begrüßung erhielten die Schüler:innen eine Einführung in verschiedene Berufsfelder und Spezialisierungen sowie Karrieremöglichkeiten innerhalb der Softwareentwicklung.

Daniel Guth, Geschäftsführer der G&S IT Group, berichtete in einem interaktiven Vortrag über seinen persönlichen Weg in die IT – vom ersten Projekt als 16-jähriger Schüler an einem Osnabrücker Gymnasium bis zur Gründung seines Unternehmens direkt nach dem Abitur. Anhand seiner Biografie konnte er authentisch vermitteln, welche Chancen und Herausforderungen die Branche für junge Nachwuchskräfte bereithält.

Beeindruckend war die anschließende Präsentation einer firmeneigenen Lösung zur Satellitenkommunikation, G&S SatConnect®, die mit Unterstützung der Apple Vision Pro demonstriert wurde. Die Schüler:innen konnten somit hautnah erleben, wie zukunftsweisende Technologien bereits heute in der Industrie Anwendung finden.

Ein Rundgang durch die Arbeitsbereiche des Unternehmens rundete den Besuch ab und gab weitere Eindrücke vom Berufsalltag in einem IT-Unternehmen.

Die Angelaschule bedankt sich herzlich bei der G&S IT Group für die Gastfreundschaft und den anregenden Austausch sowie den umfangreichen Einblick in das Unternehmen. Der Besuch war ein wertvoller Beitrag zur Berufsorientierung und eröffnet hoffentlich vielen unserer Schüler:innen neue Perspektiven in einer dynamischen Branche.

Im kommenden Schuljahr möchte die Angelaschule Osnabrück derartige Betriebserkundungen im Rahmen der beruflichen Orientierung ausweiten.  

Industrieller Anlagenbau aus der Heimat für die Welt 

Industrielle Anlagen zur Lagerung, Förderung und Dosierung flüssiger Stoffe aus Wallenhorst für die Welt. Dafür steht die PURPLAN GmbH aus Wallenhorst.

Die Schüler:innen der Klasse 11d hatten im Rahmen der beruflichen Orientierung die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des international tätigen Familienunternehmens zu werfen. Durch einen Rundgang über das Betriebsgelände erhielt die Klasse zunächst einen Überblick über den Stammsitz des Unternehmens, das noch weitere Standorte in den USA und China hat und derzeit die Planungen für eine neue Niederlassung in Malaysia vorantreibt. Die Schüler:innen konnten verschiedene Bereiche des Unternehmens hautnah erleben und ihren Interessen entsprechend individuelle Stationen durchlaufen. 

So erhielten sie beispielsweise Einblicke in die Welt des Schweißens und konnten selbst einen Flaschenöffner herstellen, konnten Projektplanern über die Schultern schauen und erfahren, wie technische Projekte geplant und umgesetzt werden und dabei eigenständig ein Fließband entwickeln. Auch ein Einblick in die Elektrotechnik war möglich. Dabei konnten die Schüler:innen aus erster Hand erfahren, was die Mitarbeiter motiviert und warum sie sich selbst für den Beruf entschieden hatten. Gerade diese Gespräche sind für die Schüler:innen rückblickend immer sehr gewinnbringend. Auch Hanna Sandmann, Prokuristin und Mitglied der Geschäftsführung, skizzierte in einem Gespräch die Aufgaben, Herausforderungen und Chancen unternehmerischer Verantwortung. Und schilderte den Berufsalltag eines Geschäftsführers, von der Leidenschaft für das eigene Unternehmen, aber auch den Risiken.

Rückblickend war dieser Besuch eindrucksvoll und gewinnbringend für die berufliche Orientierung aller Schüler:innen. Sehr herzlich bedanken wir uns bei Hanna Sandmann und den Mitarbeitenden der PURPLAN GmbH sehr herzlich für die Möglichkeit, so einen differenzierten Einblick erhalten zu haben.

Auf den Spuren von Erich Maria Remarque

Am 26. Mai besuchte die Klasse 11b unserer Schule das Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum in Osnabrück. Dieser Ausflug bot uns die Gelegenheit, mehr über das Leben und die Werke des berühmten Schriftstellers Erich Maria Remarque zu erfahren, der durch seinen Roman „Im Westen nichts Neues“ weltberühmt wurde.

Der Besuch begann mit einer informativen Einführung, in der wir viel über Remarques Biografie lernten. Wir erfuhren von seiner Kindheit in Osnabrück, seiner Zeit im Ersten Weltkrieg und den prägenden Erfahrungen, die seine schriftstellerische Arbeit beeinflussten. Die Ausführungen wurden durch interessante Ausstellungsstücke ergänzt, die uns einen tiefen Einblick in sein Leben und seine Gedankenwelt gaben.

Im Anschluss an die Ausstellung machten wir einen Spaziergang auf den Spuren Remarques durch die Stadt. Dabei besuchten wir bedeutende Orte, die eine Rolle in seinem Leben spielten und in seinen Werken festgehalten sind, darunter das Theater, der Kreuzgang am Dom, das ehemalige Lehrerseminar und die Pernickelmühle. An jedem dieser Orte erhielten wir spannende Informationen, die die Verbindungen zwischen Remarques Leben und seinem literarischen Schaffen verdeutlichten.

Der Besuch des Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrums war sehr interessant: Wir konnten die historischen und kulturellen Wurzeln eines der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts nachvollziehen und die Stadt Osnabrück aus einer neuen Perspektive kennenlernen.

Schulterblick- Schüler:innen bekommen Einblicke in künstlerische Studiengänge 

Wir, der Kunst-LK der Angelaschule, konnten im Februar die Möglichkeit nutzen, sowohl das Kunstprogramm der Universität als auch der Hochschule Osnabrück zu besuchen und verschiedene kreative Projekte sowie Ideen kennenzulernen.

Am 10. Februar haben wir nachmittags den „Rundgang“ des Instituts für Kunst/Kunstpädagogik besucht, wo unter anderem verschiedene Objekte, Gemälde, Druckgrafiken, Kurzfilme und Skizzenhefte ausgestellt wurden. Zudem konnten wir selbst durch die einzelnen Räume schlendern und die vielfältigen Techniken bewundern.

Zusätzlich haben sich alle Interessierten am 21. Februar nach Unterrichtsschluss in der Osnabrücker Skulptur-Galerie die Ausstellung „Schulterblick – Einblicke in den Designprozess“ angeschaut, wo der Studiengang Industrial Product Design studentische Entwürfe der einzelnen Semester gezeigt hat. Drei der Student:innen haben sich für uns Zeit genommen, uns herumgeführt und viele Dinge erläutert. Sie konnten uns außerdem viel Interessantes zum Prozess der Bewerbung und der Aufnahmeprüfung des Studiengangs an der Hochschule in Osnabrück erzählen. 

Ausgestellt wurden sowohl Skizzen, Entwürfe, Plakate und Modelle als auch fertige Semesterabschlussarbeiten zum Beispiel in Form von besonderen Weckern und Drohnen.

Beide Ausstellungen waren sowohl vielfältig als auch interessant, weshalb wir Schüler:innen auch für den Weg nach dem Abitur viel daraus mitnehmen konnten. Fazit: es lohnt sich einen Blick über die Schulter zu werfen!

„Ein Leben ohne Kunst ist für mich wie ein Leben ohne Orangensaft“

Mit diesen Worten antwortete der Künstler Johannes Eidt im ersten Moment auf die Frage des Leistungskurses, wie er sich ein Leben ohne die Kunst vorstellen würde. Anschließend holte er noch weiter aus und erklärte, dass ein Leben ohne Kunst für ihn unvorstellbar wäre. Das künstlerische Interesse hatte Eidt bereits seit der Kindheit. Nach einem siebenjährigen Aufenthalt in Japan kam der Osnabrücker Künstler zurück in seine Heimatstadt und widmete sich vollständig der Druckgrafik.

Da der Leistungskurs Kunst sich aktuell mit der Kaltnadelradierung und dem Drucken beschäftigt, lag ein Besuch bei Johannes Eidt nahe. Die Schülerinnen erhielten einen Einblick in das Atelier und in sein Handwerk. Eidt erklärte anschaulich die verschiedenen Schritte beim Drucken und beantwortete viele Fragen. Abschließend durften sich die Schülerinnen in seinem Showroom umsehen und seine ausgestellten Werke begutachten.

Wir bedanken uns bei Johannes Eidt für die interessanten Einblicke in seine künstlerische Arbeit und dem geduldigen Beantworten der einzelnen Fragen. Wir kommen gerne wieder!