Große Kunst im Original

Im Dezember besuchten alle vier Kunstleistungskurse das Sprengel Museum Hannover. Dort galt es, in kreativen Workshops vor allem das Werk des britischen Künstlers Richard Deacon in Augenschein zu nehmen, welches unter anderem auch auf der aktuellen Liste des Kultusministeriums mit den abiturrelevanten Kunstwerken steht. Deacons raumfüllende Plastik What Could Make Me Feel This Way konnte im Museum aus allen Richtungen betrachtet und in selbst gewählten Ausschnitten abgezeichnet werden. Dabei wurde das zentrale Konzept des „Dazwischens“ – des Wechselspiels zwischen Innen und Außen – praktisch erfahrbar. Das Kunstwerk schwebt zwischen Organischem und Artifiziellem und löste vielfältige Assoziationen aus.

Als weiteres künstlerisches Highlight des Sprengel Museums schauten wir uns die Sonderausstellung „Niki. Kusama. Murakami. Love You for Infinity“ an. Besonders beeindruckend war der begehbare Infitity Room der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama. Der Raum erzeugt den Eindruck unendlicher Wiederholung und lud zu ungewöhnlichen Fotos und Selfies ein.

Nach den musealen Eindrücken war noch etwas Zeit für die Erkundung der festlich geschmückten Weihnachtsmärkte Hannovers. So bot der Ausflug nicht nur die Möglichkeit, abiturrelevante Kunstwerke intensiv zu studieren, sondern auch, Kunst als erlebbaren, räumlichen Dialog zu erfahren. Die Kombination aus analytischem Zeichnen, interaktiven Installationen und festlicher Stadtkulisse hinterließ bleibende Eindrücke bei allen Teilnehmenden.

Kunst in neuen Rahmen

Sowohl im Eingangsbereich zur Straßenseite als auch im großen Treppenhaus hat sich etwas getan: Viele tolle Kunstwerke unserer Schülerschaft kommen seit ein paar Tagen dank neuer Bilderrahmen nun so richtig zur Geltung. Der lange Weg in die oberen Etagen erinnert jetzt ein wenig an einen Galerie-Walk, und fast will man meinen, bei „schöner Wohnen“ gelandet zu sein.

Ermöglicht wurde der Erwerb der praktischen Wechselrahmen durch den Förderverein der Schule. Die Fachschaft Kunst bedankt sich ganz herzlich für die großzügige Unterstützung. Ebenfalls geht ein großer Dank an unseren Hausmeister, Herrn Kühlmorgen, der nun als Meister der Wandhaken bezeichnet werden darf.

Tierbegegnungen in der Kunst

Vor den Sommerferien unternahm der Kunst Leistungskurs mit Frau Möller einen Ausflug zum Hof Ebbeskotte, um im Rahmen des Abiturinhalts „Darstellung von Tieren in Bewegung“ ihre zeichnerischen Fähigkeiten zu vertiefen. Dieser Ausflug bot den Schüler:innen die Gelegenheit, Tiere in der Umgebung zu beobachten und realitätsnah zu zeichnen.

Am Hof Ebbeskotte traf der Leistungskurs auf eine Vielzahl von Tieren, darunter Hühner, Pferde und der Hofhund, die alle in Bewegung zu zeichnen eine besondere Herausforderung darstellten. Mit Stift und Skizzenbuch in der Hand gingen die Schüler:innen auf Tuchfühlung mit den Tieren und durften sogar auf die Weiden und in die Gehege gehen, um die Bewegungen und Verhaltensweisen der Tiere zu studieren. Dabei kamen die Streicheleinheiten natürlich nicht zu kurz.

Die direkte Beobachtung gab neue Perspektiven auf die Darstellung von Lebewesen in der Kunst. Wir bedanken uns herzlich bei der Familie Ebbeskotte für den schönen Vormittag. Einzelne Zeichnungen können im eigenen Hofladen bestaunt werden.

Vom Fensterrecht zum fantasievollen Waldhäuschen

Ein Kunstprojekt der Klasse 5a

„Ein Bewohner eines Mietshauses soll die Erlaubnis haben, sich aus seinem Fenster zu beugen und mit einem langen Pinsel – so weit er reichen kann – alles draußen zu bemalen.“ So fordert es der Künstler Friedensreich Hundertwasser und nennt dies das „Fensterrecht“.

Nachdem die Klasse 5a zeichnerisch fantasievolle Fenster gestaltet hat, um so den oft tristen Fassaden der Städte ein individuelles Aussehen zu verleihen, besuchten die Schüler:innen mit Praktikantin Rosa Schwenzer und Klassenlehrer Hilko Wilberts die gerade eröffnete Hundertwasser-Ausstellung „Paradiese kann man nur selber machen“ im Museumsquartier Osnabrück.

Sehr begeistert und motiviert von der inspirierenden Führung machten sich die Schüler:innen ans Werk und formten aus Ton eigene Wunschhäuser – frei nach ihrer Fantasie, den Eigenschaften des Materials Ton folgend.

Es entstanden wunderbare kleine Häuschen, Burgtürme und schlossähnliche Bauwerke, die sich in einem Zauberwald gut machen würden. Die fertig modellierten Objekte wurden vorsichtig in den Keller zum Brennofen transportiert und bei 950° Celsius gebrannt.

Nun war erneut die Fantasie der kleinen Baumeister gefordert, um die Werke farbig zu gestalten. Das machte Freude! Mit einer großen Auswahl an Acrylfarben ließen alle ihrer Kreativität freien Lauf. Die Ergebnisse sind erstaunlich! Bei einem abschließenden Fotoshooting im Park der Angelaschule wurden die bunten Objekte wirkungsvoll in Szene gesetzt.

Ein herzlicher Dank geht an unsere ausgebildete Keramikerin Rosa Schwenzer, mit deren Planung und Unterstützung diese Unterrichtseinheit im Team-Teaching mit Kunstlehrerin Susanne Reinartz auch mit einer großen Gruppe von 30 Mädchen und Jungen möglich wurde.

Angelaschule beteiligt sich am Projekt „Zeichen des Friedens“

Am 8. Mai 1945 endete mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht der Zweite Weltkrieg in Europa. Dieser Tag steht für die Befreiung von Krieg und Nationalsozialismus – und für einen Neuanfang in Frieden und Freiheit.

Zum 80. Jahrestag im Jahr 2025 richtet sich der Blick nicht nur zurück, sondern auch in die Gegenwart:

Die Schüler:innen der Klasse 11a haben sich im Rahmen des schulübergreifenden Projekts „Zeichen des Friedens“, das gemeinsam von Schulen aus Stadt und Landkreis Osnabrück getragen wird, mit unterschiedlichen aktuellen internationalen Konflikten und Kriegen beschäftigt. Sie untersuchten Ursachen, Hintergründe, Folgen für die Zivilbevölkerung und mögliche Perspektiven für Frieden.

Neben der intensiven Auseinandersetzung mit den Konflikten und Kriegen, ging es auch um ein kreatives Statement. Im Kunstunterricht entstanden eindrucksvolle Friedenszeichen. Die Werke werden vom 08. Mai bis 02. November 2025 im Museumspark Kalkriese ausgestellt. Der Eintritt ist während des Ausstellungszeitraums frei. Und vielleicht kehrt auch eines der Friedenszeichen zurück zu seinen Künstlern.

Einer sammelt Briefmarken, der andere Schallplatten und die Klasse 5c sammelt FARBEN

Nachdem im Kunstunterricht ein wenig „grau(sam)e Theorie“ zum Thema Farbe vermittelt wurde, ging es bunt zur Sache.

Sehr erfolgreich sind die Schüler:innen zu Hause auf Farbsuche gegangen und haben eine Vielzahl bunter Gegenstände zusammentragen, sinnvoll sortiert und aus der Vogelperspektive fotografiert. So sind tolle Fotos mit Farbverläufen, Farbkontrasten und ganzen Farbkreisen entstanden. Einen Teil der bunten Sammlung haben wir nun ausgestellt. Dieser hängt vor dem Lehrerzimmer und ähnelt einer Farbdusche. Wer also eine kleine Erfrischung vom vielleicht zu „grauen Alltag“ gebrauchen kann, ist herzlich zum visuellen Duschen eingeladen.

Ein Dank geht an die Schüler:innen aus dem Grundkurs-Kunst, die uns bei der Ausstellungsvorbereitung geholfen haben.

Schulterblick- Schüler:innen bekommen Einblicke in künstlerische Studiengänge 

Wir, der Kunst-LK der Angelaschule, konnten im Februar die Möglichkeit nutzen, sowohl das Kunstprogramm der Universität als auch der Hochschule Osnabrück zu besuchen und verschiedene kreative Projekte sowie Ideen kennenzulernen.

Am 10. Februar haben wir nachmittags den „Rundgang“ des Instituts für Kunst/Kunstpädagogik besucht, wo unter anderem verschiedene Objekte, Gemälde, Druckgrafiken, Kurzfilme und Skizzenhefte ausgestellt wurden. Zudem konnten wir selbst durch die einzelnen Räume schlendern und die vielfältigen Techniken bewundern.

Zusätzlich haben sich alle Interessierten am 21. Februar nach Unterrichtsschluss in der Osnabrücker Skulptur-Galerie die Ausstellung „Schulterblick – Einblicke in den Designprozess“ angeschaut, wo der Studiengang Industrial Product Design studentische Entwürfe der einzelnen Semester gezeigt hat. Drei der Student:innen haben sich für uns Zeit genommen, uns herumgeführt und viele Dinge erläutert. Sie konnten uns außerdem viel Interessantes zum Prozess der Bewerbung und der Aufnahmeprüfung des Studiengangs an der Hochschule in Osnabrück erzählen. 

Ausgestellt wurden sowohl Skizzen, Entwürfe, Plakate und Modelle als auch fertige Semesterabschlussarbeiten zum Beispiel in Form von besonderen Weckern und Drohnen.

Beide Ausstellungen waren sowohl vielfältig als auch interessant, weshalb wir Schüler:innen auch für den Weg nach dem Abitur viel daraus mitnehmen konnten. Fazit: es lohnt sich einen Blick über die Schulter zu werfen!

Die geballte Niedlichkeit …

… wartet oben vor den Kunsträumen am Tag der offenen Tür (Mittwoch, den 5.3.25 ab 15 Uhr) auf ihre Beachtung. Aus den Resten von Eierkartons haben die Klassen 7c und 7d eine tierische Ahnengalerie erstellt. Schlaue Füchse, freche Dachse und lustige andere Tiere wurden raffiniert vermenschlicht und strahlen nun um die Wette.

Komm vorbei und lass dich inspirieren. Die gute Laune ist wirklich ansteckend!