Filmteam der Angelaschule steht im Finale

Direkt vor den Osterferien wurde es für den Wahlpflichtkurs „Kunst am iPad“ noch mal richtig spannend. Der gesamte Kurs folgte der Einladung zur Filmgala nach Hannover. Anlass war die Preisverleihung zum niedersächsischen Kurzfilmwettbewerb „ganz schön anders“. Die Gruppe der Angelaschule gehört mit zu den besten zwölf Teams im Land, die zum diesjährigen Motto „ganz schön un(fair)“ Filme einreichten.

Der von den Achtklässlerinnen über ein halbes Schuljahr produzierte Animationsfilm „Das Einhornrennen“ überzeugte die Profi-Filmjury nicht nur durch die aufwendige Gestaltung und das durchdachte Sounddesign, sondern besonders auch durch die inhaltliche Aussage, mit der ein Zeichen für echten Zusammenhalt gesetzt wird.

Auf ganz besondere Weise galoppierten dann die Einhörner vor circa 500 Zuschauern über die XXL-Leinwand des Astor Grand Cinema. Ein fulminanter Augenblick, an dem sich ein kurzes Interview auf der Bühne anschloss. So waren sich am Ende alle Angelanerinnen einig, auch wenn der Hauptpreis zum Filmpark Babelsberg in Berlin an eine andere Filmcrew ging, doch ein Teil eines großartigen Events gewesen zu sein.

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Erster Atelierabend: Ein gelungener Auftakt

Was macht man an einem Freitagabend? Klare Antwort: Kunstbegeisterte Oberstufenschüler:innen gehen in die Angelaschule.

„Das ist ja wie im Paradies!“, schwärmte eine Teilnehmerin, die den Weg in die Kunsträume im zweiten Stock gefunden hatte und mit leuchtenden Augen die bereitgestellten Materialien erblickte.

Um die 20 Teilnehmer:innen, davon viele Kreative aus dem 13. Jahrgang, nutzten den Abend, um an ihren Abschlusswandgestaltungen oder an Kostümen für die anstehende Mottowoche zu arbeiten. Zudem konnte in den bestens ausgestatteten Räumen frei nach eigenen Ideen gearbeitet werden – oder inspiriert durch die geballte Kompetenz der Kunstfachschaft.

Auch unser Schulleiter, Herr Dr. Stich, ließ es sich bei einem Besuch nicht nehmen, selbst ein wenig kreativ zu werden: Sein mutiger, spontaner Griff zu einem riesigen Tonklumpen führte zu einer sehr erfolgreichen „Umformung“.

Der tolle Abend, geprägt von viel Spaß, Freude und sehenswerten Ergebnissen, endete gegen 22:00 Uhr mit einem gemeinsamen Aufräumen.

Fazit: „Das muss unbedingt wiederholt werden. Selbst wenn ich nach dem Abi nicht mehr an der Schule bin – ich will dabei sein!“ (Teilnehmerin, Jg. 13)

Wenn der Winter kreativ macht…

Unerwartete und lange Winterfreuden sorgten dafür, dass es die meisten Schüler:innen in den Pausen nicht in den Klassenräumen oder Pausenhallen hielt. Stattdessen wurde der Schulhof ebenso wie der Angelapark zum Treffpunkt für kleine und große Baumeister:innen. Mit viel Kreativität und Gemeinschaftssinn entstanden dort Schneemänner in unterschiedlichsten Größen – Freude pur!

Als die Schule schließlich ausfiel, wurden einige Schüler:innen besonders kreativ. Sowohl im Jahrgang 6 als auch im Jahrgang 12 wurde das reichlich vorhandene eiskalte „Bau- und Kunstmaterial“ im Rahmen des Homeschoolings fantasievoll in neue Formen gebracht.

Architektur vor Ort

Im Rahmen des Kunstunterrichts unternahm die Klasse 10d mit Frau Hicke einen Unterrichtsgang in die Altstadt Osnabrücks, um verschiedene Architekturstile direkt an historischen Gebäuden zu untersuchen. Der Rundgang führte die Schüler:innen zu zentralen Bauwerken der Osnabrücker Altstadt. Am Dom St. Peter standen romanische und gotische Bauelemente im Fokus. Anschließend wurden am Historischen Rathaus Osnabrück unterschiedliche stilistische Einflüsse untersucht, wobei neben spätgotischen Grundformen auch später hinzugefügte Renaissance-Elemente erkannt und eingeordnet wurden. An der Marienkirche setzten sich die Schüler:innen mit typischen Merkmalen der Gotik auseinander. Der dortige Vortrag wurde allerdings für ganze sieben Minuten unfreiwillig unterbrochen, da die Kirchenglocken der Altstadt zeitgleich besonders laut zu läuten begannen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bischöflichen Kanzlei, an der der Klassizismus thematisiert wurde. Besonders aufmerksam stellten die Schüler:innen fest, dass die pflanzlichen Ornamente des Geländers nicht zu den klaren, strengen Formen dieses Stils passen. Den Abschluss bildete ein Vortrag am Theater Osnabrück, bei dem der Jugendstil mit seinen organischen Formen und dekorativen Elementen vorgestellt wurde. Damit endete zugleich die Unterrichtseinheit „Architektur“ sowie der epochal erteilte Kunstunterricht des Halbjahres.

Große Kunst im Original

Im Dezember besuchten alle vier Kunstleistungskurse das Sprengel Museum Hannover. Dort galt es, in kreativen Workshops vor allem das Werk des britischen Künstlers Richard Deacon in Augenschein zu nehmen, welches unter anderem auch auf der aktuellen Liste des Kultusministeriums mit den abiturrelevanten Kunstwerken steht. Deacons raumfüllende Plastik What Could Make Me Feel This Way konnte im Museum aus allen Richtungen betrachtet und in selbst gewählten Ausschnitten abgezeichnet werden. Dabei wurde das zentrale Konzept des „Dazwischens“ – des Wechselspiels zwischen Innen und Außen – praktisch erfahrbar. Das Kunstwerk schwebt zwischen Organischem und Artifiziellem und löste vielfältige Assoziationen aus.

Als weiteres künstlerisches Highlight des Sprengel Museums schauten wir uns die Sonderausstellung „Niki. Kusama. Murakami. Love You for Infinity“ an. Besonders beeindruckend war der begehbare Infitity Room der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama. Der Raum erzeugt den Eindruck unendlicher Wiederholung und lud zu ungewöhnlichen Fotos und Selfies ein.

Nach den musealen Eindrücken war noch etwas Zeit für die Erkundung der festlich geschmückten Weihnachtsmärkte Hannovers. So bot der Ausflug nicht nur die Möglichkeit, abiturrelevante Kunstwerke intensiv zu studieren, sondern auch, Kunst als erlebbaren, räumlichen Dialog zu erfahren. Die Kombination aus analytischem Zeichnen, interaktiven Installationen und festlicher Stadtkulisse hinterließ bleibende Eindrücke bei allen Teilnehmenden.

Kunst in neuen Rahmen

Sowohl im Eingangsbereich zur Straßenseite als auch im großen Treppenhaus hat sich etwas getan: Viele tolle Kunstwerke unserer Schülerschaft kommen seit ein paar Tagen dank neuer Bilderrahmen nun so richtig zur Geltung. Der lange Weg in die oberen Etagen erinnert jetzt ein wenig an einen Galerie-Walk, und fast will man meinen, bei „schöner Wohnen“ gelandet zu sein.

Ermöglicht wurde der Erwerb der praktischen Wechselrahmen durch den Förderverein der Schule. Die Fachschaft Kunst bedankt sich ganz herzlich für die großzügige Unterstützung. Ebenfalls geht ein großer Dank an unseren Hausmeister, Herrn Kühlmorgen, der nun als Meister der Wandhaken bezeichnet werden darf.

Tierbegegnungen in der Kunst

Vor den Sommerferien unternahm der Kunst Leistungskurs mit Frau Möller einen Ausflug zum Hof Ebbeskotte, um im Rahmen des Abiturinhalts „Darstellung von Tieren in Bewegung“ ihre zeichnerischen Fähigkeiten zu vertiefen. Dieser Ausflug bot den Schüler:innen die Gelegenheit, Tiere in der Umgebung zu beobachten und realitätsnah zu zeichnen.

Am Hof Ebbeskotte traf der Leistungskurs auf eine Vielzahl von Tieren, darunter Hühner, Pferde und der Hofhund, die alle in Bewegung zu zeichnen eine besondere Herausforderung darstellten. Mit Stift und Skizzenbuch in der Hand gingen die Schüler:innen auf Tuchfühlung mit den Tieren und durften sogar auf die Weiden und in die Gehege gehen, um die Bewegungen und Verhaltensweisen der Tiere zu studieren. Dabei kamen die Streicheleinheiten natürlich nicht zu kurz.

Die direkte Beobachtung gab neue Perspektiven auf die Darstellung von Lebewesen in der Kunst. Wir bedanken uns herzlich bei der Familie Ebbeskotte für den schönen Vormittag. Einzelne Zeichnungen können im eigenen Hofladen bestaunt werden.

Vom Fensterrecht zum fantasievollen Waldhäuschen

Ein Kunstprojekt der Klasse 5a

„Ein Bewohner eines Mietshauses soll die Erlaubnis haben, sich aus seinem Fenster zu beugen und mit einem langen Pinsel – so weit er reichen kann – alles draußen zu bemalen.“ So fordert es der Künstler Friedensreich Hundertwasser und nennt dies das „Fensterrecht“.

Nachdem die Klasse 5a zeichnerisch fantasievolle Fenster gestaltet hat, um so den oft tristen Fassaden der Städte ein individuelles Aussehen zu verleihen, besuchten die Schüler:innen mit Praktikantin Rosa Schwenzer und Klassenlehrer Hilko Wilberts die gerade eröffnete Hundertwasser-Ausstellung „Paradiese kann man nur selber machen“ im Museumsquartier Osnabrück.

Sehr begeistert und motiviert von der inspirierenden Führung machten sich die Schüler:innen ans Werk und formten aus Ton eigene Wunschhäuser – frei nach ihrer Fantasie, den Eigenschaften des Materials Ton folgend.

Es entstanden wunderbare kleine Häuschen, Burgtürme und schlossähnliche Bauwerke, die sich in einem Zauberwald gut machen würden. Die fertig modellierten Objekte wurden vorsichtig in den Keller zum Brennofen transportiert und bei 950° Celsius gebrannt.

Nun war erneut die Fantasie der kleinen Baumeister gefordert, um die Werke farbig zu gestalten. Das machte Freude! Mit einer großen Auswahl an Acrylfarben ließen alle ihrer Kreativität freien Lauf. Die Ergebnisse sind erstaunlich! Bei einem abschließenden Fotoshooting im Park der Angelaschule wurden die bunten Objekte wirkungsvoll in Szene gesetzt.

Ein herzlicher Dank geht an unsere ausgebildete Keramikerin Rosa Schwenzer, mit deren Planung und Unterstützung diese Unterrichtseinheit im Team-Teaching mit Kunstlehrerin Susanne Reinartz auch mit einer großen Gruppe von 30 Mädchen und Jungen möglich wurde.

Angelaschule beteiligt sich am Projekt „Zeichen des Friedens“

Am 8. Mai 1945 endete mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht der Zweite Weltkrieg in Europa. Dieser Tag steht für die Befreiung von Krieg und Nationalsozialismus – und für einen Neuanfang in Frieden und Freiheit.

Zum 80. Jahrestag im Jahr 2025 richtet sich der Blick nicht nur zurück, sondern auch in die Gegenwart:

Die Schüler:innen der Klasse 11a haben sich im Rahmen des schulübergreifenden Projekts „Zeichen des Friedens“, das gemeinsam von Schulen aus Stadt und Landkreis Osnabrück getragen wird, mit unterschiedlichen aktuellen internationalen Konflikten und Kriegen beschäftigt. Sie untersuchten Ursachen, Hintergründe, Folgen für die Zivilbevölkerung und mögliche Perspektiven für Frieden.

Neben der intensiven Auseinandersetzung mit den Konflikten und Kriegen, ging es auch um ein kreatives Statement. Im Kunstunterricht entstanden eindrucksvolle Friedenszeichen. Die Werke werden vom 08. Mai bis 02. November 2025 im Museumspark Kalkriese ausgestellt. Der Eintritt ist während des Ausstellungszeitraums frei. Und vielleicht kehrt auch eines der Friedenszeichen zurück zu seinen Künstlern.