Politik hautnah erlebt

Besuch der Angelaschule im Niedersächsischen Landtag

Einen intensiven Einblick in die parlamentarische Arbeit erhielten Schüler:innen der Angelaschule bei ihrem Besuch im Niedersächsischen Landtag in Hannover. Zur inhaltlichen Orientierung diente ein einführendes Video, das die Strukturen, Aufgaben und Arbeitsweisen des Landesparlaments anschaulich erläuterte und so eine fundierte Grundlage für die weiteren Eindrücke schuf.

Ein besonderer Schwerpunkt des Besuchs lag im Erleben der Plenarsitzung von der Besuchertribüne aus. Dort verfolgte die Gruppe die Schlussabstimmung über den Haushalt 2026, die als Königsdisziplin parlamentarischer Arbeit gilt. Ferner bekamen sie im Zuge der ersten Beratung zum Antrag „Kostenfreie Tablets für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7“ einen direkten Eindruck davon, wie parlamentarische Debatten geführt, Positionen vertreten und Argumente ausgetauscht werden.

Großen Anklang fand auch der persönliche Austausch mit Abgeordneten aus dem Wahlkreis. In dem offenen Gespräch wurden unter anderem Fragen zu möglichen Schwerpunktsetzungen im Haushalt, zum Umgang mit Fake News, der Rolle von Social Media, zu Maßnahmen im Klimaschutz sowie zu politischen Vorhaben diskutiert, die die Abgeordneten am liebsten sofort umsetzen würden.

Die Kombination aus fachlichen Informationen, direktem Erleben politischer Entscheidungsprozesse und persönlichem Dialog machte den Besuch für alle Beteiligten besonders wertvoll. Am Ende zeigten sich die Schüler:innen sehr zufrieden und nahmen vielfältige neue Einblicke in die praktische Arbeit der Landespolitik mit.

Im April 2026 werden dann alle Schüler:innen des 11. Jahrgangs den Niedersächsischen Landtag besuchen und sicherlich auch diese Eindrücke mitnehmen.

Demokratie zum Anfassen: Politik-Wirtschaft-LK im Austausch mit Prof. Dr. Melanie Speck

Der Politik-Wirtschaft-Leistungskurs des 12. Jahrgangs  hatte vor kurzem die Gelegenheit, Frau Prof. Dr. Melanie Speck von der Hochschule Osnabrück und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie begrüßen zu dürfen. Im Mittelpunkt des Besuchs stand der Bürgerrat „Ernährung im Wandel“, an dem Frau Prof. Dr. Speck wissenschaftlich beteiligt ist. Der Besuch knüpfte unmittelbar an den Unterricht an: Der Politik-Wirtschaft-LK hatte sich zuvor intensiv mit dem Thema politische Partizipation sowie mit Bürgerräten als Instrument demokratischer Beteiligung auseinandergesetzt. Vor diesem Hintergrund konnten die Schüler:innen ihr bereits erworbenes theoretisches Wissen gezielt vertiefen und kritisch hinterfragen.

In ihrem Vortrag erläuterte Frau Prof. Dr. Speck anschaulich, warum Bürgerräte in der Verbraucher- und Ernährungspolitik eine wichtige Rolle spielen. Sie zeigte auf, wie Bürger:innen durch eine repräsentative Zufallsauswahl in politische Beratungsprozesse eingebunden werden und wie ihre Alltagserfahrungen in konkrete Empfehlungen für den Deutschen Bundestag einfließen.

Der anschließende Austausch bot den Schüler:innen die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit einer Expertin aus der politischen Praxis ins Gespräch zu kommen. Gerade dieser direkte Dialog wurde von den Lernenden im Nachgang besonders gewürdigt, da er einen realitätsnahen Einblick in politische Beteiligungsprozesse jenseits der Theorie vermittelte.

Die Angelaschule bedankt sich herzlich bei Frau Prof. Dr. Melanie Speck für ihren Besuch und den gewinnbringenden Austausch.

Zeitzeuge im Klassenzimmer

Lourd Atia berichtet über Leben und Konflikt in Israel

Am 28. November hatten Schüler:innen der Politikkurse aus Jahrgang 12 und 13 die Gelegenheit zu einer besonderen Begegnung.

In Zusammenarbeit mit dem Verein _Peer Leader International_ war Lourd Atia, eine arabischstämmige Israelin, an der Angelaschule zu Gast. Sie berichtete aus ihrer persönlichen Perspektive über den Nahostkonflikt.

Lourd Atia vermittelte den Schülerinnen und Schülern einen eindrücklichen Einblick in das Leben in Israel. Als Araberin in Israel brachte sie eine eigene, vielschichtige Sichtweise auf den Konflikt mit und schilderte, was es bedeutet, in einem Land aufzuwachsen, das von Krieg geprägt ist – mit Freundinnen und Freunden, die als Soldaten in Gaza eingesetzt sind.

Im Anschluss entwickelte sich eine lebhafte und offene Diskussion über den Gaza-Krieg. Lourd ging auch auf kritische Fragen ein und ermöglichte den Schüler:innen so einen tiefen Einblick in die Sichtweise einer jungen Israelin auf diesen komplexen Konflikt.

Karriere in der IT-Branche: Schüler:innen der Angelaschule besuchen die G&S IT Group

Am Mittwoch, dem 18. Juni 2025, erhielten Schüler:innen des 11. Jahrgangs der Angelaschule Osnabrück spannende Einblicke in die Welt der Informationstechnologie: Im Rahmen der beruflichen Orientierung besuchte eine Schülergruppe die G&S IT Group, ein innovatives Softwareunternehmen mit Sitz in Osnabrück.

Ziel der Exkursion war es, den Jugendlichen praxisnahe Perspektiven für eine berufliche Zukunft in der IT-Branche zu eröffnen. Nach einer Begrüßung erhielten die Schüler:innen eine Einführung in verschiedene Berufsfelder und Spezialisierungen sowie Karrieremöglichkeiten innerhalb der Softwareentwicklung.

Daniel Guth, Geschäftsführer der G&S IT Group, berichtete in einem interaktiven Vortrag über seinen persönlichen Weg in die IT – vom ersten Projekt als 16-jähriger Schüler an einem Osnabrücker Gymnasium bis zur Gründung seines Unternehmens direkt nach dem Abitur. Anhand seiner Biografie konnte er authentisch vermitteln, welche Chancen und Herausforderungen die Branche für junge Nachwuchskräfte bereithält.

Beeindruckend war die anschließende Präsentation einer firmeneigenen Lösung zur Satellitenkommunikation, G&S SatConnect®, die mit Unterstützung der Apple Vision Pro demonstriert wurde. Die Schüler:innen konnten somit hautnah erleben, wie zukunftsweisende Technologien bereits heute in der Industrie Anwendung finden.

Ein Rundgang durch die Arbeitsbereiche des Unternehmens rundete den Besuch ab und gab weitere Eindrücke vom Berufsalltag in einem IT-Unternehmen.

Die Angelaschule bedankt sich herzlich bei der G&S IT Group für die Gastfreundschaft und den anregenden Austausch sowie den umfangreichen Einblick in das Unternehmen. Der Besuch war ein wertvoller Beitrag zur Berufsorientierung und eröffnet hoffentlich vielen unserer Schüler:innen neue Perspektiven in einer dynamischen Branche.

Im kommenden Schuljahr möchte die Angelaschule Osnabrück derartige Betriebserkundungen im Rahmen der beruflichen Orientierung ausweiten.  

Industrieller Anlagenbau aus der Heimat für die Welt 

Industrielle Anlagen zur Lagerung, Förderung und Dosierung flüssiger Stoffe aus Wallenhorst für die Welt. Dafür steht die PURPLAN GmbH aus Wallenhorst.

Die Schüler:innen der Klasse 11d hatten im Rahmen der beruflichen Orientierung die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des international tätigen Familienunternehmens zu werfen. Durch einen Rundgang über das Betriebsgelände erhielt die Klasse zunächst einen Überblick über den Stammsitz des Unternehmens, das noch weitere Standorte in den USA und China hat und derzeit die Planungen für eine neue Niederlassung in Malaysia vorantreibt. Die Schüler:innen konnten verschiedene Bereiche des Unternehmens hautnah erleben und ihren Interessen entsprechend individuelle Stationen durchlaufen. 

So erhielten sie beispielsweise Einblicke in die Welt des Schweißens und konnten selbst einen Flaschenöffner herstellen, konnten Projektplanern über die Schultern schauen und erfahren, wie technische Projekte geplant und umgesetzt werden und dabei eigenständig ein Fließband entwickeln. Auch ein Einblick in die Elektrotechnik war möglich. Dabei konnten die Schüler:innen aus erster Hand erfahren, was die Mitarbeiter motiviert und warum sie sich selbst für den Beruf entschieden hatten. Gerade diese Gespräche sind für die Schüler:innen rückblickend immer sehr gewinnbringend. Auch Hanna Sandmann, Prokuristin und Mitglied der Geschäftsführung, skizzierte in einem Gespräch die Aufgaben, Herausforderungen und Chancen unternehmerischer Verantwortung. Und schilderte den Berufsalltag eines Geschäftsführers, von der Leidenschaft für das eigene Unternehmen, aber auch den Risiken.

Rückblickend war dieser Besuch eindrucksvoll und gewinnbringend für die berufliche Orientierung aller Schüler:innen. Sehr herzlich bedanken wir uns bei Hanna Sandmann und den Mitarbeitenden der PURPLAN GmbH sehr herzlich für die Möglichkeit, so einen differenzierten Einblick erhalten zu haben.

„Demokratie ist verletzlich – und sie braucht uns“: Zeitzeugengespräch mit Hartmut Bartmuß

Am 16. Mai 2025 durfte die Angelaschule Osnabrück einen besonderen Gast begrüßen: Hartmut Bartmuß, Pfarrer im Ruhestand aus Bielefeld, war im Rahmen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit für die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zu Besuch. In einer Doppelstunde stand er rund 100 Schüler:innen des 11. Jahrgangs Rede und Antwort.

Hartmut Bartmuß berichtete eindrücklich von seiner Arbeit als Hochseefischer, wie er den 13. August 1961, den Tag des Mauerbaus, erlebte und seiner Zeit als Soldat auf einen Raketenschnellboot der Volksmarine. Zudem berichtet er von seiner Arbeit als Pfarrer in der DDR und den Einschränkungen durch das Regime.

Die Schüler:innen nutzten die Gelegenheit, gezielte Fragen zu stellen – etwa zur Überwachung durch die Stasi, seiner Ausreise aus der DDR und seinen Blick auf die Wiedervereinigung.

Am Ende der Veranstaltung richtete Harmut Bartmuß noch einen eindringlichen Appell an die Jugendlichen: „Bleibt wachsam. Demokratie ist verletzlich – sie muss geschützt werden.“

Solche Begegnungen machen Geschichte greifbar und zeigen, wie wichtig der persönliche Austausch für das Verständnis unserer Vergangenheit ist. Wir danken Hartmut Bartmuß herzlich für seinen Besuch und hoffen, dass seine Botschaft zum Nachdenken und Handeln unter den jungen Zuhörer:innen anregt.

Auf den Spuren von Erich Maria Remarque

Am 26. Mai besuchte die Klasse 11b unserer Schule das Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum in Osnabrück. Dieser Ausflug bot uns die Gelegenheit, mehr über das Leben und die Werke des berühmten Schriftstellers Erich Maria Remarque zu erfahren, der durch seinen Roman „Im Westen nichts Neues“ weltberühmt wurde.

Der Besuch begann mit einer informativen Einführung, in der wir viel über Remarques Biografie lernten. Wir erfuhren von seiner Kindheit in Osnabrück, seiner Zeit im Ersten Weltkrieg und den prägenden Erfahrungen, die seine schriftstellerische Arbeit beeinflussten. Die Ausführungen wurden durch interessante Ausstellungsstücke ergänzt, die uns einen tiefen Einblick in sein Leben und seine Gedankenwelt gaben.

Im Anschluss an die Ausstellung machten wir einen Spaziergang auf den Spuren Remarques durch die Stadt. Dabei besuchten wir bedeutende Orte, die eine Rolle in seinem Leben spielten und in seinen Werken festgehalten sind, darunter das Theater, der Kreuzgang am Dom, das ehemalige Lehrerseminar und die Pernickelmühle. An jedem dieser Orte erhielten wir spannende Informationen, die die Verbindungen zwischen Remarques Leben und seinem literarischen Schaffen verdeutlichten.

Der Besuch des Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrums war sehr interessant: Wir konnten die historischen und kulturellen Wurzeln eines der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts nachvollziehen und die Stadt Osnabrück aus einer neuen Perspektive kennenlernen.

Geschichte hautnah

Eine Urkunde aus dem 8. Jahrhundert, ein Gefäß aus dem 12. Jahrhundert – die Fans von Geschichte haben spannende Dinge gesehen, begriffen und erforscht

Im achten Jahrgang werden Wahlpflichtkurse angeboten, die von den Schüler:innen angewählt werden müssen. Achtzehn Neugierige hatten im Sommer den Kurs „Geschichte für Fans“ gewählt. Nachdem im ersten Halbjahr zum Thema „Grenzen in der Geschichte“ geforscht wurde, steht im zweiten Halbjahr die Gestaltung eines Ausstellungsraumes auf dem Programm: im Diözesanmuseum haben die Schüler:innen die Aufgabe, Vitrinen für die Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs zu bestücken. Dazu durften sie das Bistumsarchiv und die Stadtarchäologie besuchen, wo entsprechende Stücke für Ausstellungen zu finden sind.

Nun werden Informationstexte verfasst und Exponate ausgewählt, sodass vor den Sommerferien die Ergebnisse präsentiert werden können.

Globalisierung in der Realität: Die Seidenstraße und ihre Vor- und Nachteile

Die Klasse 11b erhielt im Mai einen besonderen Praxisbezug im Politikunterricht. Steffen Meiners, der beim Osnabrücker Logistikdienstleister Hellmann Worldwide Logistics arbeitet, war in einer Doppelstunde zu Gast. Er nahm sich Zeit, um über seine beruflichen Erfahrungen im internationalen Güterverkehr zu berichten und über die komplexen Zusammenhänge von Globalisierung, Handel und Politik.

Steffen Meiners knüpfte an die Unterrichtseinheit „Welthandel heute – Ursachen, Entwicklungstendenzen und Konflikte“ an und bildete damit den Abschlusspunkt der Einheit. Er stellte zunächst seinen eigenen beruflichen Werdegang vor und gab den Schüler:innen wertvolle Hinweise zur Berufsorientierung. Seine Erfahrungen machten deutlich, wie vielfältig und international die Arbeit in der Logistikbranche ist – und wie wichtig es ist, flexibel und neugierig zu bleiben.

Lebenswege entdecken – mit Menschen aus dem echten Leben ins Gespräch kommen

Am 23.04.25 in der 3-5. Stunde hatte der Jahrgang 12 die Möglichkeit, mit elf verschiedenen Menschen aus dem „echten Leben“ ins Gespräch zu kommen. Hier waren Personen aus u.a. den folgenden Bereichen vertreten: Politik (Oberbürgermeisterin), Technologie (Robotics/AI, Battery Technology), Psychologie, Jura, Ingenieurwesen, Finanzen und soziale Arbeit.

Alle Schüler:innen konnten vorab digital ihre Wünsche äußern und wurden dann drei Referent:innen zugeteilt. Jede Gesprächsrunde mit einem Referenten bzw. einer Referentin dauerte 40 Minuten, sodass neben fachlichen auch persönliche Fragen besprochen werden konnten. Das Feedback der Schüler:innen und Referent:innen war größtenteils positiv, wobei wir auch einige wertvolle Verbesserungsvorschläge für einen möglichen nächsten Durchgang mitgenommen haben.

Wir danken allen Referent:innen für ihre Zeit und ihr Offenheit und Expertise!